25 Unterschriften erreicht
An: Bundesrat Beat Jans
Sofortiger Ausschaffungsstopp für Flüchtlinge aus Burundi
Sehr geehrter Herr Bundesrat Jans
Zahlreiche europäische Länder – auch im Schengen-Raum – schaffen seit einigen Monaten keine burundischen Staatsangehörigen mehr aus, weil sie die sich zuspitzende Menschenrechtslage in Burundi ernst nehmen. Die Schweizer Behörden schätzen die Situation bislang anders ein.
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) kritisiert die aktuell durchgeführten Zwangsrückführungen von burundischen Staatsangehörigen scharf. Zahlreiche Berichte belegen, dass die Menschenrechtslage in Burundi nach wie vor besorgniserregend ist:
● SFH (April 2026): Die SFH fordert, Rückführungen nach Burundi zu sistieren, und verlangt von der Schweiz, den Wegweisungsvollzug auszusetzen. Das Risiko willkürlicher Verfolgung bleibt insbesondere für politische Oppositionelle hoch. Bereits im September 2025 äusserte sich die Schweiz selbst vor dem UNO-Menschenrechtsrat besorgt über Folter, aussergerichtliche Hinrichtungen und willkürliche Inhaftierungen in Burundi und verwies auf ein Klima der Straflosigkeit und Einschüchterung. (fluechtlingshilfe.ch)
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) kritisiert die aktuell durchgeführten Zwangsrückführungen von burundischen Staatsangehörigen scharf. Zahlreiche Berichte belegen, dass die Menschenrechtslage in Burundi nach wie vor besorgniserregend ist:
● SFH (April 2026): Die SFH fordert, Rückführungen nach Burundi zu sistieren, und verlangt von der Schweiz, den Wegweisungsvollzug auszusetzen. Das Risiko willkürlicher Verfolgung bleibt insbesondere für politische Oppositionelle hoch. Bereits im September 2025 äusserte sich die Schweiz selbst vor dem UNO-Menschenrechtsrat besorgt über Folter, aussergerichtliche Hinrichtungen und willkürliche Inhaftierungen in Burundi und verwies auf ein Klima der Straflosigkeit und Einschüchterung. (fluechtlingshilfe.ch)
● Presse (Mai 2026): Eine Familie wurde bei einer Rückführung aus dem Schlaf gerissen und gefesselt. Der Bericht hält fest: Zurückgeführten drohen in Burundi Folter, aussergerichtliche Hinrichtungen und willkürliche Inhaftierungen. (blick.ch)
● Die SFH zeigt sich zudem tief betroffen vom Suizid eines jungen Burundiers in Zürich nach einem negativen Asylentscheid.
● Burundische Bischöfe (April 2024): In einem offenen Brief warnten die katholischen Bischöfe Burundis vor der Lage im Land: Menschen würden aus politischen Gründen oder anderen Motiven grausam ermordet oder entführt. (oenz.de)
● Burundische Bischöfe (Juni 2026): Erneut äusserten sich die Bischöfe zur anhaltenden Entdeckung von Leichen an verschiedenen Orten des Landes, ohne dass die Täter identifiziert oder zur Rechenschaft gezogen würden. Sie verweisen zudem auf Fälle von Häftlingen, die ihre Strafe verbüsst haben oder freigesprochen wurden, aber dennoch ohne erkennbaren Grund inhaftiert bleiben. Der Präsident wies die Bischöfe daraufhin öffentlich zurecht. (rpa.bi)
● UNO (Mai 2026): Der UN-Sonderberichterstatter für Burundi, Gaëtan Zongo, äusserte sich kritisch zur schweizerischen Abschiebepraxis. Zusammen mit einer Koalition von fast 40 Nichtregierungsorganisationen fordert er eine Aussetzung der Rückführungen. Die Lageanalyse des Staatssekretariats für Migration (SEM) bezeichnete er gegenüber der Presse als «unzureichend». Er kündigte an, das Thema voraussichtlich vor dem UN-Menschenrechtsrat anzusprechen. (ref.ch)
Deshalb fordern wir Sie Herr Bundesrat Beat Jans, auf, einen sofortigen Stopp der Ausschaffungen nach Burundi anzuordnen.
Warum ist das wichtig?
Einige der Unterzeichnenden dieser Petition begleiten Flüchtlinge aus Burundi im Alltag mit Familienanschluss – in Beschäftigungsprogrammen für Naturprojekte, im Caritas-Projekt «Tandem – mit Deutsch unterwegs», auf Ausflügen, in der Beratung rund um physische und psychische Gesundheit sowie bei der Praktikumssuche. Wir kennen die Sorgen, Ängste und schlaflosen Nächte, das Aushalten der Ungewissheit angesichts drohender Ausschaffung. Wir wissen von Betroffenen, die im Gefängnis waren und gefoltert wurden. Bei einer Rückführung sind sie – wie viele andere auch – an Leib und Leben bedroht. Die Fakten und Berichte dazu sind eindeutig. Die Schweiz rühmt sich ihrer humanitären Tradition und ihres Einsatzes für Menschenrechte. Die Menschenrechtsverletzungen in Burundi sind gravierend – ein Stopp der Ausschaffungen ist überfällig.
Lancierung der Petition durch die Unterzeichnenden:
Lancierung der Petition durch die Unterzeichnenden:
Theres Germann-Tillmann
Pflegefachfrau HF, Fachfrau für Tiergestützte Therapie / Pädagogik & Beratung
Initiantin und Co-Leiterin ökumenisches Diakonieprojekt mit Sozialpreis Aargau 2024
Pflegefachfrau HF, Fachfrau für Tiergestützte Therapie / Pädagogik & Beratung
Initiantin und Co-Leiterin ökumenisches Diakonieprojekt mit Sozialpreis Aargau 2024
Judith Graser
Wissenschaftlerin, Kinderphysiotherapeutin, Freiwilliges Sozialengagement
Wissenschaftlerin, Kinderphysiotherapeutin, Freiwilliges Sozialengagement
Robert Widmer Morf
Senior Ingenieur, Reformierter Kirchenpfleger
Senior Ingenieur, Reformierter Kirchenpfleger
Philipp Germann-Tillmann
Senior Ingenieur, Kernteam ökumenisches Diakonieprojekt, Freiwilliges Sozialengagement
Senior Ingenieur, Kernteam ökumenisches Diakonieprojekt, Freiwilliges Sozialengagement
Katrin Morf Widmer
Heilpädagogin, Katechetin. Präsidentin EVP Bezirk Zurzach
Heilpädagogin, Katechetin. Präsidentin EVP Bezirk Zurzach
Stefan Haus