100 Unterschriften erreicht
An: Bundesverwaltungsgericht
Wir zeigen Solidarität mit Welat Aydin und stehen hinter seinen Forderungen!

Ich bin Welat Aydın.
Ich war in der Türkei etwa 6 Jahre im Gefängnis.
Nach meiner Entlassung wurde ich vom Staat bedroht, verfolgt, unter Druck gesetzt und gefoltert, weshalb ich mein Land verlassen musste. Da drei separate Strafverfahren gegen mich anhängig sind, habe ich im November 2023 aus Angst um meine Sicherheit in der Schweiz Asyl beantragt.
Während meines Asylverfahrens wurde ich mehrmals in verschiedene Lager verlegt.
Dieser Prozess war für mich sowohl körperlich als auch psychisch äußerst belastend.
Im März 2025 wurde mein Asylgesuch abgelehnt. Gegen diesen Entscheid habe ich beim Schweizerischen Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Bis heute habe ich jedoch keine Rückmeldung erhalten und warte weiterhin.
Während des Beschwerdeverfahrens wurde bei mir vom GRAVITA Psychologischen Zentrum eine Posttraumatische Belastungsstörung
(PTBS) und Angststörung diagnostiziert.
Die Fachleute stellten klar, dass ich eine psychologische Behandlung benötige. Trotzdem wurde mein Antrag auf Behandlung von den Migrationsbehörden abgelehnt.
Die langanhaltende Unsicherheit, die mir widerfahrenen Maßnahmen und der fehlende Zugang zu Behandlung verschlechtern meine psychische Gesundheit von Tag zu Tag.
Aus diesem Grund habe ich beschlossen, ab Dienstag, dem 30. Juni 2026, einen unbefristeten Hungerstreik zu beginnen.
Dies ist keine leichtfertige Entscheidung
Dies ist keine leichtfertige Entscheidung
Doch die Unsicherheit, in der ich mich befinde, die psychische Zerstörung, die ich erlebe, und nicht gehört zu werden, haben mich zu diesem Schritt geführt.
MEINE FORDERUNGEN
- Die Überprüfung meines Asylverfahrens und des erstinstanzlichen Entscheids im Einklang mit dem Gesetz,
- Das Schweizerische Bundesverwaltungsgericht, meinen Fall ohne weitere Verzögerung zu entscheiden,
- Die Anerkennung meines Rechts auf Gesundheit und den Zugang zur notwendigen psychologischen Behandlung.
HÖRT MEINE STIMME.
ERKENNT MEINE RECHTE AN.
SORGT FÜR GERECHTIGKEIT.
Warum ist das wichtig?
Ein Mensch, der in seinem Heimatland gefoltert wurde und bis heute verfolgt wird, wartet seit über einem Jahr auf einen Gerichtsentscheid, der über seine Zukunft bestimmt. In dieser Zeit wurde ihm trotz ärztlich diagnostizierter PTBS und Angststörung die notwendige Behandlung verweigert.
Das betrifft nicht nur Welat. Es geht um eine einfache Frage: Hat jeder Mensch das Recht auf ein faires, zügiges Verfahren und auf medizinische Versorgung, wenn er sie dringend braucht? Wenn ein Gericht über ein Jahr lang nicht entscheidet und einem schwer traumatisierten Menschen gleichzeitig die nötige Behandlung verwehrt wird, können wir nicht zusehen!
Mit unserer Unterschrift fordern wir nichts Aussergewöhnliches: eine rasche, faire Entscheidung, Zugang zu Behandlung, keine Rückführung bei Gefahr von Verfolgung und Folter. Das ist das absolute Minimum, das jedem Menschen zusteht – darum auch Welat Aydin.
Unterschreib jetzt. Mach seine Stimme hörbar.