Recht auf bezahlbaren Wohnraum
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Fertig mit dem Abrisswahn – Zukunftsfähig Bauen Jetzt!Schweizer Abfall besteht zu 84% aus Bauschutt: Unsere Abriss-Kultur verursacht über 500 kg Bauabfall pro Sekunde. Die Deponien füllen sich schneller, als neue Standorte überhaupt in Sicht sind. Hinzu kommt: rund ein Drittel der Schweizer Treibhausgase werden direkt durch unsere Bauten und Bautätigkeiten verursacht. Wir brauchen ein Umdenken im Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, im Umgang mit dem baulichen Bestand und in der Art und Weise, wie wir bauen. Der Bestand ist wertvoll und hat Potenzial: Er bietet Baukultur, soziale und freiräumliche Qualitäten sowie die Baumaterialien selbst, in denen viele graue Emissionen stecken. Es ist die Aufgabe der Architektur, gute gestalterische Antworten zu entwerfen. Es ist die Aufgabe der Industrie, zukunftsfähige Produkte zu entwickeln. Und es ist die Aufgabe der Politik, den Rahmen für eine nachhaltige Baukultur zu schaffen. Der Bund muss handeln und die Kantone und Gemeinden befähigen und unterstützen, sich dem nachhaltigen Bauen entschlossen anzunehmen.9.198 von 10.000 UnterschriftenGestartet von Verein Countdown2030
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ZürichFOREVER SIHLQUAI – für dich und michAUSGANGSLAGE Seit über zwei Monaten beschäftigt uns Mieter*innen und Gewerbetreibenden des Sihlquai 280–282 ein existenzielles Problem. Unsere Wohnungen und die Schreinerei am Fluss befinden sich zwischen dem kühnen Bau des Swissmill Towers und der ehemaligen Sullana Zigarrenfabrik. Die Durchmischung in den Häusern am Sihlquai zeigt schön, wie sich Kleingewerbe und Wohnraum dicht an dicht gut verbinden lassen und das Quartier seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts immer geprägt und lebendig gehalten haben. NUN SOLL MIT DIESER SYMBIOSE SCHLUSS SEIN? Coop Immobilien AG, Besitzerin und Verwalterin der beiden Liegenschaften, hat den Wohnungsmieter*innen Mitte November gekündigt (per 31. März 2021, was knapp vier Monaten vor Auszugstermin entspricht). Die Einsichtnahme in das Baugesuch (publiziert im Tagblatt vom 6. Januar 2021) vermittelt anschaulich, wie aus 15 gut erhaltenen Wohnungen nun Büros und Mehllabors werden sollen für die Coop-Division Swissmill. Dafür sollen langjährige Mieter*innen auf die Strasse gesetzt werden – und das mitten in einer globalen Pandemie. WO WO WOHNUNGEN?? ÜBER ÜBERALL BÜROS! Während in wenigen Gehminuten freie Büroflächen verfügbar sind, zeigt sich bezüglich bezahlbarem Wohnraum oder einer Räumlichkeit, die als Schreinerei genutzt werden könnte, die Situation völlig anders, nämlich als schwierig bis unmöglich. Auf dem grossflächigen Industrieareal von Swissmill gäbe es jedoch alternative Möglichkeiten zum jetzigen Bauprojekt: Solche, durch welche weder Wohnungsmieter*innen, noch eine Quartierschreinerei ihrer Existenz beraubt würden. WIR FORDERN COOP AUF ALTERNATIVEN ZU PRÜFEN Der Sihlquai steht exemplarisch für eine Strasse in der Stadt Zürich, an der sich so vieles vereinen lässt: Industrie, bezahlbare Wohnungen, Kleingewerbe, Kulturbetriebe und Bildung. Der Versuch von Coop Immobilien zielt auf das Gegenteil – und das hätte Signalwirkung bezüglich des wohnpolitischen Grundsatzartikels (Art. 2quater GO) der Gemeindeordnung. In diesem wird verlangt, dass preisgünstige Wohnungen und Gewerberäume erhalten werden sollen sowie den Anteil an gemeinnützigen Wohnungen auf einen Drittel bis 2050 zu erhöhen. Mit der von Coop angestrebten Entwicklung werden nicht nur Menschen ihre Wohnungen verlieren – es werden auch Arbeitsplätze im handwerklichen Kleingewerbe im Quartier verloren gehen. WIR FORDERN COOP AUF SOZIALE VERANTWORTUNG FÜR QUARTIER UND STADT ERNST ZU NEHMEN Das aktuelle Vorgehen von Coop/Swissmill steht im Widerspruch zu den Argumenten, mit denen Swissmill 2011, unterstützt vom Parlament, den Bau des Silos beworben hat. Wirft man einen Blick in die damaligen Abstimmungsunterlagen, zeigt sich, dass Stadtrat und Gemeinderat sich bei der Abstimmung um die massive Aufstockung des Swissmill Towers sehr stark für das Unternehmen und die Annahme des privaten Gestaltungsplans eingesetzt haben – mit dem Argument «die hier besonders ausgeprägte Durchmischung von Wohnen und Arbeiten» zu befördern und Industrie- und Gewerbenutzungen zu erhalten. Diese Befürwortung stützte sich auf die Zusicherung von Swissmill, dass mit dem Bau des Silos keine zusätzliche Verkehrs- und Lärmbelastung für die Quartiere verbunden sei und «mit der Aufstockung [...] die Lagerkapazität, nicht aber die Produktion erweitert [würde]» (alle Zitate aus den Unterlagen der Stadt Zürich zur Abstimmung vom 13.02.2011). In Bezug auf das jetzige Bauvorhaben sieht es anders aus: Begründet wird die Umnutzung der Wohnhäuser zu eigenen (gewerblichen) Zwecken damit, dass am Standort die Produktionskapazität gesteigert werden soll und deshalb eine Verlagerung der Büros und Labors aus dem Gebäude Sihlquai 306 in die Liegenschaften 280–284 unumgänglich sei. Auf diese Widersprüchlichkeit möchten wir Stadt- und Gemeinderat hinweisen, denn aus unserer Sicht verletzt Swissmill mit der geplanten Expansion die 2011 gemachten Zusagen. Sie verspielt damit den Goodwill, den sie bei der Abstimmung von Seiten der Stadt erhalten hat. WIR FORDERN COOP AUF, IHRE VERSPRECHEN VON 2011 EINZULÖSEN Als individuell betroffene Mieter*innen (15 Wohneinheiten, plus Kleingewerbe), ebenso als Bürger*innen dieser Stadt möchten wir um Aufmerksamkeit bitten für das, was in diesem fragilen Teil des Sihlquais derzeit in die Wege geleitet wird. Im Sinne einer verantwortungsbewussten Quartierentwicklung plädieren wir dafür, dass aktuelle und künftige Bebauungs- und Umnutzungsbegehren am Sihlquai sorgfältig geprüft werden. Es ist Aufgabe der Stadt – neben Coop ist sie Eigentümerin diverser Liegenschaften – die Vernichtung von Wohn- und Gewerberaum zu unterbinden und längerfristig eine Vorstellung davon zu entwerfen, wie die Zone am Flussufer angemessen gestaltet werden könnte. Wir wünschen uns eine zukünftige Eigentümerin für die Liegenschaften am Sihlquai, die den Mieter*innen eine nachhaltige und langfristige Perspektive bietet und zu den historischen Häusern Sorge tragen will und kann. Wir fordern den Stadtrat auf, die Vertreter*innen von Swissmill und Coop zu einem runden Tisch einzuladen zusammen mit Quartiervertreter*innen, Mieter*innen und der Schreinerei am Fluss. Wir wollen in unserem Zuhause und in unserer Werkstatt bleiben. Wir wollen am Sihlquai bleiben. Herzlich – Die Mieter*innen des Sihlquai 280 und 2827.577 von 8.000 UnterschriftenGestartet von FOREVER SIHLQUAI
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KriensKriens: Keine Massenkündigung von Rentner*innen durch Pensionskasse!Die Massenkündigung hat nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner dramatische Folgen. Auch die Gemeinde Kriens ist betroffen, da deren bereits überstrapazierte Sozialausgaben zusätzlich belastet werden, wie der FDP-Gemeindepolitiker E. Ercolani warnte. Das Vorgehen der Previs empört besonders, da die Pensionskasse Mitglied der Stiftung Ethos ist, welche sich für die Förderung einer nachhaltigen Anlagetätigkeit einsetzt. Nachhaltige Anlagen schliessen neben herkömmlichen finanziellen Kriterien auch Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Kriterien in den Anlageprozess ein. Es ist aber nicht sozial, wenn man quasi ein ganzes Altersheim auf die Strasse stellt. Und es ist nicht ökologisch, wenn man Liftanlagen ersetzt, die erst 2015 komplett neu eingebaut wurden. Die Bevölkerung erwartet von der Stiftung Ethos, dass sie in einem solchen Fall reagiert. Ansonsten wird die Mitgliedschaft zur Farce und dem Gegenteil, was diese Stiftung als Ziel verfolgt. Auch gehört die Previs AG zu den Partnern des Schweizerischen Gemeindeverbandes. Dieser schreibt auf seiner Homepage, die Previs AG verpflichte sich zu einer strengen Corporate Governance. Können die Schweizer Gemeinden ein solches Vorgehen gutheissen? Schliesslich widerspricht auch das Leitbild der Previs AG dem brutalen Vorgehen. Es lautet: «Unser tägliches Handeln basiert auf den Werten verantwortlich, partnerschaftlich, transparent und zielorientiert». Die Mieterschaft der Brunnmattstrasse spürt von diesen Werten nur einen einzigen, nämlich, dass die Previs tatsächlich äusserst «zielorientiert» vorgeht. Die Previs ist die Pensionskasse vieler Berner Kirchen. Eine solch unbarmherzige Anlagestrategie widerspricht einer christlichen Sozialethik. Die Brunnmattstrasse ist Teil eines grösseren Problems. Pensionskassen drängen unter dem Druck, mit unseren Anlagegeldern unsere Renten sichern zu müssen, immer vehementer in den Wohnungsmarkt. Die Brunnmattstrasse ist nur die Spitze des Eisbergs. Sie ist ein besonders krasser Fall, der stellvertretend für viele ähnliche Schicksale steht. Die Frage stellt sich: Wie rücksichtslos dürfen Pensionskassen als Vermieterinnen vorgehen? Quellen: -http://www.previs.ch -http://www.chgemeinden.ch/de/partnerorganisationen/previs -https://ethosfund.ch/sites/default/files/2017-01/2017_Concept_Ethos_pour_ISR_DE_web.pdf -https://www.lukath.ch/blog/die-pensionskasse-der-landeskirche-nachhaltig-heisst-mit-verantwortung/ Weitere Medienberichte: <> https://www.blick.ch/news/wirtschaft/pensionskassen-investieren-milliarden-mit-vollgas-in-den-immo-crash-id15618434.html <> https://www.blick.ch/news/schweiz/stadtpraesident-cyrill-wiget-ueber-massenkuendigung-von-mietern-in-kriens-lu-ich-erwarte-mehr-soziale-verantwortung-id15735562.html <> https://www.blick.ch/news/schweiz/zentralschweiz/massenkuendigung-wegen-totalsanierung-in-kriens-lu-pensionskasse-wirft-97-mieter-raus-id15734010.html <<«In der Vergangenheit ist auch wiederholt renoviert worden.» Für viele Mieter sei die Kündigung denn auch aus heiterem Himmel gekommen.>> https://www.zentralplus.ch/kuendigungen-in-krienser-wohnbloecken-schocken-die-mieter-1709101/ <> https://www.tele1.ch/artikel/159063/pensionskasse-stellt-in-kriens-mieter-auf-die-strasse Es ist zynisch, wenn mehrheitlich Senioren (älteste Mieterin 98 Jahre!) auf die Strasse gestellt werden, damit folgendes möglich ist: <> https://www.tele1.ch/artikel/159201/mieter-der-brunnmattstrasse-muessen-raus Das Vorgehen der Berner Pensionskasse Previs schockiert bis in die französische Schweiz: https://www.lematin.ch/suisse/caisse-pension-veut-renover-97-locataires-rue/story/24369825 Bildquelle: http://www.Live-Karikaturen.ch / CC BY-SA 4.0490 von 500 UnterschriftenGestartet von Dave Büttler-Avagyan


