An: Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, BAG-Direktorin Anne Lévy und das Parlament
Mehr Transparenz fĂĽr eine bessere Gesundheit: Wir fordern den Nutri-Score!

français - italiano - Gesamtzahl Unterschriften aller Sprachversionen
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Als die Migros im Mai 2024 ihre Entscheidung bekannt gab, den Nutri-Score von ihren Produkten zu entfernen, zeigte sich eine Gruppe von Ärzt*innen sehr besorgt über diesen Rückschritt im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Am 18. März 2025 wurde ein offener Brief veröffentlicht, in dem die Beibehaltung des Nutri-Score gefordert wurde. Sie sammelte 350 Unterschriften von Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie von mehreren Verbänden: der Vereinigung der Ärzte des Kantons Genf (AMGe), der Fédération Romande des Consommateurs (FRC), der Vereinigung der Medizinstudenten von Genf (AEMG), der Alliance Santé Planétaire (ASP) sowie der Engagés pour la santé. Die Petition fand auch in den Medien grosse Beachtung. Infolge dieser Welle reichte der Abgeordnete Jean Marc Guinchard am 21. März 2025 eine dringende Motion beim Genfer Grossen Rat ein, in der er die obligatorische Einführung des Nutri-Score in Genfer Geschäften forderte, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Die Motion wurde angenommen und der Staatsrat muss innerhalb von 6 Monaten antworten.
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Als die Migros im Mai 2024 ihre Entscheidung bekannt gab, den Nutri-Score von ihren Produkten zu entfernen, zeigte sich eine Gruppe von Ärzt*innen sehr besorgt über diesen Rückschritt im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Am 18. März 2025 wurde ein offener Brief veröffentlicht, in dem die Beibehaltung des Nutri-Score gefordert wurde. Sie sammelte 350 Unterschriften von Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie von mehreren Verbänden: der Vereinigung der Ärzte des Kantons Genf (AMGe), der Fédération Romande des Consommateurs (FRC), der Vereinigung der Medizinstudenten von Genf (AEMG), der Alliance Santé Planétaire (ASP) sowie der Engagés pour la santé. Die Petition fand auch in den Medien grosse Beachtung. Infolge dieser Welle reichte der Abgeordnete Jean Marc Guinchard am 21. März 2025 eine dringende Motion beim Genfer Grossen Rat ein, in der er die obligatorische Einführung des Nutri-Score in Genfer Geschäften forderte, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Die Motion wurde angenommen und der Staatsrat muss innerhalb von 6 Monaten antworten.
Mit dieser Petition fordern wir dieses Mal Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, BAG-Direktorin Anne Lévy sowie das Parlament auf, die Anzeige des Nutri-Score in den Lebensmittelregalen der gesamten Schweiz verbindlich vorzuschreiben, um den Verbraucher*innen ein Instrument zur Eindämmung der Epidemie chronischer Krankheiten an die Hand zu geben.
Warum ist das wichtig?
Der Nutri-Score wird auf Lebensmitteln aufgedruckt und soll die Verbraucher*innen bei ihrer Auswahl zu gesünderen Lebensmitteln leiten und die Hersteller dazu bewegen, auf den Zusatz von Zucker, Fett und Salz in gesundheitsschädlichen Mengen zu verzichten. 43 % der Schweizer Bevölkerung waren bei der letzten Volkszählung im Jahr 2022 übergewichtig oder fettleibig, und der Anteil steigt weiter an. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese Entwicklung in direktem Zusammenhang mit falschen Ernährungsgewohnheiten steht und dass sie zu einer Zunahme der Zahl der fettleibigen Kinder und Erwachsenen (60 % der Betroffenen bis 2050; 30 % bei Kindern), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Depressionen, Diabetes, Arthrose und bestimmten Krebsarten führt. Neben dem persönlichen Leid, das diese chronischen Krankheiten verursachen, wirken sich diese Folgen auf die Kosten des Gesundheitssystems aus und verursachen gleichzeitig eine besorgniserregende Umweltbelastung. Es ist dringend erforderlich, dass das Gesundheitsamt der Bevölkerung Instrumente an die Hand gibt, um ihre Ernährungsentscheidungen zugunsten einer gesünderen Ernährung zu beeinflussen.
Der Nutri-Score ist das bisher wissenschaftlich am besten untersuchte Instrument. Er wurde von sieben europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Spanien und Schweiz) übernommen und wird regelmässig von Forschenden aktualisiert, um den wissenschaftlichen Fortschritten in der Ernährung Rechnung zu tragen.
Der Nutri-Score ermöglicht es, auf einen Blick die weniger ungesunden Lebensmittel innerhalb einer Lebensmittelkategorie zu erkennen. Indem er die Wahl gesunder Lebensmittel fördert, trägt er dazu bei, die Epidemie chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Arthrose, Depressionen und bestimmter Krebsarten einzudämmen. Laut einer Analyse der OECD würde die Einführung des Nutri-Score auf europäischer Ebene bis 2050 zu einer Verringerung von 2 Millionen chronisch Kranken führen. Seine Einführung in der Schweiz würde in erster Linie das Leid vieler Menschen verringern. Sie würde auch dazu beitragen, die Umweltauswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten zu reduzieren und könnte zusätzlich sogar die Kosten unseres Gesundheitssystems senken.
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Quelle: „Why the european commission must choose the nutri-score nutrition label - a public health tool based on rigorous scientific evidence - as the harmonized mandatory nutrition label for europe“, EU Scientist and Health Professionals for Nutriscore.
Wie die Unterschriften ĂĽbergeben werden
Wir werden einen Termin in Bern mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sowie mit der Direktorin des BAG, Frau Lévy, vereinbaren.