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An: Markus Dieth, Finanzdirektor Kanton Aargau

Klimarisiken: Aargau muss die SNB in die Pflicht nehmen, Herr Finanzdirektor Dieth

Nicht Dein Kanton? Du findest ihn auf dieser Seite: https://act.campax.org/efforts/klimarisiken_kantone-nehmen-snb-in-die-pflicht
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Wir fordern Sie dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Anlagepolitik und Finanzsystem-Stabilitätspolitik nach dem Pariser Klimaabkommen ausrichtet.

Das bedeutet insbesondere, dass sich die SNB sofort von allen Anteilen an Unternehmen trennt, die an der Produktion, dem Handel und der Verarbeitung fossiler Energien beteiligt sind.

Zudem muss die SNB ihre regulatorische Rolle dahingehend wahrnehmen, dass die von ihr gesteuerten Finanzflüsse sowie der gesamte Schweizer Finanzplatz mit dem 1.5 Grad Ziel des Pariser Abkommens kompatibel sind.

Um diese Forderung zu erfüllen, fordern wir Sie namentlich dazu auf, sich öffentlich für eine Ausrichtung der SNB am Pariser Klimaabkommen auszusprechen; an der kommenden Generalversammlung entsprechende Fragen einzureichen; zusammen mit 19 weiteren Aktionär:innen einen entsprechenden Antrag einzureichen (Art. 35 Abs. 2 NBG); und/oder zusammen mit weiteren Aktionär:innen, mit denen der Anteil am Aktienkapital mindestens zehn Prozent beträgt, die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung zu verlangen (Art. 34 Abs. 2 NBG).

Warum ist das wichtig?

Überschwemmungen, Dürren, schmelzende Gletscher... Die SNB darf die Klimakrise nicht weiter mit unserem Geld befeuern – und muss klimawandelbedingte Finanzstabilitätsrisiken ernst nehmen!

Die Investitionen der SNB sind nicht im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens, zu deren Erreichung sich die Schweiz verpflichtet hat.

Eines der Ziele des Abkommens ist es, Finanzströme mit einem treibhausgasarmen und klimaresistenten Entwicklungspfad kompatibel zu machen.[1] Einen wesentlichen Teil dieser Finanzströme generiert die SNB durch ihre Wertpapierkäufe. Mit über 900 Milliarden CHF haben die Investitionen der Nationalbank ein beträchtliches Ausmass.[2]

Bis anhin hat die SNB Klimarisiken nur unzureichend berücksichtigt. Zwar hat sich die Nationalbank dazu verpflichtet, auf Investitionen zu verzichten, die systematisch gravierende Umweltschäden verursachen;[3] sowie solche, die primär Kohle abbauen. Von einer systematischen Berücksichtigung klimabedingter finanzieller Risiken bei allen Investitionsentscheidungen ist ein solcher Ansatz jedoch noch weit entfernt.

Nur Dank der Offenlegungspflichten der amerikanischen Börsenaufsicht SEC ist bekannt, dass die Nationalbank beispielsweise milliardenschwere Aktienpakete von Exxon Mobil und Chevron hält [4] – zwei der grössten Treibhausgasemittenten,[5] die jahrelang hunderte Millionen Dollar ausgegeben haben, um einen wirksamen Klimaschutz zu verhindern und die Öffentlichkeit zu täuschen.[6]

Es ist dringend notwendig, dass die SNB Klimarisiken systematisch bei ihrer Anlagepolitik und Finanzsystem-Stabilitätspolitik berücksichtigt. Immer mehr Zentralbanken erkennen in den Auswirkungen der globalen Erwärmung ein erhebliches Risiko für die Finanzstabilität und setzen Massnahmen um, um ihre Geld- und Anlagepolitik auf den Klimawandel auszurichten.[7, 8, 9]

Die SNB hat für den Schweizer Finanzplatz nicht nur eine Vorbildfunktion, sondern nimmt auch eine regulatorische Rolle ein. International gehört sie zu den finanzstärksten Nationalbanken und zu den grössten institutionellen Anlegern. Damit hat sie eine Ausstrahlung weit über die Schweiz hinaus. Mit diesem Einfluss ist eine Verantwortung verbunden, die die SNB wahrnehmen muss.

Quellen:

[1] Schweizerische Eidgenossenschaft: Übereinkommen von Paris, Art. 2, Abs. 1, Buchstabe c https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2017/619/de
[2] SNB – 113. Geschäftsbericht Schweizerische Nationalbank 2020: https://www.snb.ch/de/mmr/reference/annrep_2020_komplett/source/annrep_2020_komplett.de.pdf
[3] Schweizerische Nationalbank (SNB) - Fragen und Antworten zur Verwaltung der Anlagen https://www.snb.ch/de/iabout/assets/id/qas_assets_1#t24
[4] SEC: Swiss National Bank 2020 Quarterly Report 13F-HR https://sec.report/Document/0001582202-21-000001/
[5] The Guardian: Revealed: the 20 firms behind a third of all carbon emissions https://www.theguardian.com/environment/2019/oct/09/revealed-20-firms-third-carbon-emissions
[6] The Guardian: Top oil firms spending millions lobbying to block climate change policies, says report https://www.theguardian.com/business/2019/mar/22/top-oil-firms-spending-millions-lobbying-to-block-climate-change-policies-says-report
[7] ECB/ESRB: Climate-related risk and financial stability, July 2021: https://www.esrb.europa.eu/pub/pdf/reports/esrb.climateriskfinancialstability202107~79c10eba1a.en.pdf?71a273dc36a85ef05c8bed530466f900
[8] Bank of England: MPC Remit statement and letter and FPC Remit letter https://www.bankofengland.co.uk/news/2021/march/mpc-remit-statement-and-letter-and-fpc-remit-letter
[9] finews.ch: Japanische Notenbank belohnt Investitionen in CO2-Reduktion https://www.finews.ch/news/finanzplatz/47111-boj-subventionen-klimaziele

Wie die Unterschriften übergeben werden

🚲 Die Petitionen an alle 26 Kantone werden wir auf der «Tour de Climat» persönlich überreichen. Vom 14. August bis zum 18. September fahren wir auf dem Velo von Kanton zu Kanton und deponieren unsere Forderungen bei den Finanzdirektor:innen.

Mehr Infos: https://campax.org/tour-de-climat

Aargau, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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Neuigkeiten

2021-08-18 13:06:39 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-07-27 21:21:04 +0200

100 Unterschriften erreicht

2021-07-27 19:43:45 +0200

50 Unterschriften erreicht

2021-07-27 19:12:47 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-07-27 18:59:27 +0200

10 Unterschriften erreicht