An: Peter Knäbel, Sandro Stroppa, Zentralvorstand und Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fussballverbands (SFV)
Stopp dem Rassismus im Schweizer Fussball. Der SFV muss Verantwortung übernehmen.
Rassismus hat im Schweizer Fussball keinen Platz. Dennoch zeigen dokumentierte Vorfälle: Er wird zu oft nicht klar, nicht transparent und ohne konsequenten Schutz für Betroffene angegangen.
Spieler*innen und Betroffene müssen klaren Schutz, verbindliche Regeln und spürbare Konsequenzen erwarten können. Der SFV muss daher grundlegend und systematisch reformieren, wie er mit rassistischen Vorfällen umgeht. Er muss wirksamen Schutz für Betroffene garantieren, transparente Verfahren einführen, verbindliche Regeln durchsetzen und spürbare Sanktionen verhängen.
Keine Ausreden mehr - Rassismus im Schweizer Fussball muss endlich gestoppt werden.
Unsere konkreten Forderungen an den SFV sind:
1. Verbindliches Interventionsprotokoll bei rassistischen Vorfällen
Der SFV schreibt ein einheitliches, transparentes und verpflichtendes Vorgehen bei rassistischen Vorfällen vor. Das UEFA-Drei-Stufen-Modell wird in allen Ligen und Wettbewerben angewendet. Bei einem Vorfall stoppen die Schiedsrichter*innen das Spiel und machen eine Durchsage, die zur sofortigen Beendigung des rassistischen Verhaltens auffordert. Wiederholt sich das Verhalten, wird das Spiel erneut gestoppt, die Teams gehen für 10 Minuten in die Kabinen und eine weitere Durchsage erfolgt. Hält das Verhalten weiterhin an, ist das Spiel sofort abzubrechen. Dieses Vorgehen ist zwingend und darf nicht dem Ermessen einzelner Personen überlassen werden. Alle Vorfälle werden umfassend von Schiedsrichter*innen und Vereinen rapportiert. Verfügbare Beweismittel wie z.B. Videoaufnahmen werden berücksichtigt.
2. Lückenlose und transparente Aufarbeitung aller rassistischen Vorfälle
Der SFV stellt sicher, dass jeder rassistische Vorfall vollständig, unabhängig, zeitnah und nachvollziehbar untersucht wird. Er legt offen, welche Abklärungen vorgenommen wurden, welche Fakten festgestellt wurden und wie Entscheide zustande kamen. Die Öffentlichkeit wird in angemessener Form - und unter Wahrung des Persönlichkeitsschutzes - über Ergebnisse und Konsequenzen informiert. Rassismus darf weder relativiert, bagatellisiert noch ausschliesslich intern behandelt werden.
3. Klare und abschreckende Sanktionen gegen Vereine und Einzelpersonen
Der SFV führt ein schweizweit einheitliches, verbindliches und öffentlich zugängliches Sanktionsreglement ein. Funktionär*innen, Vereinsmitglieder, Zuschauer*innen und Spieler*innen, die sich rassistisch verhalten, werden durch sofortiges Eingreifen konsequent sanktioniert. Die Sanktionen sind in einem transparenten Reglement klar betragsmässig festgelegt, müssen für die Täter*innen spürbar sein und eine abschreckende Wirkung entfalten. Dazu zählen hohe Geldstrafen, Punktabzüge sowie weitere sportliche Massnahmen wie Spielsperren oder Geisterspiele. Entscheide über Sanktionen sind nachvollziehbar zu begründen und öffentlich zu kommunizieren.
4. Verpflichtende und regelmässige Schulungen für Schiedsrichter*innen
Rassismusprävention wird ein verbindlicher Bestandteil der Schiedsrichter*innenausbildung. Alle Schiedsrichter*innen nehmen regelmässig an verpflichtenden Weiterbildungen teil. Diese Schulungen vermitteln klare Standards zur Erkennung von rassistischem Verhalten, zu sofortigen Interventionsmöglichkeiten und zu den rechtlichen Grundlagen. Einheitliche Regeln gelten in allen Ligen und Wettbewerben. Die Schulungen werden durch Anti-Rassismus Expert*innen unterstützt.
5. Verbindliche Präventionsprogramme als Lizenz Voraussetzung
Der SFV verpflichtet alle Vereine sämtlicher Ligen und Wettbewerbe, verbindliche Antidiskriminierungs- und Präventionsprogramme umzusetzen. Die Teilnahme und nachweisbare Umsetzung dieser Programme sind zwingende Voraussetzung für die Erteilung und den Erhalt einer Lizenz. Diese Programme sollen Spieler*innen und Vereinsmitglieder vor Rassismus und Diskriminierung schützen. Gleichzeitig geben sie den Vereinen klare Standards und Handlungssicherheit: Sie wissen, wie Vorfälle zu behandeln sind, wie Verantwortlichkeiten verteilt sind und wie Meldungen erfolgen müssen.
Die Programme umfassen mindestens:
Jährlich durchgeführte Schulungen für Spieler*innen, Trainer*innen und Funktionär*innen, einen schriftlich anerkannten Verhaltenskodex sowie ein dokumentiertes Präventionskonzept mit klar definierten Zuständigkeiten, Meldewegen und Interventionsabläufen.
Alle Vorfälle müssen dokumentiert und dem Verband gemeldet werden. Die Umsetzung wird jährlich vom SFV überprüft. Vereine, die die Mindestanforderungen nicht erfüllen, erhalten keine Lizenz. Dies dient als verbindlicher Schutz für die Betroffenen, die Vereinsleitung und den Club selbst. Durch diese klare, strukturierte Umsetzung werden Konflikte frühzeitig erkannt, Vorfälle konsequent bearbeitet und sowohl Betroffene als auch Vereine geschützt.
Jährlich durchgeführte Schulungen für Spieler*innen, Trainer*innen und Funktionär*innen, einen schriftlich anerkannten Verhaltenskodex sowie ein dokumentiertes Präventionskonzept mit klar definierten Zuständigkeiten, Meldewegen und Interventionsabläufen.
Alle Vorfälle müssen dokumentiert und dem Verband gemeldet werden. Die Umsetzung wird jährlich vom SFV überprüft. Vereine, die die Mindestanforderungen nicht erfüllen, erhalten keine Lizenz. Dies dient als verbindlicher Schutz für die Betroffenen, die Vereinsleitung und den Club selbst. Durch diese klare, strukturierte Umsetzung werden Konflikte frühzeitig erkannt, Vorfälle konsequent bearbeitet und sowohl Betroffene als auch Vereine geschützt.
Alle Forderungen gelten für jede Form von Diskriminierung sowie für psychische und physische Gewalt.
Was wir nicht fordern:
Keine Diskreditierung einzelner Akteur*innen und keine Sonderbehandlung. Statt Schlagzeilen fordern wir faire, unabhängige Verfahren und verbindliche Regeln, die Betroffene schützen und die Integrität des Schweizer Fussballs sichern.
Diese Petition richtet sich nicht gegen den Fussball. Sie will ihn schützen. Fairness, Respekt und Sicherheit müssen für alle gegeben sein. Besonders für Kinder und Jugendliche, die heute auf unseren Plätzen stehen und darauf vertrauen, dass Erwachsene und Institutionen Verantwortung übernehmen und sie schützen.
Warum ist das wichtig?
Warum ist das wichtig:
Rassistische Vorfälle haben im Schweizer Fussball keinen Platz. Trotzdem zeigen mehrere dokumentierte Fälle, dass der Umgang des SFV mit Rassismus Verbesserungsbedarf in bestehenden Strukturen und Verfahren erkennen lässt. Selbst bei bestätigten Vorwürfen und vorhandenen Videobeweisen bleiben die Konsequenzen oft gering. Transparente Abklärungen, unabhängige Untersuchungen und eine klare Kommunikation sind für Betroffene und Öffentlichkeit nicht immer nachvollziehbar sichergestellt.
Diese Praxis kann das Vertrauen Betroffener in den Verband untergraben und sendet ein problematisches Signal. Wer rassistisches Verhalten erlebt, kann sich alleine gelassen fühlen. Wer diskriminiert, muss kaum Konsequenzen fürchten. Symbolische Kampagnen allein reichen nicht aus. Der Kampf gegen Rassismus braucht verbindliche Regeln, klare Zuständigkeiten und konsequentes Handeln.