An: Wir bitten den gesamten Stadtrat von Sursee dringend, die Bewilligung für das Public Viewing für die WM- Fussball im Juni und Juli 2026 dem Restaurant Braustation im Strandbad Sursee zu entziehen.

Kein Public Viewing der WM 2026 im Strandbad Sursee

In der Surseer Badeanstalt am Sempachersee erholen sich täglich viele Menschen: Sie geniessen das Baden, das Ruhen auf der Wiese und die gemeinsamen Gespräche dort. 
Jetzt haben wir erfahren, dass während der WM-Fussball für 39 Spiele ein Public Viewing im Strandbad stattfinden wird. Die Braustation Sursee wird eine Stunde vor Spielbeginn öffnen. Wenn man auf der Homepage der Braustation nachliest, wird klar, dass die Stadt Sursee diese Anlässe bewilligt hat. Es steht auf der Homepage der Braustation sogar, dass man während der Spiele nicht baden darf. Allerdings beginnen einige Spiele schon vor dem Schliessen der Badeanstalt. In den Sommermonaten schliesst die Badeanstalt erst um 21.00 Uhr. Das bedeutet, dass die Gäste der Badeanstalt stark gestört werden und es bleibt die Frage offen, ob die Gäste dann auch nicht mehr baden dürfen, da sie sich ja auf dem gleichen Areal befinden. 
 
Wir bitten die Stadt Sursee daher dringend, diese Bewilligung wieder aufzuheben und an einem anderen Ort ein Public Viewing durchzuführen. Man braucht dafür nicht die Gäste der Badeanstalt zu stören, denn die Fussballinteressierten wollen ja primär die Spiele auf der Leinwand sehen. Im Reglement der Badeanstalt steht auch klar, dass man als Gast keine Musik mit Mikrophonen im Strandbad hören darf. Der Bademeister weist so auch jeweils Menschen, die dagegen verstossen, zurecht. Wie kann es dann angehen, dass das Restaurant einen solchen Anlass auf diesem Areal durchführen kann. Durch die Bewilligung entsteht ein vehementer Interessenkonflikt. Das Interesse der Badegäste muss aber vorgehen, zumal man den Gästen, die ein Saisonabonnement gelöst haben, nicht einmal mitgeteilt hat, dass sie allenfalls einen ganzen Monat lang, die Badeanstalt gegen Abend nicht mehr besuchen können, wenn sie in Ruhe baden gehen wollen. 
Der neue Bademeister hat bereits nach zwei Monaten gekündigt, weil er diese Situation als untragbar einschätzt. Es ist auch zu beachten, dass gerade solche Veranstaltung, bei denen wohl auch Alkohol getrunken wird, grundsätzlich sinnvollerweise an anderen Orten stattfinden sollten. Es gibt genügend Orte in der Region, an denen ein Public Viewing stattfinden kann bzw. stattfindet. 
Die Badeanstalt soll nicht zu einem Ort für Events verkommen, sondern ihrem eigentlichen primären Ziel, einer naturnahen Erholung treu bleiben. 
Wir ersuchen daher darum, dass die Bewilligung für das Public Viewing aufgehoben wird. 

Warum ist das wichtig?

Wir freuen uns, wenn sich viele Menschen der Kampagne anschliessen.
Ein Public Viewing der WM-Spiele hat im Strandbad Sursee nichts zu suchen, da das Strandbad Menschen dienen soll, die zu einer naturnahen Erholung kommen.
Ausserdem ist ein Public Viewing am Strand auch nicht ungefährlich, wenn man bedenkt, dass das primäre Ziel der Braustation wohl sicher ist, viel Bier zu verkaufen. 
6210 Sursee, Schweiz

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