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An: Regierungsrat Kanton Aargau

Klatschen war gestern. Morgen haben zu viele ihren Beruf an den Nagel gehangen.

Klatschen war gestern. Morgen haben zu viele ihren Beruf an den Nagel gehangen.

Der Grosse Rat des Kantons Aargau hat am 24. August 2021 den Kredit von 125 Millionen Franken für die Ertragsausfälle der Coronapandemie des Jahres 2020 der Spitäler im Kanton Aargau einstimmig gutgeheissen. Die Spitäler haben Ertragsausfälle von insgesamt 100 Millionen Franken geltend gemacht. Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati sagte es sei noch unsicher ob der gesamte Kredit ausgeschöpft werden müsse.
Wir fordern Ja!
Für uns Pflegefachpersonen im Kanton Aargau die diese Pandemie zu bewältigen hatten und immer noch haben.

Warum ist das wichtig?

Unwissend was da mit Corona auf uns zu kommt, blieben wir standhaft: Wir gaben alles, um unsere Patient:innen bestmöglich zu behandeln und zu pflegen. Trotz der Sorge, welche Auswirkungen eine Ansteckung für uns haben könnte, ob das Schutzmaterial ausreicht.
Der Kanton bewilligte in der zweiten Welle für uns Pflegende ein Arbeiten in Quarantäne. Einkaufen war nicht erlaubt; Arbeiten hingegen schon. Zuviele Patient:innen, zuwenig Personal, einige auch an Corona erkrankt, führten zu dieser aussergewöhnlichen Entscheidung unserer Regierung. Wir blieben standhaft wie der Fels in der Brandung.
Wir erhöhten unsere Arbeitspensen zu Lasten unserer Familien. Wir sprangen ein, um auszuhelfen. Wir wechselten die Einsatzgebiete, zügelten ganze Stationen und übernahmen neue und zusätzliche Aufgaben. Studierende, Lernende und Ihre Ausbilder:innen mussten sich in einem komplett neuen Berufsumfeld zurechtfinden. Einige kamen vorübergehend in den Pflegeberuf zurück. Was für eine Herausforderung! Während sich die Gesellschaft über die chirurgischen Masken aufregte, die sie zum Einkaufen tragen mussten, betreuten wir in Vollmontur und FFP 2 Masken 8.5 Stunden unsere Patient:innen.
Aber jede Welle brachte ihre Opfer: Viele Patient:innen starben trotz aller Bemühungen. Wir waren bei Ihnen: Bis zum bitteren Ende. Doch nun ist der Pflegefels in der Brandung im Kanton Aargau eher eine Sandburg geworden. Erschöpfung und Enttäuschung machen sich breit.
Klatschen ernährt nicht uns und nicht unsere Familien. Zahlt nicht unsere Kinderbetreuung, wenn wir Einspringen. Klatschen zahlt nicht die Physiotherapie, unserer Rückenschmerzen weil wir unsere Patient:innen alleine mobilisieren mussten, weil das Personal fehlt.
Klatschen hilft uns nicht bei unserem Dilemma, ob wir morgen zum wiederholten mal einspringen oder doch unsere Arbeiten zu Hause erledigen können.
Klatschen hilft uns nicht das Erlebte zu verarbeiten, wenn in einer Woche drei unserer Patient:innen unter schaurigen Covid-Bedingungen versterben und wir nicht wissen, wie lange das noch so weitergeht mit "arbeiten für 2". Klatschen hilft uns nicht den Druck auszuhalten, dass sich der Zustand unserer Covidpatient:innen von einer Minute auf die andere plötzlich verschlechtert und die Ressourcen für eine adäquate Behandlung vielleicht genau in dem Moment fehlen.
Wir fordern die 25 Millionen Franken als nachhaltige Entschädigung für unsere geleistete Mehrarbeit und die aussergewöhnliche Belastung derer wir standhalten. Für ein Fortbestehen unseres Engagement in der Zukunft. Wir sind das Fundament der Gesundheitsversorgung aller Menschen im Kanton Aargau. Jetzt und in Zukunft.

Aargau, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Weil es das Pflegepersonal verdient!
  • Weil nur Klatschen nicht reicht.!
  • Familienmitglieder sind mehrfach getroffen.

Neuigkeiten

2021-09-16 23:07:51 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2021-09-16 07:03:38 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-09-15 18:09:53 +0200

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2021-09-15 15:52:03 +0200

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2021-09-15 13:16:16 +0200

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2021-09-15 12:55:22 +0200

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