50 Unterschriften erreicht
An: Herr Bundesrat Beat Jans, Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD)
Deepfakes & Digitale Gewalt: Herr Bundesrat Jans, schützen Sie uns!

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Sehr geehrter Herr Bundesrat Jans
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Sehr geehrter Herr Bundesrat Jans
“Digitale Vergewaltigung” mit KI-gefälschten Bildern und imitierten Stimmaufnahmen: Der digitale Missbrauch über Deepfakes, von dem aktuell die Schauspielerin Collien Fernandes berichtet, wühlt auf.(1) Denn er ist kein Einzelfall und zeigt: es ist höchste Zeit zu Handeln!
Der Bundesrat hat zwar ein neues Gesetz über Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen entworfen, welches erste Pflichten wie Meldeverfahren und Transparenzvorgaben vorsieht. Doch dieser Gesetzesentwurf ist weit davon entfernt, Opfer wirksam zu schützen. Er beinhaltet keine expliziten Schutzmassnahmen für Kinder vor sexualisierter Gewalt oder gegen Missbrauch über Deepfakes wie Collien Fernandes berichtet.
Dieses Versäumnis darf nicht weitergehen! Wir bitten Sie eindringlich: Sorgen Sie für griffige Gesetze, die Kinder und Erwachsene konsequent vor digitaler Gewalt bewahren. Machen Sie Ihren Einfluss geltend, damit der Bundesrat die Anbieter von Social Media, KI und Suchmaschinen gesetzlich verpflichtet, die Verbreitung illegaler und krimineller Inhalte zu stoppen. Was offline illegal ist, muss auch online verboten sein! Es braucht explizite, weitreichende Schutzmassnahmen und eine glasklare rechtliche Handhabe gegen den Missbrauch durch Deepfakes. Wir zählen auf Sie, Herr Bundesrat Jans!
Warum ist das wichtig?
Stellen Sie sich vor, Sie wachen auf und das Internet ist voll von täuschend echten, pornografischen Bildern von Ihnen - obwohl Sie diese Fotos nie gemacht haben. Genau von diesem Albtraum der “digitalen Vergewaltigung” durch KI-generierte Deepfakes berichtet aktuell die Schauspielerin Collien Fernandes. Der Schmerz und die Zerstörung des eigenen Rufes sind für die Betroffenen kaum zu ertragen. Doch sie ist kein Einzelfall. Auch Kinder sind digitalem Missbrauch ausgeliefert. Mädchen und Buben werden mit Deepfakes für pädokriminelle Inhalte missbraucht oder sind grausamem Cybermobbing ausgesetzt, oft auch mittels gefälschter Bilder.
Die Tech-Giganten schauen bei illegalen Machenschaften oft weg oder profitieren sogar davon. Während Meta - die Firma von Facebook und Instagram - allein 2024 rund 16 Milliarden US-Dollar mit Betrugsanzeigen verdiente (2) und unsere Demokratie durch gezielte Desinformationskampagnen angegriffen wird, bleiben die Opfer auf sich allein gestellt. Nur 3 Minuten dauert es im Schnitt, bis ein Kind in Chat- oder Gameforen eindeutig anzügliche Avancen über sich ergehen lassen muss (3). Diese Täter handeln in viel zu grosser Sicherheit, weil die Onlinewelt noch immer zu oft ein rechtsfreier Raum ist, in dem Profit über Menschenleben steht.
Der Bundesrat ist in der Verantwortung, rasch zu handeln. Deepfakes werden immer echter, KI entwickelt sich schneller und Täter werden raffinierter. Online-Kriminalität muss von den Anbietern aber nicht aktiv unterbunden werden. Das geht nicht! Die Verbreitung von Inhalten, die sexualisierte Gewalt enthalten, zu Gewalt anstiften oder Gewalt verherrlichen, muss verhindert und die Bevölkerung vor Cyberkriminalität geschützt werden.
Helfen Sie mit einem Klick!
Ihre Unterschrift macht den Unterschied. Wir haben ein Recht auf eine sichere digitale Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen, bevor noch mehr Leben durch Deepfakes und Cybermobbing zerstört werden. Unterzeichnen Sie jetzt diese Petition!
¹ www.spiegel.de/spiegel/print/index-2026-13.html
¹ www.spiegel.de/spiegel/print/index-2026-13.html
2 Reuters, Nov. 2025: Meta is earning a fortune on a deluge of fraudulent ads
3 Kinderschutz Schweiz, 2024: www.kinderschutz.ch/uber-uns/medienmitteilungen/cybersexualdelikte-sextortion