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An: Regierungsrat Kanton Uri, Gemeinderat Andermatt, Baukommission Andermatt

Muni Max: Wir fordern Transparenz und ein sauberes Verfahren!

Auf dem Nätschen soll mit dem „Muni Max“ ein 21 Meter hoher und 182 Tonnen schwerer Holzriese aufgebaut werden – ein grosser Eingriff in unser intaktes Landschaftsbild. Die Wahl des Standorts erscheint wenig fundiert und die Bedenken der lokalen Bevölkerung wurden bislang nicht angemessen berücksichtigt. Für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie und eines Businessplans wurden NRP-Gelder gesprochen. Als Bürgerinnen, Bürger und Steuerzahlende erwarten wir bei einem Projekt dieser Tragweite absolute Transparenz, Sorgfalt und Rechtssicherheit. 
Da entscheidende Punkte unzureichend oder noch nicht geklärt sind, fordern wir Sie auf:
Stoppen Sie diesen Schnellschuss, berücksichtigen Sie die Bedenken der Bevölkerung und starten Sie die Genehmigungsprozesse erst, wenn folgende Bedingungen lückenlos erfüllt sind:
  • Erst Studien prüfen, für welche NRP-Gelder gesprochen wurden, dann entscheiden: Es ist völlig unverständlich, dass bereits Baugesuch und QGP genehmigt werden sollen, bevor die mit öffentlichen NRP-Fördergeldern finanzierte Machbarkeitsstudie überhaupt abgeschlossen und ausgewertet ist. Hier werden voreilig vollendete Tatsachen geschaffen. Wir fordern, dass die vollständige Studie inklusive einer sorgfältigen Standortanalyse und ein solider Businessplan vor jedem behördlichen Entscheid auf dem Tisch liegen und unabhängig beurteilt werden.
  • Kein Schnellverfahren beim Quartiergestaltungsplan (QGP): Das Projekt wird im Eiltempo durchgepeitscht, was eine seriöse und rechtskonforme Beurteilung verunmöglicht. Der QGP muss zwingend einem ordentlichen Prüfungsverfahren mit normaler Priorität unterzogen werden – Qualität muss für unseren Kanton und die Gemeinde Andermatt vor Tempo gehen. 
  • Transparente Bewilligungsdauer statt Salami-Taktik: Offiziell wird eine Baubewilligung für nur 5 Jahre beantragt, obwohl in allen Projektkonzepten und dem Masterplan mit einer Lebensdauer von 25 Jahren geplant wird. Wenn eine 5-Jahres-Bewilligung erteilt wird, muss rechtlich und finanziell garantiert sein, dass das Bauwerk danach auch wirklich komplett rückgebaut wird. Eine Befristung darf nicht als Abkürzung für ein Langzeitprojekt missbraucht werden.
  • Pfannenfertige Konzepte für Verkehr und Sicherheit: Konzepte zur Besucherlenkung, Parkplatzbewirtschaftung und zur alpinen Sicherheit (wie dem winterlichen Eisschlag) fehlen bisher, «können operativ geregelt werden» oder sind nur «in Erarbeitung». Eine Baubewilligung darf erst erteilt werden, wenn diese Konzepte fixfertig, unabhängig geprüft und umsetzbar bzw. bewilligt vorliegen.
  • Finanzielle Garantie für den Rückbau: Es ist nicht ersichtlich, wer den teuren Rückbau und eine allfällige Entsorgung bezahlt. Darum droht am Ende eine Bauruine auf Kosten der Allgemeinheit. Der Rückbau muss im Businessplan lückenlos geregelt und durch eine verbindliche finanzielle Garantie des Vereins abgesichert sein, damit kein:e Steuerzahler:in dafür geradestehen muss.

Warum ist das wichtig?

Der Nätschen ist eine einzigartige alpine Landschaft und ein beliebtes Skigebiet. "Muni Max" fügt sich nicht in das bestehende Orts- und Landschaftsbild ein. Ein Projekt von dieser Dimension darf nicht unter Zeitdruck mit einem Schnellverfahren bewilligt werden. Wir engagieren uns, weil Andermatt und der Kanton Uri sorgfältig geprüfte Projekte verdienen.
  • Sicherheit geht vor: Ein 21 Meter hoher Holz-Koloss bringt massive Besucherströme. Ihn ohne fertige Verkehrs- Besucherlenkungs- und Sicherheitskonzepte zu bewilligen, wäre fahrlässig.
  • Keine Ruinen auf unsere Kosten: Wenn ein Projekt erst nach 10 Jahren rentiert, offiziell aber nur für 5 Jahre bewilligt werden soll, droht bei einem Scheitern eine Bauruine. Wir Steuerzahlenden dürfen nicht auf den Rückbau - und allfälligen Entsorgungskosten sitzenbleiben.
  • Gleiche Spielregeln für alle: Wir sind nicht gegen Tourismus – aber wir fordern ausgereifte Pläne statt Salami-Taktik und vager Versprechungen. Die Behörden müssen die Regeln der Raumplanung für alle gleich anwenden.
Uri, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2026-07-31 07:37:20 +0200

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2026-07-30 23:12:38 +0200

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2026-07-30 19:45:10 +0200

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