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An: Graubündner Kantonalbank (GKB)

Gipfelwerbung nein danke! Petition für werbefreie Gipfel

Am 16. November 2021 war es soweit: Wir haben die gesammelten 7’250 Unterschriften am GKB-Hauptsitz in Chur übergeben. Die Petition brachte in drei Monaten mehr Unterschriften zusammen, als die GKB Gipfelbucheinträge in zwei Jahren – ein gewaltiger Erfolg, für welchen wie allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich danken.

Gipfelwerbung nein danke! Petition für werbefreie Gipfel

Am 16. November 2021 war es soweit: Wir haben die gesammelten 7’250 Unterschriften am GKB-Hauptsitz in Chur übergeben. Die Petition brachte in drei Monaten mehr Unterschriften zusammen, als die GKB Gipfelbucheinträge in zwei Jahren – ein gewaltiger Erfolg, für welchen wie allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich danken.

Bei der durch Fernsehen, Radio und Zeitung begleiteten Übergabe zeigten sich die GKB-Vertreter «not amused». Man werde intern diskutieren, wie man damit umgeht. Ein Rückbau sei jedoch weiterhin nicht geplant und das Projekt werde frühestens Ende 2023 evaluiert. 

Auch ein von Mountain Wilderness Schweiz in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten liegt nun vor. Es kommt zum Schluss, dass nach Bundesrecht für jede einzelne Stahlinstallation ein ordentliches Bewilligungsverfahren hätte durchlaufen werden müssen. Dazu kam es aber nie. Weiter attestiert das Gutachten, dass «fest installierte Gipfeltafeln zum Zwecke von Tourismus-, Sympathie- und Werbekampagnen in naturnahen Berglandschaften, insbesondere in BLN-Schutzgebieten, grundsätzlich nicht bewilligungsfähig und zurückzubauen sind».

Unsere Hoffnung, die GKB möge noch Grösse zeigen und den eigenen Standpunkt revidieren, ist noch nicht gestorben, sie verblasst jedoch zusehends. Wir haben haben überdeutlich argumentiert, warum die Selfie-Tafeln auf den 100 wildesten Gipfeln rückgebaut werden müssen. Es handelt sich um weitestgehend unberührte Gipfel, wie es sie nur noch selten gibt und wie sie für viele Menschen unschätzbar wertvoll sind. Zudem verzeichnen die Installationen auf diesen Gipfeln kaum Einträge. Die Eingriffe stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen, wenn man von so einem überhaupt sprechen kann.

Bei Mountain Wilderness Schweiz strebt man im Fall GKB-Gipfelstelen den Rechtsweg nicht an, scheut ihn jedoch auch nicht. Sollte die Bank weiterhin nicht einlenken, stehen verschiedene Optionen zur Wahl. Eine ist ein Antrag an das Amt für Raumentwicklung Graubünden auf nachträgliche Durchführung der Bewilligungsverfahren und Verweigerung der Ausnahmebewilligungen in Schutzgebieten und schützenswerten Landschaften und ein Antrag auf Erlass einer Rückbauverfügung.

Über den weiteren Verlauf der Kampagne erfahrt ihr über unseren Newsletter oder auf unserer Website. WIR BLEIBEN DRAN!

Warum ist das wichtig?

Die Bergwildnis ist ein wichtiger Erfahrungs- und Lebensraum für Mensch und Tier und eine Gegenwelt zum von Stress geprägten, werbereichen Siedlungs- und Konsumraum. Werbung auf Gipfeln schadet der Landschaftsqualität und schmälert das Naturerlebnis.

Mountain Wilderness Schweiz ist der Auffassung, dass die Werbestelen der GKB ein exemplarisches Beispiel für die Degradierung der Bergwildnis sind. Nach unserer Analyse befinden sich 100 der 150 Metallstelen auf Gipfeln mit hoher Wildnisqualität. Das heisst, diese Gipfel sind naturnah, abgeschieden und kaum von menschlichen Einflüssen geprägt. Es braucht heute mehr denn je Gebiete, in welchen authentische und ungestörte Naturerfahrungen noch möglich sind und nicht durch unnötige Eingriffe gestört werden.

Der Aufforderung, die 100 Stelen noch dieses Jahr zu demontieren, will die Bank nach ersten Gesprächen nicht nachkommen. Erst 2023 soll eine nächste Beurteilung des Marketingprojektes vorgenommen werden, ein Rückbau ist nicht geplant. Wir finden: Das Jubiläumsjahr ist vorbei und somit spätestens jetzt die Legitimität für diese Installationen. Wir fordern den Rückbau der Stelen bis Ende 2021!

Caro North, Profialpinistin und Bergführerin, unterstützt die Petition: «Ich suche in den Bergen die Verbindung zur Natur, das Wilde und Ursprüngliche, aber keine Werbung!» Unterzeichne auch du die Petition und erhöhe mit uns den Druck auf die GKB und andere Firmen, welche die Bergnatur zu Werbezwecken missbrauchen. Mit deiner Unterschrift sendest du auch ein Signal an Berggemeinden, solche Aktionen in Zukunft nicht mehr zu bewilligen.

https://youtu.be/EI0fPMYAteE
Mehr zur Petiton: www.werbefreiegipfel.ch

Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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Neuigkeiten

2021-11-12 09:25:27 +0100

5,000 Unterschriften erreicht

2021-08-13 05:33:40 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2021-08-12 12:47:20 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-08-11 16:18:58 +0200

100 Unterschriften erreicht

2021-08-11 07:38:20 +0200

50 Unterschriften erreicht

2021-08-10 17:32:14 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-08-10 13:53:12 +0200

10 Unterschriften erreicht