100 Unterschriften erreicht
An: die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG und den Stadtrat von Zürich
Gute Wohnungen aus den 1980er Jahren in Zürich-Witikon nicht aus Renditegründen abreissen!

Für die Siedlung Am Wiesliacher 81-97 mit ca. 60 Wohnungen, erbaut 1980/81, sind der komplette Abbruch und Ersatzneubauten geplant. Die Eigentümerin Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (verwaltet durch Apleona Schweiz AG) hat am 26. Juni 2026 alle unbefristeten Mietverträge gekündigt.
Wir fordern von der Zürich Versicherung:
Wir fordern von der Zürich Versicherung:
- Überprüfung des geplanten Ersatzneubaus für die gesamte Siedlung. Eine voll funktionierende, nur 45 Jahre alte Siedlung von hoher Qualität abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen, ist weder sozial noch ökologisch oder ökonomisch nachhaltig und sinnvoll. Der Neubau würde die Qualität des Ortes nicht verbessern, sondern verschlechtern. Diese Siedlung ist der falsche Ort für einen solchen Neubau.
- Sanfte Sanierung statt Kahlschlag, mit Verbleib der Bewohnerschaft.
- Sorgfältige Prüfung der Möglichkeiten von Aufstockungen, Ergänzungsbauten oder partiellen Ersatzneubauten, um eine massvolle Verdichtung zu erreichen.
- Erhalt der fairen Mieten ohne Renditemaximierung.
Falls die Vermieterin zum Verzicht auf das Abbruchprojekt nicht bereit ist:
- Garantierter Verbleib in den Wohnungen bis zum effektiven Baubeginn.
- Fortlaufende offene Kommunikation über den Projektstand.
- Bevorzugten Zugang für langjährige Mietende zu Wohnungen der Zürich Versicherung zu vergleichbaren Bedingungen und Preis-Leistungs-Verhältnissen.
- Erstellung eines Wohnungsmixes mit einem substanziellen Anteil preisgünstiger, für die heutigen Mietenden tragbaren Wohnungen.
Wir ersuchen die Stadt Zürich, ihre Rolle in diesem Prozess aktiv wahrzunehmen und insbesondere folgende Punkte zu begleiten und zu unterstützen:
- Sich aus Gründen der Nachhaltigkeit, des Städtebaus und der sozialen Gemeinschaft für den Erhalt der Siedlung und den Verbleib der hier lebenden Menschen aktiv einzusetzen.
- Einen Abbruch der Siedlung und der Bäume nicht zu bewilligen.
- Die städtebauliche Einordnung des Ersatzneubaus kritisch zu überprüfen.
- Den Mieter:innen Informationen zu den Einflussmöglichkeiten der Stadt und der Bewohner:innen auf das baurechtliche Verfahren zur Verfügung zu stellen.
- Sich im Rahmen der Möglichkeiten für die sozialverträgliche Gestaltung einzusetzen, gestützt auf die Vorgaben des „Programms Wohnen“ und die eigenen Handlungsgrundsätze der Stadt Zürich.
- Einen Kauf der Liegenschaft über den städtischen Wohnraumfonds der Stadt Zürich zu prüfen und wenn möglich umzusetzen.
Warum ist das wichtig?
Die Siedlung hat eine hohe Qualität, innenräumlich, aussenräumlich und sozial. Die Bauform mit den grossen Satteldächern vermittelt gut zur angrenzenden Landschaft und passt zur umliegenden Bebauung und nach Witikon. Die geplante Bebauung mit vier Geschossen plus Attika hat keine dieser Qualitäten und wäre Allerweltsarchitektur am sensiblen Ort.
Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird in den Broschüren von Stadt und Versicherung deutlich vertreten. Ein solches Abbruchprojekt für eine funktionierende Siedlung widerspricht ihr diametral. Soziale Zusammenhänge würden zerstört, intakte bauliche Substanz grundlos vernichtet und ökonomisch funktionierende Mietverhältnisse zugunsten eines höherpreisigen Investments aufgegeben.
Einige Bewohner:innen wohnen schon seit der Eröffnung 1981 in dieser Siedlung. Ebenso haben hier viele Familien bezahlbare, schöne und ruhige Wohnungen gefunden und schätzen die Qualität und den Ort in Witikon. Kinder und Erwachsene sind in der Umgebung mit Schulen, Vereinen etc. verwurzelt. Wohnungen mit einem ähnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis sind für die gekündeten Familien in Witikon und in Zürich kaum zu finden.
Wir fordern, dass die Versicherung und die Stadt ihrer Verantwortung und ihren eigenen Massstäben gerecht werden und das Projekt in dieser Form aufgeben.
Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird in den Broschüren von Stadt und Versicherung deutlich vertreten. Ein solches Abbruchprojekt für eine funktionierende Siedlung widerspricht ihr diametral. Soziale Zusammenhänge würden zerstört, intakte bauliche Substanz grundlos vernichtet und ökonomisch funktionierende Mietverhältnisse zugunsten eines höherpreisigen Investments aufgegeben.
Einige Bewohner:innen wohnen schon seit der Eröffnung 1981 in dieser Siedlung. Ebenso haben hier viele Familien bezahlbare, schöne und ruhige Wohnungen gefunden und schätzen die Qualität und den Ort in Witikon. Kinder und Erwachsene sind in der Umgebung mit Schulen, Vereinen etc. verwurzelt. Wohnungen mit einem ähnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis sind für die gekündeten Familien in Witikon und in Zürich kaum zu finden.
Wir fordern, dass die Versicherung und die Stadt ihrer Verantwortung und ihren eigenen Massstäben gerecht werden und das Projekt in dieser Form aufgeben.