1,000 Unterschriften erreicht
An: Der Bundesrat & das Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Psychosoziale Beratung kassenpflichtig machen: Lücken schliessen, Leben retten!
Psychosoziale Beratung kassenpflichtig machen: Lücken schliessen, Leben retten!
Die Forderung
Wir fordern den Bundesrat und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf, die Leistungen von qualifizierten psychosozialen Beraterinnen und Beratern (PSB) in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufzunehmen. Es darf nicht sein, dass psychische Unterstützung ein Privileg derer ist, die sie sich privat leisten können oder bereits schwer erkrankt sind.
Die Argumente
1. Prävention statt Schadensbegrenzung: Das Problem an der Wurzel packen
Aktuell zahlt die Krankenkasse meist erst, wenn eine Diagnose nach ICD-10/11 vorliegt – also wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
• Prävention: Psychosoziale Beratung setzt früher an. Sie hilft bei Lebenskrisen, Trauer, Konflikten oder Burnout-Prävention, bevor daraus eine chronische psychische Erkrankung wird.
• Entlastung: Wer frühzeitig Unterstützung erhält, landet seltener in der stationären Psychiatrie oder in langen Krankheitsphasen.
2. Das Tabu brechen – Besonders bei Männern
Die Suizidstatistik in der Schweiz spricht eine deutliche Sprache: Männer nehmen sich etwa dreimal häufiger das Leben als Frauen. * Frauen nutzen das aktuelle Angebot der Krankenkassen deutlich häufiger. Männer hingegen suchen oft erst Hilfe, wenn der Druck unerträglich wird.
• Ein niederschwelliger Zugang zu PSB ohne das "Stigma" einer psychiatrischen Diagnose könnte die Hemmschwelle senken und Leben retten. Wir müssen psychische Gesundheit enttabuisieren!
3. Notstand bei den Warteplätzen beheben
Die Wartelisten bei psychologischen Psychotherapeuten und Psychiatern sind in vielen Kantonen monatelang.
• Viele Fachpersonen sind restlos ausgebucht.
• Qualifizierte psychosoziale Berater (z.B. mit eidgenössischem Diplom) haben Kapazitäten und könnten das System sofort entlasten. Es ist absurd, Ressourcen ungenutzt zu lassen, während Menschen in Not warten müssen.
4. Massive Senkung der Gesundheitskosten
Psychosoziale Beratung ist kosteneffizienter als eine psychiatrische Behandlung oder ein Klinikaufenthalt.
• Stundensätze: PSB sind in der Regel günstiger als spezialisierte Fachärzte.
• Folgekosten: Durch die Vermeidung von Arbeitsausfällen (Invalidität/IV) und langen Hospitalisierungen spart das Gesundheitssystem langfristig Millionen. Jede investierte Mark in die Früherkennung spart ein Vielfaches an Behandlungskosten.
Fazit
Die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung darf nicht länger vom Portemonnaie abhängen. Wir brauchen ein System, das proaktiv statt nur reaktiv handelt. Unterstützen Sie diese Petition für eine lückenlose und faire Gesundheitsversorgung!
Warum ist das wichtig?
Psychische Gesundheit darf kein Luxusgut sein. In der Schweiz warten Menschen in Krisensituationen oft monatelang auf einen Therapieplatz, weil das System völlig überlastet ist. Diese Wartezeit kann über Leben und Tod entscheiden.
Besonders alarmierend: Die Suizidrate bei Männern ist dreimal so hoch wie bei Frauen. Wir müssen das Tabu brechen und Hilfe anbieten, bevor eine Belastung zur chronischen Krankheit wird. Psychosoziale Berater:innen stehen bereit, um diese Lücke zu schliessen. Sie bieten schnelle, kompetente Unterstützung und entlasten das Gesundheitswesen massiv – sowohl personell als auch finanziell.
Indem wir die Krankenkassenpflicht für psychosoziale Beratung fordern, setzen wir auf Prävention statt auf Schadensbegrenzung. Es ist Zeit für ein System, das hinschaut, wenn die Not beginnt, und nicht erst, wenn die Klinik der letzte Ausweg ist.