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An: Gemeinderat Köniz

Klimanotstand in Köniz

Klimanotstand in Köniz

Wir fordern den Gemeinderat von Köniz auf, den Klimanotstand auszurufen!

Der Könizer Gemeinderat und das Parlament beschliessen folgendes:

• Die Gemeinde Köniz ruft den Klimanotstand aus. Sie anerkennt damit die Klimakrise als zu bewältigende Gefahr mit oberster Priorität an.
• Sie verpflichtet sich, auf die Krise zu reagieren und die Könizerinnen und Könizer transparent und kompetent über die lokalen Auswirkungen und die geplanten Massnahmen zu informieren.
• Die Gemeinde Köniz setzt sich zum Ziel bis 2030 netto null Emissionen auszustossen.
• Um dieses Ziel zu erreichen, werden alle Gemeindeangelegenheiten auf ihr Reduktionspotential hin überprüft, entsprechende Massnahmen definiert und die nötigen fachlichen und finanziellen Ressourcen bereitgestellt.

Warum ist das wichtig?

Köniz schliesst sich damit Städten wie Basel, Olten, Thun oder London an. In den vergangenen Monaten haben Menschen in der Schweiz und auf der ganzen Welt mit Streiks und Demonstrationen dazu aufgefordert, dass wir nicht länger zuschauen dürfen, sondern sofort handeln müssen. Auch in Köniz sind mehrere hundert Schüler*innen und Erwachsene für ihre Zukunft auf die Strasse gegangen.

****** Begründung ******
Das Klima ändert sich in den letzten Jahren drastisch. Die Wissenschaft ist sich einig, dass die steigenden, vom Menschen verursachten Treibhaugasemissionen der Grund sind. Werden keine schnellen und griffigen Massnahmen ergriffen, so wird sich das Klima weiter verändern. Laut wissenschaftlichen Prognosen bringt dies fatale Folgen mit sich.

Bereits 2 Grad Erderwärmung führen zu stark veränderten Umweltbedingungen auf der ganzen Welt. Zum Beispiel steigt der Meeresspiegel und grosse Küstenbereiche werden unbewohnbar. Dazu kommt, dass Wetterextreme wie Dürren oder Stürme die Existenzgrundlage vieler Menschen gefährden. Die Weltbank schätzt, dass in den kommenden 30 Jahren die Zahl der Klimaflüchtlinge auf über 140 Millionen Menschen ansteigen wird. Dies destabilisiert die Weltwirtschaft und kann zu Kriegen führen. Überschreiten wir sogenannte Kipp-Punkte (engl: tipping points), so haben wir funktionierende Systeme der Natur so stark beschädigt, dass es kein Zurück mehr gibt und es oft zu negativen Rückkopplungen kommt. Dies kann innerhalb von sehr kurzer Zeit sehr dramatisch werden. Eine Studie des WWF besagt zudem, dass bis 2080 die Hälfte aller Tier-und Pflanzenarten aussterben wird.

Auch in der Schweiz und Köniz wird der Klimawandel zu spüren sein. Im Jahr 2018 war der heisseste je gemessene Sommer in der Schweiz. Der diesjährige Juli der heisseste in Europa und der ganzen Welt.
Hitzeperioden, und Hochwasser stellen auch die Könizer Menschen vor Herausforderungen.

Der Klimawandel ist also nicht ein bloßes Umweltproblem: Er betrifft die Wirtschaft, die Sicherheit, den Naturschutz, sowie den Frieden und das Überleben der Menschen. Die Lösung dieses Problems kann nicht allein durch die Eigenverantwortung Einzelner erreicht werden. Es braucht auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene einen umfassenden und tiefgreifenden Wandel, um dieser drohenden Katastrophe konsequent entgegenzuwirken!

Die Gemeinde Köniz soll als gutes Beispiel vorangehen und ihren Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise leisten.

3098 Köniz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2019-08-21 20:32:12 +0200

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2019-08-19 21:40:41 +0200

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2019-08-19 13:27:56 +0200

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