Tipps und Tricks für erfolgreiche Kampagnen


Auf dieser Seite haben wir für Dich Tipps für erfolgreiche Kampagnen zusammengestellt. Hier findest Du Infos zu folgenden Themen:

      1. Petition starten
      2. Petition verbreiten und Unterschriften sammeln
      3. Unterstützer/innen auf dem Laufenden halten und in Deine Kampagne einbinden
      4. Pressearbeit und Aktionen
      5. Unterschriften überreichen
      6. Was mache ich, wenn der/die Empfänger/in meiner Petition nicht reagiert?

1. Petition starten

Eine ACT-Petition ist mit wenigen Klicks online:

1. Gib den Text Deiner Petition ein sowie den/die Empfänger/in und eine kurze Begründung.

2. Anschliessend kannst Du Deinen Texte überprüfen und - wenn Du möchtest - bearbeiten.

3. Wenn Du zufrieden bist, kannst Du Deine Petition mit einem Klick veröffentlichen. Direkt nach der Veröffentlichung ist Deine Petition online und Du kannst damit beginnen, sie zu verbreiten!

Hier noch ein paar Tipps, wie Du Deine Petition am besten formulierst:

Der Titel der Petition fasst in wenigen Worten zusammen, was Du erreichen möchtest. Halte den Titel möglichst kurz und aussagekräftig. Er ist das erste, was Menschen von Deiner Petition sehen.

Der/die Empfänger/in der Petition ist die Person, in deren Macht es liegt, Deine Forderungen zu erfüllen. Das kann, muss aber nicht unbedingt die Person sein, die formal über Dein Anliegen entscheidet. Vielleicht gibt es eine Person, die ebenfalls an der Entscheidung beteiligt ist oder ein Veto einlegen kann, und offener für Deine Argumente ist? Wende Dich möglichst nur an eine oder einzelne, konkrete Personen - allgemeine Adressaten wie „der Bundesrat“ sind wenig sinnvoll, da sich am Ende niemand zuständig fühlt.

Deine Forderung beschreibt, was Du mit Deiner Petition erreichen möchtest. Formuliere Deine Forderung am besten kurz als Brief an den/die Empfänger/in Deiner Petition (z.B. “Sehr geehrte Frau Sozialvorsteherin, setzen Sie sich für mehr subventionierte Krippenplätze in Genf ein!”). Je konkreter Du Deine Forderung fasst, desto besser.

Beschreibe in einer kurzen Begründung das Problem und warum das Thema wichtig ist. Hier kannst Du Argumente bringen und zum Beispiel Webseiten mit weiteren Informationen oder Zeitungsartikel zum Thema verlinken. Schreibe so, dass auch Menschen, die das Thema nicht kennen, Dein Anliegen verstehen. Stell Dir dafür zum Beispiel vor, Du schilderst einem Freund oder einer Freundin Dein Anliegen. Schreibe gerne auch dazu, was Dich persönlich bewegt hat, die Petition zu starten. Schreibe keinen Roman, sondern konzentriere Dich auf die wichtigsten Argumente und Fakten.

Zusätzlich kannst Du zu Deiner Petition ein Bild hinzufügen. Damit ist Deine Petition wesentlich sichtbarer, wenn sie zum Beispiel auf Facebook geteilt wird. Am einfachsten ist es, wenn Du ein eigenes Foto verwendest. Wenn Du ein Foto aus dem Internet verwenden willst, musst Du darauf achten, dass es lizenzfrei ist oder unter einer CreativeCommons-Lizenz (CC-Lizenz) steht und weiterverwendet werden darf. Hier findest Du eine Liste von Datenbanken, die Du nach Bildern und Inhalten mit CC-Lizenz durchsuchen kannst.

Nach oben

2. Petition verbreiten und Unterschriften sammeln

Wenn Deine Petition online ist, geht es jetzt darum, so viele Unterschriften wie möglich zu sammeln. Dabei zählt nicht immer allein die absolute Anzahl der Unterschriften: Je nach Thema können auch schon 300 Unterschriften ausreichend für Aufmerksamkeit sorgen, zum Beispiel bei einer lokalen Petition zu einem Problem in Deinem Quartier.

Hier sind ein paar Tipps, über welche Wege Du Deine Petition verbreiten kannst:

Schick eine E-Mail an Freund/innen, Familie und Bekannte und bitte sie, Deine Petition zu unterschreiben und weiter zu teilen. Je mehr Leute Du anschreibst, desto besser. Du wirst überrascht sein, wie viele Menschen Interesse an Deinem Thema haben werden.

Facebook ist ein einfacher und schneller Weg, viele Menschen über Deine Petition zu informieren. Mit einem einzigen Klick können Menschen Deine Kampagne weiter teilen und verbreiten. Mit einem Post auf Facebook setzt Du so einen Schneeballeffekt in Gang: Auf jede Person, die auf "Teilen" klickt, kommen im Schnitt 100 Leute, die Deine Kampagne sehen.

Du kannst Freund/innen und Bekannte auch mit einer persönlichen Facebook-Nachricht bitten, Deine Petition zu unterzeichnen und zu teilen, oder die Petition in Gruppen oder auf Seiten teilen, die Interesse an Deinem Thema haben könnten. Poste regelmässig Updates zu Deiner Petition auf Deiner Facebookseite, um Deine Freund/innen auf dem Laufenden zu halten (und Leute zu erreichen, die die vorherigen Posts verpasst haben). Du kannst Deine Petition ganz einfach teilen, indem Du auf den Facebook-Button auf Deiner Petitionsseite oder im Verwalten-Bereich klickst.

Teile Deine Petition auf Twitter. In 140 Zeichen kannst Du dort Deine Kampagne auf den Punkt bringen. Twitter ist schnelllebig, twittere den Link zu Deiner Petition also ruhig öfter. Auch kleine Infos sind immer eine Twitter-Meldung wert. Verwende Hashtags - ein #-Zeichen vor einem Wort, das in Diskussionen über Dein Thema oder verwandte Themen verwendet wird.

Wenn Du schon ein paar Unterschriften gesammelt hast, kannst Du diesen Menschen eine Nachricht schreiben und sie bitten, die Petition zu verbreiten. Nachrichten an Deine Unterstützer/innen kannst Du direkt über ACT im Bereich “Email supporters” schicken. Dort findest Du auch Vorlagen, die Du anpassen und verwenden kannst.

Poste den Link zu Deiner Petition in einem Kommentar unter verwandten Nachrichten oder Blog-Beiträgen – Nachrichten und Blogs werden zum Teil sehr viel gelesen, so dass Du darüber viele Menschen erreichen können.

Bitte Initiativen oder Organisationen, die zu Deinem oder einem ähnlichen Thema arbeiten, Deine Petition zu verbreiten, zum Beispiel auf ihren Facebook-Seiten, der Homepage oder über ihre Newsletter.

Neben den vielen Möglichkeiten, Deine Petition online zu verbreiten, kannst Du auch “offline” Unterschriften sammeln. Über den Menüpunkt “Sammeln - Vordruck herunterladen” im Verwalten-Bereich Deiner Petition kannst Du einen Vordruck herunterladen, ausdrucken und vervielfältigen. Anschliessend kannst Du zum Beispiel im Freundes- und Bekanntenkreis sammeln oder Listen in Deinem Hausflur, im Sportverein oder im Supermarkt auslegen – Dir fallen bestimmt geeignete Orte ein!

Du kannst auch Unterschriften auf Märkten und belebten Plätzen sammeln, einen Infostand anmelden, oder die Listen in anderen Gruppen verteilen, die zu Deinem Thema arbeiten. Sobald Du einige Unterschriften auf Papier zusammen haben, kannst Du sie im Verwalten-Bereich Deiner Petition über ein Web-Formular zu Deiner Online-Sammlung hinzufügen.

Wichtig: Da bei ACT die Unterschriften über die Email-Adresse gezählt werden, wird diese Angabe benötigt, damit die Unterschriften zur Online-Sammlung dazu gezählt werden können.

Nach oben

3. Unterstützer/innen auf dem Laufenden halten und in Deine Kampagne einbinden

Schicke den Unterstützer/innen Deiner Petition regelmässig Nachrichten mit Updates – so hältst Du das Interesse an Deiner Kampagne wach und Menschen sind motivierter, sich weiter für Deine Kampagne zu engagieren. Du kannst zum Beispiel über bereits erreichte Unterschriften informieren, über politische Entwicklungen berichten oder zu Aktionen einladen. Nachrichten kannst Du direkt über act.campax.org im Bereich “Nachricht versenden” schicken. Dort findest Du auch Vorlagen, die Du anpassen und verwenden kannst.

Im Team geht vieles besser als alleine. Lade doch die Unterzeichner/innen Deiner Petition zu einem Planungstreffen ein und besprecht die nächsten Schritte Deiner Kampagne gemeinsam! Das geht vor Ort, aber auch virtuell, zum Beispiel über Skype oder GoogleHangout. Du kannst zum Beispiel einen Infostand organisieren, um weitere Unterschriften zu sammeln, eine medienwirksame Aktion organisieren, oder die Übergabe der Unterschriften gemeinsam planen.

Nach oben

4. Pressearbeit und Aktionen

Insbesondere lokale Zeitungen sind immer an Geschichten aus der Region interessiert – egal, ob es sich bei Deiner Kampagne um ein lokales, regionales oder nationales Thema handelt. Kontaktiere die Redaktion Deiner Lokal- oder Regionalzeitung und berichte von deinem Anliegen. Was motiviert Dich und Deine Unterstützer/innen?

Du kannst auch einen Leserbrief an die Redaktion schicken und um Abdruck bitten. Am ehesten werden Leserbriefe abgedruckt, wenn sie sich auf einen konkreten, aktuellen Artikel der Zeitung beziehen, bildhaft und lebendig geschrieben sind und zugespitzt aber höflich formuliert sind.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen sind ein gutes Mittel, um Deine Kampagne bekannt zu machen. Falls Du eine Aktion oder Unterschriftenübergabe planst, solltest Du immer auch die Presse informieren, damit diese berichten kann. Wichtig: Aktionen und Infostände müssen rechtzeitig vorher bei der zuständigen Behörde angemeldet werden.

Nach oben

5. Unterschriften überreichen

Wenn Du einige Unterschriften zusammen hast, solltest Du den/die Empfänger/in Deiner Petition kontaktieren und um einen Termin bitten, Deine Unterschriften zu überreichen. Wann der richtige Zeitpunkt für eine Übergabe erreicht ist, entscheidest Du – zum Beispiel, wenn eine bestimmte Anzahl von Unterschriften erreicht ist, oder wenn eine Entscheidung über Dein Anliegen kurz bevor steht. Im Verwalten-Bereich Deiner Petition kannst Du eine Unterschriftenliste mit den Namen und Postleitzahlen der Unterstützer/innen herunterladen und ausdrucken.

Grundsätzlich gilt: Eine persönliche Übergabe hinterlässt einen tieferen Eindruck und Du hast in der Regel mehr Zeit, Dein Anliegen zu erläutern und Deine Forderungen vorzubringen. Informiere die Unterstützer/innen Deiner Petition mit einer E-Mail über den Termin und lade sie ein, ebenfalls vorbeizukommen. Je mehr engagierte Menschen kommen, desto besser!

Eine Unterschriftenübergabe muss keine trockene Veranstaltung sein. Du kannst so kreativ sein, wie Du möchtest! Male zum Beispiel ein Banner, überlege Dir ein Aktionsbild mit Kostümen, oder stelle die Zahl der Unterschriften übergross dar. Das macht es auch für Zeitungen attraktiver, von der Übergabe zu berichten.

Kontaktiere die lokale oder interessierte Presse einige Tage vor dem Termin und berichte von Deinem Anliegen und der Übergabe. Schildere, warum Du die Petition gestartet hast und lade die Presse ein, von der Übergabe zu berichten. Ein Bericht in einer Zeitung macht auf Deine Kampagne aufmerksam – und erhöht den Druck auf den/die Empfänger/in Deiner Petition.

Verschicke am Tag der Übergabe eine Pressemitteilung, in der Du über die erfolgreiche Übergabe informierst. Nenne eine/n Ansprechpartner/in, an den/die sich Pressevertreter/innen für Nachfragen wenden können.

Halte die erfolgreiche Übergabe in Fotos fest. Lade sie in einer Fotogalerie hoch – und vergiss nicht, den Unterstützer/innen Deiner Petition anschliessend von der Übergabe zu berichten.

Falls Du zum Beispiel zu weit weg wohnst oder aus anderen Gründen Deine Petition nicht persönlich übergeben kannst, kannst Du die Petition und die gesammelten Unterschriften auch per E-Mail übermitteln. Schick dem/der Empfänger/in eine E-Mail von Deinem persönlichen E-Mail-Account und hänge das Petitions-PDF als Anhang an. Wenn Du keine Antwort erhältst, kannst Du telefonisch nachhaken. Nutze die Gelegenheit, Deine Forderungen und Gründe persönlich vorzubringen!

Nach oben

6. Was mache ich, wenn der/die Empfänger/in meiner Petition nicht reagiert?

Auch wenn es frustrierend sein kann: Bleib dran! Informiere die Presse mit einer Mitteilung über die Weigerung, Deine Unterschriften entgegen zu nehmen. Mobilisiere jetzt erst recht weitere Unterstützer/innen, damit Deine Kampagne weiter wächst. Sprich Initiativen oder Gruppen an, die zu Deinem oder einem ähnlichen Thema arbeiten, und schmiedet ein Kampagnenbündnis. Organisiert gemeinsam eine öffentliche Protestaktion vor dem Büro des Empfängers oder der Empfängerin Deiner Petition und bringt eure Forderungen so in die Medien. Oft kann dieser zusätzliche Druck viel bewegen.

Viel Erfolg mit Deiner Kampagne!

Dir fehlen noch Infos, Du hast noch Fragen? Melde Dich mit einer E-Mail an act@campax.org wissen.

Nach oben