10 Unterschriften erreicht
An: Petition an die Schulpflege und den Gemeinderat Schwerzenbach
Familien fördern statt bestrafen: Betreuungskosten in Schwerzenbach überdenken
Wir fordern die Verantwortlichen der Gemeinde Schwerzenbach auf, die beschlossenen Verschärfungen bei den Betreuungskosten und Subventionen zu überdenken und familienfreundliche Korrekturen vorzunehmen.
Eine moderne Familienpolitik muss sicherstellen, dass sich Erwerbsarbeit lohnt und Familien nicht durch immer höhere Betreuungskosten bestraft werden. Insbesondere der Mittelstand darf nicht zunehmend zwischen steigenden Kosten und sinkender Unterstützung aufgerieben werden.
Gerade Familien aus dem Mittelstand bilden das Rückgrat unserer Gemeinde. Sie stellen den grössten Teil der Steuerzahlenden, finanzieren einen wesentlichen Teil unserer öffentlichen Leistungen und leisten durch ihre Erwerbstätigkeit wichtige Beiträge an AHV, Pensionskassen und Sozialversicherungen. Dennoch werden sie von den aktuellen Änderungen besonders stark betroffen.
Mit den neuen Regelungen wurden bestehende Unterstützungen reduziert. So wurde insbesondere die bisherige Entlastung für Familien mit mehreren Kindern eingeschränkt. Während bisher bereits ab dem zweiten betreuten Kind ein Geschwistervorteil berücksichtigt wurde, gilt eine Entlastung neu erst ab dem dritten Kind. Familien mit zwei Kindern verlieren damit eine wichtige Unterstützung, obwohl gerade sie einen grossen Teil der betroffenen Haushalte ausmachen.
Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen für Subventionen verschärft. Dies erhöht den finanziellen Druck auf Familien und schwächt die Anreize, das Arbeitspensum auszubauen oder überhaupt erwerbstätig zu bleiben.
Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen für Subventionen verschärft. Dies erhöht den finanziellen Druck auf Familien und schwächt die Anreize, das Arbeitspensum auszubauen oder überhaupt erwerbstätig zu bleiben.
Wir fordern:
- Betreuungstarife und Subventionen, die Erwerbsarbeit fördern statt bestrafen
- Eine stärkere Berücksichtigung des Mittelstands bei der Ausgestaltung der Tarife
- Die Rücknahme der Verschärfungen bei Familien mit mehreren Kindern
- Die Wiedereinführung eines Geschwisterrabatts beziehungsweise einer angemessenen Entlastung bereits ab dem zweiten Kind
- Einen Geschwisterrabatt von 15 % ab dem zweiten Kind und 30 % ab dem dritten Kind
- Faire Vermögensregelungen, bei denen selbstbewohntes Wohneigentum nicht zur Benachteiligung von Familien führt
- Eine Familienpolitik, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig stärkt
Warum das wichtig ist
Unsere Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nachgehen können, wenn sie dies möchten. Wenn zusätzliche Arbeitstage aufgrund hoher Betreuungskosten kaum mehr zu einem höheren verfügbaren Einkommen führen, sinkt der Anreiz zu arbeiten.
Die Folgen tragen nicht nur die Familien selbst. Sie betreffen die gesamte Gemeinde:
- weniger verfügbare Fachkräfte
- tiefere Beiträge an AHV und Pensionskassen
- geringere Steuereinnahmen
- höhere Belastungen für Familien
- schlechtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Warum ist das wichtig?
Familienpolitik darf nicht auf kurzfristige Sparmassnahmen ausgerichtet werden. Investitionen in familienergänzende Betreuung sind Investitionen in den Arbeitsmarkt, in die soziale Sicherheit und in die Zukunft unserer Gemeinde.
Schwerzenbach braucht eine Familienpolitik, die Familien unterstützt statt belastet, Erwerbsarbeit ermöglicht statt erschwert und den Mittelstand stärkt statt schwächt.
Deshalb fordern wir die Verantwortlichen auf, die beschlossenen Verschärfungen zu überprüfen und eine ausgewogene, familienfreundliche Lösung zu erarbeiten.