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To: Bundesrat und Ständerat

Kürzungen bei der Frauen EM? Rote Karte für den Bundesrat!

Die Heim EM 2025 ist ein Leuchtturmprojekt für den Schweizer Fussball und die Frauenförderung im Fussballbereich. Sie ist der grösste Frauensportanlass in Europa. Der Entscheid des Bundesrates, die Beiträge für die Frauen EM von 15 auf 4 Millionen zu kürzen, tritt die Gleichstellung im Fussball erneut mit Füssen (1). Das lassen wir uns nicht gefallen! Denn Gleichstellung heisst eben auch gleiche Ressourcen.

Wir fordern, dass das Parlament die Frauen EM mit einem angemessenen Beitrag unterstützt! Bereits die 15 Millionen waren viel zu tief angesetzt. Da die Männer EM 2008 mit 82 Millionen unterstützt wurde, hätte der Betrag der Frauen EM (abzüglich wegfallender Sicherheitskosten von 37 Millionen) (2) wohl eher bei 40 Millionen liegen müssen. Wir fordern vom Parlament die Sicherstellung der nötigen Mittel für ein unvergessliches Grossturnier. Wir fordern über den Spitzensport hinaus: mehr Ressourcen, mehr Anerkennung und mehr Sichtbarkeit für alle Sportlerinnen. Nur so gibt es endlich Gleichstellung im Sport.

Die EM findet bereits nächstes Jahr statt. Das Parlament hat jetzt noch die Möglichkeit den Entscheid zur Finanzierung zu revidieren. Darum müssen wir Druck machen, damit es eine anständige Finanzierung für die Frauen EM gibt. Unterschreibe jetzt diese Petition, um dem Parlament Deine Unterstützung für den Frauenfussball und die Heim-EM 2025 zu zeigen. Je mehr wir sind, desto stärker ist das Signal.

Why is this important?

Über 41‘100 Mädchen und Frauen sind in der Schweiz als Fussballerinnen lizenziert. Innerhalb von nur zwei Jahren ist die Mitgliederzahl um ganze 30% gestiegen (3). Darüber hinaus gibt es tausende Frauen, die mit Freude auf eine aktive Zeit im Fussballverein als Fussballerin oder Unterstützerin zurückblicken. Eine Heim EM als Grossanlass hat eine enorme Schubwirkung für die Nachwuchsförderung und die Anerkennung von Sportlerinnen in der Gesellschaft.

Frauenfussball lohnt sich nicht nur aus sozialer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht. Doch dazu braucht es auch Investitionen. England verzeichnete bei der letzten EM einen Umsatz von 90 Millionen Franken. Sie hatten frühzeitig das bisher nicht genutzte Potential sowie den Zuwachs an Juniorinnen und Fans erkannt. Auch die WM in Australien und Neuseeland 2023 brach Zuschauer*innenrekorde in den Stadien und am TV. Das zeigt: Ein kleines Land kann mit den nötigen Ressourcen einen Grossanlass ausrichten und Begeisterung für den Frauenfussball in der Bevölkerung entflammen.
Das wollen wir auch bei uns schaffen! Doch 4 Millionen vom Bundesrat reichen hierfür nicht. Sie reichen nicht für die Anerkennung der Spieler*innen unseres Nationalteams. Sie reichen nicht für eine angemessene Sichtbarkeit einer EM. Und sie reichen auch nicht fürs Hosten einer internationalen Fussballcommunity. Als Gastgeberland stehen wir in der Pflicht, ein Fest für die europäische Frauenfussball-Community auszurichten und die EM mit ausverkauften Stadien zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen!

Für eine angemessene Finanzierung über die EM hinaus fordern wir, dass der Bundesrat bisher leere Worte auch in Taten umsetzt und Frauen und Mädchen im Sport auch tatsächlich fördert (4). Denn genau jetzt gilt es den Schub der Frauen EM mitzunehmen und eben auch ressourcenmässig in den Frauenfussball zu investieren. Für Chancengleichheit und Fairplay im Sport.

Quellen:
1) Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats wollte mit einem Vorstoss durchsetzen, dass doch noch mehr Geld fliessen soll. Eingesetzt werden sollen die Mittel für die Landeskommunikation, die Finanzierung von Kombi-Tickets, nachhaltige Mobilität sowie für die Tourismusförderung.
(https://www.srf.ch/news/schweiz/4-millionen-fuer-frauen-em-fussball-expertin-das-ist-eine-ohrfeige-fuer-den-sport )

2) «Natürlich braucht die Frauen-Euro nicht gleich viel Geld für die Sicherheit», sagt (Corina) Gredig. Für diesen Bereich wurden 2008 rund 37 Millionen budgetiert.
(https://www.tagesanzeiger.ch/nur-4-millionen-fuer-frauen-em-2025-bund-streicht-budget-zusammen-984711632850 )

3) «Der Schweizer Frauenfussball boomt wie noch nie. Die Zahl der lizenzierten Mädchen und Frauen in der Schweiz ist innerhalb von zwei Jahren von 31‘400 auf über 41‘100 angestiegen. Dies entspricht einer Zunahme von mehr als 30 Prozent. 1028 der 1400 Klubs in der Schweiz haben mindestens eine lizenzierte Spielerin in ihren Reihen, über 440 Vereine führen Frauenteams. 25 Prozent der lizenzierten Spielerinnen aus 140 Nationen besitzen einen ausländischen Pass.» Zitat SFV (https://www.football.ch/sfv/news-seite/rekord-ueber-41-000-registrierte-spielerinnen-in-der-schweiz.aspx)

4) «Ziel ist es, die Anzahl sportlich aktiver Mädchen und junger Frauen zu erhöhen und die Professionalisierung in den Strukturen des Frauenfussballs zu steigern.» Zitat Bundesrat (https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-99891.html )

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