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An: Alle Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, denen Braunwald und damit die Zukunft des Dorfs, des Tals und des Glarnerlands am Herzen liegt.

Braunwald darf den Skibetrieb nicht vorschnell aufgeben

Naturschnee-Zauber in Braunwald: Der Winterbetrieb ist Existenz für zahlreiche Gewerbebetriebe und bietet Arbeitsplätze für Einheimische.
Offener Brief an die Verantwortlichen der Sportbahnen Braunwald

Ein Entscheid von existenzieller Bedeutung für Braunwald

Die angekündigte Einstellung des alpinen Skibetriebs ab der Wintersaison 2026/27 bedeutet einen historischen Einschnitt für Braunwald und das ganze Glarnerland. Wir – unterzeichnende Vereine, Gruppierungen, touristische Organisationen, Gastrobetriebe und Veranstalter – können diesen Entscheid nicht mittragen. Wir möchten dazu beitragen, dass dieser Entscheid differenziert, sorgfältig und breit abgestützt geprüft wird.

Wir anerkennen, dass sich die Rahmenbedingungen verändern. Klimatische Veränderungen und die wirtschaftliche Situation der Sportbahnen machen Anpassungen notwendig. Braunwald soll offen für neue Ideen und innovative Angebote sein.

Aber schon jetzt sind die Konsequenzen der Einstellung des Skibetriebs spürbar bis ins Tal – zum Beispiel in Form von Stornierungen. Sie gefährden die Existenz vieler Betriebe und damit das ganze Dorf. Das Risiko dieses tiefgreifenden Entscheids erachten wir für die ganze Region als zu hoch. Denn das Wintergeschäft erwirtschaftet nach wie vor wichtige Erträge.

Die Jahresrechnungen der Sportbahnen Braunwald der vergangenen Jahre zeigen, dass das Problem nicht primär bei fehlenden Schneefällen, zu warmen Wintertemperaturen und damit einhergehend fehlenden Einnahmen liegt. Die Verkehrserträge blieben über längere Zeit vergleichsweise stabil. Das Hauptproblem liegt vielmehr auf der Kostenseite. Insbesondere die Personal- und Betriebskosten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen.

Bevor ein für Braunwald derart weitreichender und kaum umkehrbarer Entscheid umgesetzt wird, braucht es Transparenz, eine ehrliche Aufarbeitung und die sorgfältige, breit abgestützte Prüfung langfristig tragfähiger Alternativen.

Tragfähige Alternativen verantwortungsvoll prüfen
Eine mögliche Perspektive könnte ein reduzierter Skibetrieb mit weniger Anlagen, tieferen Fixkosten und einer breit abgestützten Trägerschaft bieten. Erste Berechnungen zeigen, dass ein schlanker Betrieb grundsätzlich finanzierbar sein könnte. Die grösste Herausforderung liegt weniger im laufenden Betrieb als bei den notwendigen Investitionen und der künftigen Trägerschaft. Diese und weitere Varianten müssen jetzt seriös und unabhängig geprüft werden.

Denn der Skibetrieb ist für Braunwald weit mehr als ein Angebot der Sportbahnen. Von ihm hängen Hotellerie, Gruppenunterkünfte, Gastronomie, Detailhandel, Gewerbe, Veranstaltungen, Skischule, Ferienwohnungen ab. Der Skibetrieb trägt zu Arbeitsplätzen und einem lebendigen Glarus Süd bei. Auch die Attraktivität Braunwalds als Wohn- und Geschäftsort, die Zukunft der Schule und die Perspektiven der Landwirtschaft und der Alpkorporationen sind eng mit einem ganzjährig funktionierenden Tourismus verbunden.

Ein starkes Sommerangebot bleibt für Braunwald wichtig und soll weiterentwickelt werden. Es kann den Schneesporttourismus und seine wirtschaftliche Bedeutung für Braunwald und den ganzen Kanton Glarus jedoch zumindest vorläufig nicht vollständig ersetzen.

Wir erwarten breit abgestützte Lösungen für die Zukunft
Wir bitten die Verantwortlichen der Sportbahnen,

●       vorerst auf irreversible Rückbauentscheide zu verzichten, solange tragfähige Alternativen noch nicht geprüft sind. Ein Rückbau schafft Fakten, die nicht nur den künftigen Skibetrieb, sondern auch die Entwicklung neuer Sommerangebote einschränken können;

●       das Braunwalder Gewerbe und die beteiligten Organisationen in der Region, die Bevölkerung, die Ferienhausbesitzenden und die Gäste in den Zukunftsprozess einzubeziehen;

●       Varianten eines reduzierten, langfristig finanzierbaren und flexiblen Skibetriebs sorgfältig zu identifizieren und zu prüfen;

●       gemeinsam mit möglichen Investoren und einer breit abgestützten neuen Trägerschaft nach tragfähigen Lösungen und neuen innovativen Angeboten zu suchen.

Diese Reihenfolge ist uns wichtig: Zunächst gilt es, etwas Zeit und Handlungsspielraum zu gewinnen. Transparenz und Mitwirkung schaffen die Grundlage und breite Unterstützung für eine seriöse Prüfung von Betriebsvarianten und Trägerschaft.

Warum ist das wichtig?

Jetzt an der Umfrage teilnehmen

Zusätzlich zu diesem offenen Brief führen wir eine Umfrage zur Zukunft Braunwalds durch. Eingeladen sind alle, die in Braunwald leben, arbeiten, ein Unternehmen führen, Ferien oder einfach einzelne Tage hier verbringen, eine Ferienwohnung besitzen oder sich mit dem Ort verbunden fühlen.

Die Umfrage soll zeigen:
  • Welche Angebote sind für Braunwald wichtig?
  • Was wünschen sich Einheimische, Gäste und Ferienhausbesitzende für die Zukunft?
  • Wie gross ist die Bereitschaft, sich an einer möglichen breiteren Trägerschaft zu beteiligen?
  • Wer ist bereit, Verantwortung für die Zukunft von Braunwald mitzutragen?

Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger wird das Bild.

Hier an der Umfrage teilnehmen

Bitte nimm dir ein paar Minuten Zeit und leite die Umfrage auch an Freundinnen und Freunde, Bekannte und weitere Menschen weiter, die sich mit Braunwald verbunden fühlen.

Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

Braunwald braucht Veränderung – aber eine Veränderung, die auf nachvollziehbaren Entscheiden, sorgfältig geprüften Alternativen und einem breit abgestützten Prozess beruht. Der Skibetrieb darf nicht aufgegeben werden, bevor diese Arbeit geleistet worden ist.

Bruuwald zäme
Initiantinnen und Initianten des offenen Briefs mit Unterzeichnenden


Unterzeichnende
- Bräch Alpkorporation
- Braunwalder Landwirte/bäuerliche Organisationen Braunwalds
- Braunwald aufwärts
- Braunwaldinferno
- Dorfverein Braunwald
- Dr. med. Ernst Fasol, Linthal
- Engi Flyers
- Fridli Luchsinger, ehem. Gemeinderat Glarus Süd
- Fridli Schuler
- Fridolin Walcher, Fotograf und Ausstellungsmacher
- Fritz Schuler
- Gabi Heer
- Genossenschaft Heuerberg, Kultur-, Ferien- und Wohnhaus
- Gruppe junger Familien für die Zukunft Braunwalds: Andres Eberhard, Bettina Ledergerber, Cordelia Kreft, Matthias Wiget, Nina Marti, Marco Hirsbrunner, Nina Brunner, Thomas Gilgen, Christian Streiff, Hania Streiff, Nicola Forster, Christian Zwahlen, Beat Hofstetter, Stephanie Fischer, Thom Luz
- Hans-Heinrich Wichser
- Heinrich Schiesser, ehem. Gemeindepräsident Braunwald
- Hopstache Brewing Brothers
- Hotel Cristal Braunwald
- IG Skilift Mattwald
- Jacques Beglinger
- Kessler.Swiss
- lebeninbraunwald.ch
- PARAWORLD.CH GmbH Zürich
- Privatbesitzer der Alpkorporation Braunwald
- proNordic
- Restaurant Schweizerbund/Pizza Pasta Pierino Linthal
- Rolf und Peter Gisler
- Schneesportschule Braunwald
- Schumi-trans GmbH
- SL Schwettibergladen AG
- Skiclub Luchsingen
- Thomas Kälin, Präsident proNordic
- VAL BRAUNWALD Verein Auswärtiger Liegenschaftsbesitzer
- Verein Musikwoche Braunwald
- Vorstand Verein BSINTI Kultur
- VTB Braunwald
Braunwald, Glarus Süd, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2026-08-20 08:01:39 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2026-08-19 22:55:01 +0200

500 Unterschriften erreicht

2026-08-19 21:26:05 +0200

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2026-08-19 21:07:12 +0200

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2026-08-19 20:47:20 +0200

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2026-08-19 20:27:11 +0200

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