1,000 Unterschriften erreicht
An: Bundesrat Beat Jans, Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD)
Kein Spielzeug für Stalker – Verbot von Smart Glasses jetzt!

Wir fordern Bundesrat Beat Jans auf, das Anbieten und Inverkehrbringen von Smart Glasses mit integrierten Kameras und Mikrofonen in der Schweiz unverzüglich zu verbieten.
Die Politik muss handeln, bevor sich diese Technologie weiter verbreitet und Menschen durch heimliche Aufnahmen zu Schaden kommen.
Warum ist das wichtig?
Smart Glasses sehen aus wie gewöhnliche Alltagsbrillen, können aber Video und Ton aufnehmen. Und genau das macht sie gefährlich.
In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Fälle, in denen Frauen mithilfe dieser Brillen heimlich gefilmt wurden. Die Aufnahmen wurden anschliessend auf TikTok und Instagram veröffentlicht, wo Aussehen und Körper der Frauen öffentlich kommentiert wurden. Einige der Männer hinter solchen Aufnahmen manipulieren sogar gezielt das Aufnahmelicht der Brillen, um unbemerkt filmen zu können. (1)
Aber nicht nur Frauen sind betroffen, sondern auch Kinder. In Badis, Umkleiden und anderen intimen Situationen darf ihr Schutz nicht davon abhängen, ob Eltern, Betreuungspersonen oder Kinder selbst erkennen, dass sich hinter einer scheinbar gewöhnlichen Brille eine Kamera verbirgt.
Wir dürfen nicht warten, bis sich diese Technologie hier etabliert und erst im Nachhinein versuchen, ihre Folgen einzudämmen!
Denn auch in der Schweiz verbreitet sich das neue “Tech-Gadget”: Laut Digitec Galaxus lagen die Verkäufe von Smart Glasses in der Schweiz im Mai 2026 44 Prozent höher als noch im Januar. 2025 wurden weltweit bereits sieben Millionen Smart Glasses von Meta gemeinsam mit Ray-Ban und Oakley verkauft. Weitere Tech-Konzerne arbeiten an eigenen Modellen. (2)
Unsere Privatsphäre steht auf dem Spiel! In der Schweiz schützt das Recht am eigenen Bild grundsätzlich die Entscheidung jeder Person darüber, ob und wie sie aufgenommen wird. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) warnt bei Smart Glasses aber ausdrücklich vor Risiken für die Persönlichkeitsrechte. (3)
Und das zu Recht! Recherchen zeigen, dass Meta Aufnahmen von Smart Glasses zum Training einer KI auswerten liess, darunter höchst intime Situationen. (4) Gleichzeitig entwickelte Meta eine Gesichtserkennungsfunktion, mit der Menschen im Blickfeld der Brille in Echtzeit identifiziert werden können. Das wäre das endgültige Ende der Anonymität im öffentlichen Raum. (5) Auf Nachfrage des EDÖB erklärte Meta, dass Daten von Nutzer*innen aus der Schweiz nicht dafür verwendet werden würden. Aufgrund dieser Aussage eröffnete der EDÖB vorerst keine formelle Untersuchung. (6)
Eine kleine LED-Lampe, freiwillige Verhaltensregeln oder Verbote an einzelnen Orten lösen dieses grundsätzliche Problem nicht. Denn eine Kamera, die wie eine gewöhnliche Brille getragen werden kann, macht jede Umgebung zu einem möglichen Aufnahmeort.
Es braucht jetzt ein Verkaufsverbot, bevor Smart Glasses zur neuen Normalität und zur Gefahr für Frauen, Kinder und unseren Datenschutz in der Schweiz werden.
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Quellen:
In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Fälle, in denen Frauen mithilfe dieser Brillen heimlich gefilmt wurden. Die Aufnahmen wurden anschliessend auf TikTok und Instagram veröffentlicht, wo Aussehen und Körper der Frauen öffentlich kommentiert wurden. Einige der Männer hinter solchen Aufnahmen manipulieren sogar gezielt das Aufnahmelicht der Brillen, um unbemerkt filmen zu können. (1)
Aber nicht nur Frauen sind betroffen, sondern auch Kinder. In Badis, Umkleiden und anderen intimen Situationen darf ihr Schutz nicht davon abhängen, ob Eltern, Betreuungspersonen oder Kinder selbst erkennen, dass sich hinter einer scheinbar gewöhnlichen Brille eine Kamera verbirgt.
Wir dürfen nicht warten, bis sich diese Technologie hier etabliert und erst im Nachhinein versuchen, ihre Folgen einzudämmen!
Denn auch in der Schweiz verbreitet sich das neue “Tech-Gadget”: Laut Digitec Galaxus lagen die Verkäufe von Smart Glasses in der Schweiz im Mai 2026 44 Prozent höher als noch im Januar. 2025 wurden weltweit bereits sieben Millionen Smart Glasses von Meta gemeinsam mit Ray-Ban und Oakley verkauft. Weitere Tech-Konzerne arbeiten an eigenen Modellen. (2)
Unsere Privatsphäre steht auf dem Spiel! In der Schweiz schützt das Recht am eigenen Bild grundsätzlich die Entscheidung jeder Person darüber, ob und wie sie aufgenommen wird. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) warnt bei Smart Glasses aber ausdrücklich vor Risiken für die Persönlichkeitsrechte. (3)
Und das zu Recht! Recherchen zeigen, dass Meta Aufnahmen von Smart Glasses zum Training einer KI auswerten liess, darunter höchst intime Situationen. (4) Gleichzeitig entwickelte Meta eine Gesichtserkennungsfunktion, mit der Menschen im Blickfeld der Brille in Echtzeit identifiziert werden können. Das wäre das endgültige Ende der Anonymität im öffentlichen Raum. (5) Auf Nachfrage des EDÖB erklärte Meta, dass Daten von Nutzer*innen aus der Schweiz nicht dafür verwendet werden würden. Aufgrund dieser Aussage eröffnete der EDÖB vorerst keine formelle Untersuchung. (6)
Eine kleine LED-Lampe, freiwillige Verhaltensregeln oder Verbote an einzelnen Orten lösen dieses grundsätzliche Problem nicht. Denn eine Kamera, die wie eine gewöhnliche Brille getragen werden kann, macht jede Umgebung zu einem möglichen Aufnahmeort.
Es braucht jetzt ein Verkaufsverbot, bevor Smart Glasses zur neuen Normalität und zur Gefahr für Frauen, Kinder und unseren Datenschutz in der Schweiz werden.
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Quellen:
- tagesschau.de / SWR: "Neue Form digitaler Gewalt? Heimlich gefilmt mit Smart Glasses", 13.05.2026
- Watson: "Smart Glasses sind ein Frontalangriff auf unsere Privatsphäre", 28.06.2026.
- Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB: "Wearables: Smartwatches, Fitnesstrackers, Smartglasses".
- The Guardian: "Kenyan firm sacks more than 1,000 workers after losing Meta contract", 17.04.2026.
- WIRED: "Meta Silently Added Face-Recognition Code for Its Smart Glasses to Millions of Phones", 04.06.2026.
- EDÖB: 33. Tätigkeitsbericht 2025/2026, "Vorabklärung Meta", S. 23.