An: Ständerat
Retten wir unsere Gesundheitsdaten vor der Gesundheitslobby!

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Es geht um unsere intimsten Geheimnisse: Psychiatrie-Berichte, Krebsdiagnosen, Behandlungen oder Listen von Medikamenten. Daten, die niemanden etwas angehen ausser uns und unsere Ärzt*innen.
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Es geht um unsere intimsten Geheimnisse: Psychiatrie-Berichte, Krebsdiagnosen, Behandlungen oder Listen von Medikamenten. Daten, die niemanden etwas angehen ausser uns und unsere Ärzt*innen.
Trotzdem hat der Nationalrat beschlossen, dass der Bund künftig für alle Menschen in der Schweiz ohne vorherige Einwilligung ein zentrales elektronisches Gesundheitsdossier (E-GD) anlegt. Das ist ein direkter Angriff auf unsere Selbstbestimmung und öffnet Überwachung und Missbrauch Tür und Tor.
Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Anstatt einer riesigen Datenbank unter der Kontrolle des Bundes müssten persönlich verschlüsselte Dossiers unter der Kontrolle der betroffenen Personen geschaffen werden.
Mit aller Kraft haben wir uns ein Jahr dafür eingesetzt. Jetzt bist du unsere letzte Chance: Am 12. Oktober tagt die Gesundheitskommission des Ständerats. Gemeinsam müssen wir den Parlamentarier*innen jetzt zeigen, dass wir bei der Sicherheit unserer Gesundheitsdaten keine Kompromisse machen und die Kontrolle über unsere intimsten Daten nicht aus der Hand geben wollen. Unterzeichne jetzt die Petition:
Gesundheit darf digital werden – aber nur sicher, freiwillig und im Dienst der Menschen.
Wir fordern ein sicheres und selbstbestimmtes Gesundheitsdossier:
- Persönliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Die Daten müssen konsequent Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden. Jede Person muss die Kontrolle über die Schlüssel zu ihren persönlichen Daten behalten, dezentral und sicher verwahrt.
- Befüllung nur nach aktiver Einwilligung: Ein Dossier soll nur nach aktiver Einwilligung befüllt werden.
- Datenzugriff nur für autorisierte Personen: Niemand – auch nicht der Betreiber oder eine Gruppe privilegierter Stellen – darf sich gegen den Willen der betroffenen Personen technisch Zugang zu den Daten verschaffen können («Zero Trust»).
Warum ist das wichtig?
Dein Schlüssel. Deine Daten.
- Schutz der Grundrechte: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann Vorteile bringen, aber das darf nicht auf Kosten unserer Grundrechte passieren. Gesundheit darf digital werden – aber nur sicher, freiwillig und im Dienst der Menschen.
- Angriff auf die Selbstbestimmung: Wer seine Gesundheitsdaten künftig nicht in einem digitalen Dossier unter Bundeskontrolle wissen will, muss gemäss Bund innerhalb von 45 Tagen aktiv widersprechen. Dieses Opt-out ist ein Angriff auf die Selbstbestimmung, da sensible Daten ohne vorherige Zustimmung erfasst und zentral gespeichert werden.
- Zentrale Speicherung als Sicherheitsrisiko: Bundesrat, Parlament und die Gesundheitslobby planen eine zentrale Datenbearbeitung ohne persönliche Verschlüsselung. Eine solche zentrale Architektur birgt ein massives Risiko für Datenmissbrauch.
- Gefahr von Überwachung: Nutzer*innen erhalten nach den aktuellen Plänen keinen persönlichen Schlüssel und haben damit keine selbstbestimmte Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten. Das öffnet Missbrauch und Überwachung Tür und Tor.
- Schutz unserer intimsten Daten: Es geht um hochsensible Daten, die den allerstärksten Schutz verdienen. Sie sind so wertvoll wie deine Gesundheit.