100 Unterschriften erreicht
An: Migrationsamt des Kantons Zürich – Abteilung Asyl & Vollzug
Gebt Ilia und Dmitrii die Chance, in Sicherheit zu leben

Wir fordern das Migrationsamt des Kantons Zürich auf, das Härtefallgesuch von Ilia Ageev und Dmitrii Kiselev sorgfältig und unter Berücksichtigung ihrer gesamten persönlichen Situation zu prüfen und den Vollzug der Wegweisung bis zum Entscheid über das Härtefallgesuch auszusetzen.
Warum ist das wichtig?
Wir sind Ilia und Dmitrii, ein Paar, das seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz lebt. In diesen fünf Jahren haben wir hier unser gemeinsames Leben aufgebaut.
In Russland waren wir über all die Jahre Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt – allein aufgrund unserer sexuellen Orientierung. Trotzdem waren wir politisch aktiv und haben uns für unsere Rechte und die Rechte anderer eingesetzt. Leider waren der Hass und das politische Regime in Russland stärker. Im Jahr 2021 waren wir gezwungen, das Land zu verlassen und in der Schweiz Asyl zu beantragen.
Doch während dieser fünf Jahre haben wir nicht einfach passiv auf eine Entscheidung gewartet. Wir haben uns auf vielfältige Weise bemüht, Teil der Schweizer Gesellschaft zu werden. Wir haben Deutsch gelernt, echte Freundschaften geschlossen und enge Verbindungen zu verschiedenen Vereinen und Gemeinschaften in der Schweiz aufgebaut.
Dmitrii hat eine pädagogische Ausbildung und Berufserfahrung. Seit mehreren Jahren unterstützt er freiwillig einen Kindergarten in Zürich und begleitet dort täglich Kinder als Schulassistent.
Ilia engagiert sich seit all diesen Jahren aktiv für zahlreiche gemeinnützige Organisationen – als Fotograf sowie im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Darüber hinaus engagieren wir uns beide ehrenamtlich für viele dieser Organisationen (Regenbogenhaus Zürich, Rainbow Networks, Zürich Pride und andere).
Unser Asylgesuch wurde leider abgelehnt. Wir respektieren das Schweizer Recht und die darauf basierende Entscheidung. Gleichzeitig haben wir begründete Angst vor einer Rückkehr nach Russland – insbesondere angesichts der massiven Verschlechterung der Situation dort in den vergangenen Jahren und unserer öffentlichen Aktivitäten, unseres politischen und zivilgesellschaftlichen Engagements für Menschenrechte und insbesondere für die Rechte der LGBTQ+ Community.
Aus diesem Grund haben wir ein Härtefallgesuch eingereicht. Darin bitten wir darum, unsere persönliche Situation und unser langjähriges Leben in der Schweiz umfassend zu berücksichtigen. Besonders wichtig ist dabei auch unser tatsächlicher Grad der Integration in die Schweizer Gesellschaft. In all diesen Jahren haben wir enge soziale Beziehungen aufgebaut und zugleich konkrete berufliche Perspektiven entwickelt.
Wir glauben, dass erfolgreiche Integration und langjähriges freiwilliges Engagement für die Schweizer Gesellschaft nicht unbeachtet bleiben sollten.
Deshalb bitten wir euch, diese Petition zu unterschreiben und uns zu unterstützen. Setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen dafür, dass unsere langjährige Verbundenheit mit der Schweizer Gesellschaft und unsere persönliche Situation gehört und bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollen.