An: Schweizer Bundesbehörden

Für ein Solidaritätsbrieren der hohen Bundeslöhne angesichts der Prekarität in der Schweiz



​In der Schweiz belasten die Inflation und die Explosion der unverzichtbaren Fixkosten (insbesondere die Krankenkassenprämien und die Mieten) die Kaufkraft von Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen erheblich.

​Derzeit schützen automatische Indexierungsmechanismen die höchsten Vergütungsstufen des öffentlichen Dienstes und der Bundesbehörden vor der Teuerung, was die Kluft zu den bescheidenen Einkommen weiter vergrössert. Um eine nationale Solidaritätsleistung in Zeiten wirtschaftlicher Spannungen zu gewährleisten, ist eine Aussetzung dieser automatischen Privilegien unerlässlich.

​Während viele Bürgerinnen und Bürger in ihrer täglichen Haushaltsführung strikte Abstriche machen müssen, um die steigenden Krankenkassenprämien und Fixkosten zu bewältigen, ist es notwendig, dass der öffentliche Dienst ein klares Signal der lohnpolitischen Mässigung setzt.


​Wir fordern die zuständigen Behörden auf, folgende Massnahmen zu prüfen:

  1. Streichung von Erhöhungen und Einfrieren von Vorteilen: Die sofortige und endgültige Aufhebung jeglicher lohnwirksamen Indexierung für Spitzenbeamte und Bundesbehörden sowie ein striktes Einfrieren ihrer Zulagen und Nebenleistungen.
  2. Budgetäre Umverteilung der so eingesparten Ressourcen, um die Kaufkraft von Rentnern und Bezügern niedriger Einkommen zu stärken, die von der Teuerung am stärksten betroffen sind.
  3. Indexierung nach realen Kosten: Eine systematische Anpassung der Invalidenrenten (IV) und der Mindestlöhne an die reale Entwicklung der Lebenshaltungskosten, unter Ausschluss jeglicher Nullrunden bei Inflation. Die Berechnung des offiziellen Teuerungsindexes muss modernisiert werden, um die tatsächliche und konkrete Belastung bescheidener Budgets (KVG-Prämien, Energiekosten und Güter des täglichen Bedarfs) realitätsnah abzubilden.

Warum ist das wichtig?

Die wirtschaftliche Stabilität unseres Landes beruht auf dem Prinzip der Fairness und der gemeinsamen Verantwortung. Angesichts der allgemeinen Erhöhung der Lebenshaltungskosten schützen die aktuellen automatischen Indexierungsmechanismen in erster Linie die Kaufkraft der höchsten staatlichen Einkommen, während der offizielle Index die realen und unvermeidbaren Kosten, die einkommensschwache Haushalte erdrücken, unterschätzt.

​Das Unterzeichnen dieser Petition bedeutet, die konsequente Durchsetzung eines strikten Gerechtigkeitsprinzips einzufordern: Keine Indexierung der höchsten Bundeseinkommen mehr, solange die Kaufkraft der schwächsten Einkommen dieses Landes nicht strukturell geschützt und garantiert ist.

​Ermöglichen wir es unseren Institutionen, mit den wirtschaftlichen Realitäten der Bevölkerung verbunden zu bleiben. Verleihen Sie dieser Botschaft der Verantwortung Nachdruck: Unterzeichnen und teilen Sie diese Petition.