50 Unterschriften erreicht
An: An den Regierungsrat Basel-Stadt z.H von Conradin Cramer, Tanja Soland und Esther Keller
Petition für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum Klybeck
Wir fordern den Kanton Basel-Stadt dazu auf:
- Die Gebäude K106, K104 und K102 im nördlichen Teil des Klybeck Areals zu
kaufen und sie aus der profitorientierten Quartiersplanung «KlybeckPlus»
herauszulösen und vor einem Abriss zu bewahren. - Das neu gegründete Kulturzentrum Klybeck anzuerkennen und die
Liegenschaften K106, K104 und K102 und deren Verwaltung der Bevölkerung
zu übergeben. - Die eng mit der Basler Industriegeschichte verbundenen Gebäude als historisch
schützenswert zu beurteilen und in das kantonale Denkmal-Inventar
aufzunehmen. - Der Verantwortung der Stadt Basel als Kunst- und Kulturstadt gerecht zu werden
und das Kulturzentrum Klybeck langfristig als Teil der Stadt zu akzeptieren.
Warum ist das wichtig?
Die Stadt Basel rühmt sich gerne als Kunst- und Kulturstadt, doch es fehlt an allen
Ecken und Enden an unkommerziellen Räumen. Niederschwellige Kulturangebote
müssen profitorientierten Grossprojekten weichen, der Platz für unentgeltliche Kunst
und kollektive Kultur aus der Bevölkerung wird immer knapper. Auch der Jugend
fehlen selbstorganisierte Räume, in denen sie ihre kulturellen Interessen in
Eigeninitiative diskutieren und gestalten kann.
Die Gebäude K106, K104 und K102 im nördlichen Teil des Klybeck Areals eignen sich
optimal zu einem selbstverwalteten Kulturzentrum. Jedoch wurden sie 2019 mit dem
ganzen Werkareal (ca. 300'000 m2) an die zwei Immobilieninvestoren Swisslife und
Rhystadt AG verkauft, die in Kooperation mit der Stadt Basel ihr Renditeprojekt
„KlybeckPlus“ vorantreiben.
Seit der fristlosen Kündigung der Zwischennutzungen im April 2026 steht jedoch das
gesamte Areal leer. Die Eigentümerin plant die Gebäude auf Vorrat abzureissen, noch
bevor es konkrete Bebauungspläne gibt. Nun wurden die Liegenschaften von einem
unabhängigen und selbstverwalteten Kollektiv neu belebt und es steht einem
langfristigen Kulturzentrum nichts mehr im Weg – ausser die Abrisspläne der Swisslife.
Das Petitionskomitee will die Liegenschaften vor einem Abriss bewahren und dem
Kulturzentrum eine langfristige Zukunft ermöglichen und dafür braucht es die
Unterstützung der Bevölkerung und des Kantons Basel-Stadt.