5,000 Unterschriften erreicht
An: Bundesamt für Gesundheit, Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft – insbesondere das EDI, Elisabeth Baume-Schneider
Faire Unterstützung im Wochenbett für Mütter und Familien
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Die Schweiz lässt Mütter im Wochenbett systematisch allein.
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Die Schweiz lässt Mütter im Wochenbett systematisch allein.
Das ist kein individuelles Problem – es ist ein politisches Versagen.
Während andere europäische Länder das Wochenbett als geschützte Gesundheitsphase anerkennen, zwingt die Schweiz Frauen wenige Tage nach der Geburt zurück ins Funktionieren: ohne ausreichende Hilfe, ohne strukturelle Absicherung, ohne Wahlfreiheit.
Wir fordern den Bundesrat und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) auf, dieses strukturelle Versagen zu beenden.
Konkret fordern wir:
- Einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 6–8 Wochen staatlich finanzierte Wochenbett-Unterstützung nach jeder Geburt, inklusive pflegerischer Begleitung und Haushaltshilfe (kochen und putzen) und Entlastung mit anderen Kindern.
- Eine nationale Finanzierungslösung, unabhängig von Einkommen, Erwerbsmodell oder Zivilstand. Geburt darf kein finanzielles Risiko sein – und Unterstützung kein Privileg.
- Einen echten Mutterschutz über die Geburt hinaus, damit Frauen nicht aus ökonomischem Druck ihre körperliche und psychische Gesundheit opfern müssen.
Andere europäische Länder zeigen seit Jahren:
Wer im Wochenbett schützt, senkt Gesundheitskosten, reduziert psychische Erkrankungen und stärkt Familien langfristig.
Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt.
Dass sie Mütter im Wochenbett alleine lässt, ist kein Geldproblem.
Es ist ein politisches Prioritätenproblem.
Wir fordern den Bundesrat auf, spätestens bis 2028 eine gesetzliche Grundlage für eine nationale Wochenbett-Absicherung vorzulegen – statt weiter Verantwortung an Familien, Kantone oder das private Umfeld abzuschieben.
Das Wochenbett ist keine private Angelegenheit.
Es ist öffentliche Gesundheitsvorsorge.
Warum ist das wichtig?
Die Schweiz feiert sich als modernes, wohlhabendes Land –und lässt Mütter nach der Geburt alleine.
Frauen bringen Kinder zur Welt, während das System davon ausgeht, dass sie danach einfach funktionieren: stillen, pflegen, haushalten, leisten.
Schmerzen, Erschöpfung, psychische Krisen?
Privatsache.
So entsteht kein gesunder Start ins Familienleben.
So entstehen postpartale Depressionen, körperliche Langzeitschäden, Überforderung und stille Not.
Und dann wundern wir uns über sinkende Geburtenzahlen, über erschöpfte Mütter, über überforderte Väter und über steigende Kosten im Gesundheitswesen.
Wer heute im Wochenbett spart, zahlt morgen mit Krankheit, Instabilität und hohen Folgekosten.
Andere Länder haben verstanden:
Wer Mütter schützt, schützt Kinder.
Wer im Wochenbett investiert, investiert in die Zukunft.
Die Schweiz tut so, als sei Geburt eine private Entscheidung mit privaten Konsequenzen.
Das ist keine Familienpolitik.
Das ist Sparpolitik auf dem Rücken von Frauen.
Ein Land, das Mütter im Wochenbett alleine lässt,
entscheidet sich bewusst gegen Gesundheit, Gleichstellung und Zukunft.
entscheidet sich bewusst gegen Gesundheit, Gleichstellung und Zukunft.
Das Wochenbett braucht Schutz.
Nicht irgendwann. Jetzt.