25 Unterschriften erreicht
An: An das Präsidium der Organisationen Demenzworld, alzheimer.ch und Podium Demenz
Sterbehilfe statt Pflege als Sparmassnahme? - Nein danke!!!

Pflege im Alter nur noch für die Reichsten? -
Sehr geehrter Herr Martin Mühlegg
Als Chefredaktor des auf Facebook viel beworbenen Blogs Demenzworld sind Sie der Meinung, dass es der arbeitenden Bevölkerung aus finanziellen Gründen nicht zuzumuten sei, dass Senioren und schwer Kranke auf Sterbehilfe verzichten.
Dies klingt im O-Ton in einem Kommentar* auf Facebook so:
„Wir können es jüngeren Generationen auch nicht zumuten, dass jeder Erwerbstätige einen Drittel oder gar die Hälfte des Unterhaltes von älteren, pensionierten Menschen bezahlen soll (…) und deshalb verstehe ich es sehr gut, wenn sich immer mehr Menschen darüber Gedanken machen, auf diesen Lebensabschnitt zu verzichten“.
Im Klartext: Sie suggerieren Ihren Lesern, an Demenz Erkrankten und deren Angehörigen, dass Sterbehilfe dem Zweck diene, niemandem mehr zur Last zu fallen und Kosten einzusparen.
Tiefer kann man moralisch kaum sinken.
Denn dieses Tun widerspricht elementarsten Menschenrechten, insbesondere dem Recht auf Leben. Und dieses gilt unabhängig der sozialen Stellung.
Ein Mensch ist kein Produktionsmittel, dem man Gift zum Sterben reicht, sobald er nichts mehr zum Bruttosozialprodukt beitragen und den Reichen in die Tasche arbeiten kann.
Wir alle haben eine Würde, die auch dann gilt, wenn wir schwach sind und Hilfe benötigen.
Unsere humanitäre Tradition fusst auf den Menschenrechten, unsere Sozialversicherungen auf dem Solidaritätsprinzip.
Sie verfügen übrigens laut Ihrem Profil auf LinkedIn über keine Ausbildung im Bereich Medizin/Soziales - dafür über viel Einfluss im Bereich der Publikationen zu Demenz.
Nebst Ihrer Funktion als Chefredaktor bei Demenzworld sind Sie seit 7 Jahren Chefredaktor bei alzheimer.ch und seit 15 Jahren Präsident des Vereins Podium Demenz. Ihre Aussagen erreichen somit sehr viele Personen und haben dementsprechendes Gewicht.
Wer eine solche „Motivation“ zur Inanspruchnahme der Sterbehilfe liest im Moment, da er neu an Demenz erkrankt ist und Angst hat vor dem geistigen Verfall, der auf ihn zukommt, kann durchaus seinen Lebenwillen verlieren und im schlimmsten Fall auf Suizid zurückgreifen. Doch auch für dies haben Sie, Herr Mühlegg, einen passenden Tipp parat.
„Man sterbe auch für andere“ schreiben Sie andernorts, was bedeute, dass man sich zum Beispiel nicht vor den Zug werfen oder mit einer Pistole erschiessen soll. Dies traumatisiere andere. Zynischer geht es nimmer!
Wir protestieren aufs Äusserste gegen diese Machenschaften und werden Demenzworld und den anderen vorgenannten Organisationen auf unseren Facebookpräsenzen keine Reichweite mehr geben.
Wer sich wirklich für Demente einsetzen will, möge dafür kämpfen, dass sie eine würdige Pflege und Betreuung erhalten.
Wer sich wirklich für Demente einsetzen will, möge dafür kämpfen, dass sie eine würdige Pflege und Betreuung erhalten.
Erst wenn dies der Fall ist, kann im Bezug auf Sterbehilfe wirklich von einer freien Entscheidung gesprochen werden.
Freundliche Grüsse
Forum der Armutsbetroffenen Schweiz
Das Forum der Armutsbetroffenen Schweiz ist eine soziale Aktion der IG Integration Jetzt Basel.
Website: https://integration-jetzt.jimdofree.com/
Freundliche Grüsse
Forum der Armutsbetroffenen Schweiz
Das Forum der Armutsbetroffenen Schweiz ist eine soziale Aktion der IG Integration Jetzt Basel.
Website: https://integration-jetzt.jimdofree.com/
*)
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Warum ist das wichtig?
Bitte unterzeichnet und teilt diesen Protestbrief, den wir an die obigen Organisationen senden werden.
Das Forum der Armutsbetroffenen Schweiz bezieht weder Spenden noch Subventionen und wird nur von Freiwilligen betrieben.
Wir verfügen deshalb nicht über grosse Werbebudgets.
Menschen mit Demenz haben es verdient, einfühlsam und professionell so betreut zu werden, dass ihr Wohlbefinden gestärkt wird und sie sich geborgen und gut aufgehoben fühlen. Ihnen zu suggerieren, dass sie zu viel kosten und die Sterbehilfe eine Lösung dafür sei, ist absolut verwerflich und unwürdig.
Menschen mit Demenz haben es verdient, einfühlsam und professionell so betreut zu werden, dass ihr Wohlbefinden gestärkt wird und sie sich geborgen und gut aufgehoben fühlen. Ihnen zu suggerieren, dass sie zu viel kosten und die Sterbehilfe eine Lösung dafür sei, ist absolut verwerflich und unwürdig.
Wie die Unterschriften übergeben werden
Elektronisch