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An:  An die UBS und den Stadtrat von Zürich

 GEGEN LEERKUENDIGUNGEN AN DER CARL SPITTELERSTRASSE IN WITIKON

Drei der vier Häuserzeilen der Siedlung an der Carl Spitteler-Strasse, mit Schulgelänge und reformierter Kirche.
Wir fordern von der UBS:

Verzicht auf den geplanten Abriss und Neubau an der Carl-Spitteler-Strasse; stattdessen Instandsetzung der über Jahre vernachlässigten Liegenschaften.

Sollte dies aus Sicht der Eigentümerschaft nicht realisierbar sein, sind verbindliche sozialverträgliche Rahmenbedingungen zu schaffen, insbesondere:

  • Umsetzung eines Projekts, das den Mietenden einen Verbleib im Quartier ermöglicht.

  • Privilegierter Zugang für langjährige Mietende zu Wohnungen der UBS zu vergleichbaren Bedingungen und Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Erstellung eines Wohnungsmix mit einem substanziellen Anteil preisgünstiger, für die heutigen Mietenden nachweislich tragbarer Wohnungen.

  • Berücksichtigung von Härtefällen, insbesondere von betagten Personen, Familien, langjährig im Quartier verwurzelten Haushalten sowie Personen mit kleinem Einkommen.

  • Planung einer etappierten Bauweise, damit ein Teil der Mietverhältnisse verlängert, interne Rochaden ermöglicht und konkrete Ersatzangebote gemacht werden können.

  • Frühzeitige, transparente und insbesondere laufende Information über Projekt, Zeitplan, Etappierung, Ersatzangebote und Unterstützungsmassnahmen.

Wir ersuchen die Stadt Zürich, ihre wichtige Rolle in diesem Prozess aktiv wahrzunehmen und insbesondere folgende Punkte zu begleiten und zu unterstützen:

  • Transparenz zum Verfahren zu schaffen, insbesondere offenzulegen, welches planungsrechtliche Verfahren vorliegt und welche Einflussmöglichkeiten der Stadt im konkreten Fall zur Verfügung stehen.

  • Sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für eine sozialverträgliche Gestaltung einzusetzen, gestützt auf die Vorgaben des Programms Wohnen und die eigenen Handlungsansätze der Stadt Zürich.

  • Die Entwicklung und Umsetzung eines angepassten sozialverträglichen Konzepts gemeinsam mit der Bauherrschaft zu begleiten, namentlich mit Blick auf Etappierung, frühzeitige Information, Begleitung der Mieterschaft, Ersatzangebote und den Schutz der sozialen Netze im Quartier.

  •  Im Rahmen des Möglichen privilegierte Angebote aus städtischen Liegenschaften für von der Leerkündigung betroffene Haushalte zu prüfen, insbesondere für Härtefälle.

  •  Zu prüfen, ob bestehende und geplante städtische Wohnungen – soweit rechtlich möglich – mit priorisiertem Zugang für Betroffene dieser Leerkündigung zugänglich gemacht werden können.

Warum ist das wichtig?

An der Carl-Spitteler-Strasse drohen durch eine Leerkündigung der UBS zahlreiche Mietparteien ihr Zuhause und damit ihr soziales Umfeld zu verlieren. Betroffen sind Familien, ältere Menschen, langjährig verwurzelte Bewohner:innen sowie quartierrelevante Nutzungen. Der unkoordinierte Kahlschlag in Witikon und Umgebung zerstört das bestehende soziale Gefüge in Witikon und kann vom Quartier nicht aufgefangen werden. Die sozialen Folgekosten tragen die Betroffenen, das Quartier und letztlich auch die Stadt.

Wir stellen uns nicht gegen Erneuerung, sondern gegen einen Kahlschlag ohne sozialverträgliche Planung.

Die Stadt Zürich hält selbst fest, dass Verdichtung und bauliche Erneuerung Risiken von Verdrängung und Entmischung mit sich bringen und dass die soziale Durchmischung in allen Quartieren zu erhalten ist. Als sozialverträgliche Massnahmen nennt sie ausdrücklich Etappierungen, Rochadewohnungen, frühzeitige Information und Partizipation, Unterstützung der Mieterschaft, Erhalt sozialer Netze und – wo planungsrechtlich möglich – preisgünstigen Wohnraum.

Dass auch grosse Eigentümerinnen etappiert bauen können, zeigt das Bergacker-Projekt in Zürich-Affoltern mit Swiss Life.
Carl-Spitteler-Strasse 6/24, 8053 Zürich, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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