An: Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI)
Weniger Zucker im Glas – jetzt handeln!

Wir fordern die Einführung einer schweizweiten, nach Zuckergehalt abgestuften Abgabe auf stark gezuckerte Erfrischungsgetränke.
Die Abgabe soll so ausgestaltet werden, dass Hersteller einen konkreten Anreiz erhalten, den Zuckergehalt ihrer Getränke zu reduzieren. Getränke mit wenig oder keinem zugesetzten Zucker sollen entsprechend weniger oder gar nicht belastet werden.
Die Einnahmen aus der Abgabe sollen gezielt für Gesundheitsprävention, Ernährungsbildung sowie Bewegungs- und Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche eingesetzt werden.
Setzen Sie sich dafür ein, dass die Schweiz eine wirksame Lösung nach dem Vorbild erfolgreicher Modelle aus anderen Ländern erarbeitet und umsetzt.
Warum ist das wichtig?
Zuckerhaltige Getränke gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag. Gerade Kinder und Jugendliche kommen schon früh mit sehr süssen Getränken in Kontakt und gewöhnen sich an einen hohen Süssegrad.
Dabei sind Getränke ein wichtiger Ansatzpunkt, wenn wir den Zuckerkonsum in der Schweiz reduzieren wollen. Eine nach Zuckergehalt abgestufte Abgabe kann Hersteller motivieren, ihre Rezepturen zu verbessern und weniger Zucker einzusetzen. Genau das ist entscheidend: Es geht nicht darum, einzelne Produkte zu verbieten oder Menschen vorzuschreiben, was sie trinken dürfen. Es geht darum, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.
Andere Länder zeigen, dass solche Modelle funktionieren können. Wenn Hersteller einen finanziellen Anreiz erhalten, den Zuckergehalt zu senken, werden Produkte reformuliert und zuckerärmere Alternativen attraktiver.
Davon profitieren wir alle: Konsumentinnen und Konsumenten erhalten bessere Produkte, Kinder und Jugendliche wachsen mit weniger stark gesüssten Getränken auf und langfristig kann die Gesundheitsprävention gestärkt werden.
Zusätzliche Einnahmen aus einer solchen Abgabe könnten gezielt für Ernährungsbildung, Präventionsarbeit sowie Bewegungs- und Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche eingesetzt werden.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass weniger Zucker im Glas zur Normalität wird – ohne Verbote, aber mit wirksamen Anreizen für die Hersteller.