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An: Anwohnerinnen Sperrstrasse / Hammerstrasse + Umgebung 4057

Für mehr Sicherheit und Lebensqualität an der Sperrstrasse

Für mehr Sicherheit und Lebensqualität - Gegen die gewaltfördernden Strukturen der Kontaktbar La Perla + Sexbetrieb in den Etagen darüber 

Seit über einem Jahr weisen wir Anwohnerinnen und Anwohner auf die untragbare Situation rund um die Kontaktbar La Perla an der Sperrstrasse 80 hin. Trotz Beschwerden, Polizeieinsätzen und mehreren eingereichten Lärmklage hat sich nichts verbessert.

Nach wie vor kommt es regelmässig zu nächtlichem Lärm, Gewalt, Streit, Abfall und unhygienischen Zuständen - sowohl auf der Strasse als auch im Innenhof. Dazu kommt wildes Zuparkieren von Strasse und Trottoirs am Wochenende, so dass man mit Kinderwagen oder Rollstuhl auf die Strasse ausweichen muss. Die Bar ist bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Für die Menschen im Quartier bedeutet das schlaflose Nächte, Unsicherheit und eine deutlich sinkende Lebensqualität. Mehrere Mieter:innen sind bereits weggezogen.

Bei einer Polizeirazzia an der Sperrstrasse 80 wurden im September 2024 Personen wegen Verdachts auf Menschenhandel festgenommen, das Verfahren läuft noch. Damit erreicht das ganze eine neue Dimension.

Besonders alarmierend: Bei einer Polizeirazzia an der Sperrstrasse 80 im September 2024 wurden mehrere Personen wegen Verdachts auf Menschenhandel festgenommen. Das Verfahren läuft noch. Spätestens damit ist für uns eine Grenze überschritten – solche Zustände können und dürfen in einem Wohnquartier nicht länger toleriert werden.

Unsere Kritik richtet sich explizit nicht gegen die Sexarbeiterinnen und Prostitution im Allgemeinen, sondern gegen die rücksichtslosen Betreiber des Betriebs und gegen die Behörden, die diese Zustände seit Jahren tolerieren. Immer wieder gibt es Polizeieinsätze, doch nachhaltige Konsequenzen bleiben aus.

Besonders problematisch ist, dass sich der Betrieb mitten in einem Wohnquartier befindet – in unmittelbarer Nähe eines Kindergartens und eines Altersheims. Zudem wird wertvoller Wohnraum zweckentfremdet und für den Sexbetrieb genutzt.

Wir wissen, dass wir hier nicht im Gellert wohnen – und das soll auch nicht so sein. Wir schätzen die Lebendigkeit und Vielfalt des Kleinbasels; ein bisschen Chaos gehört dazu. Doch die aktuellen Zustände, verbunden mit dem Verdacht auf Menschenhandel und organisierte Ausbeutung, gehen weit darüber hinaus und sind für die Anwohnerschaft nicht mehr tragbar.

Wir fühlen uns von den zuständigen Behörden nicht ernst genommen und in unserem eigenen Wohnumfeld nicht mehr sicher.

Wir fordern deshalb:

  • Sofortige Überprüfung der  Bau und Gastrobewilligung für die Kontaktbar La Perla und des Sexbetriebs in den Etagen darüber
  • Konsequente Durchsetzung von Lärm-, Bau- und Betriebsvorschriften
  • Schutz der Anwohnerschaft vor Gewalt, Drogen und nächtlichen Ruhestörunge
  • Schutz vulnerabler Personen vor Ausbeutung
  • Entschlossenes Vorgehen gegen Menschenhandel
  • Einstellung des Sexbetriebs 

Das Quartier soll wieder ein sicherer und lebenswerter Ort für alle Bewohnerinnen und Bewohner sein.



Mehr dazu:

Polizeieinsatz La Perla
https://bajour.ch/a/polizeieinsatz-la-perla
Bajour, 12. März 2026 

Bordell im Kleinbasel - Lärm, Dreck, Kriminalität: Anwohnende fühlen sich alleingelassen

Nachbar*innen fordern Ende des Sexbetriebs
Bajour, 4. März 2026

Warum ist das wichtig?

Die anhaltenden Zustände rund um die Sperrstrasse 80 beeinträchtigen die Sicherheit, Nachtruhe und Lebensqualität vieler Menschen im Quartier. Wiederholte Vorfälle, Polizeieinsätze und der Verdacht auf Menschenhandel zeigen, dass die Situation längst eine Grenze überschritten hat. Trotz zahlreicher Beschwerden über mehrere Jahre hinweg hat sich bisher kaum etwas verbessert. Viele Menschen sind deswegen bereits weggezogen aus dem Quartier. Mit dieser Petition fordern wir die Behörden auf, Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, damit unser Wohnquartier wieder ein sicherer und lebenswerter Ort für alle wird.


Wir haben bereits einen Brief an Regierungsrätin Stephanie Eymann übergeben:

Sehr geehrte Frau Eymann

Trotz zahlreicher Beanstandungen unsererseits hat sich die untragbare Situation rund um die Kontaktbar La Perla und das Sexgewerbe in den Etagen darüber an der Sperrstrasse 80 in keiner Weise verbessert. Ein Jahr nach Einreichung unserer Lärmklage bestehen die massiven Störungen unverändert fort. Die regelmässigen Gewaltexzesse, nächtlichen Ruhestörungen strassenseitig sowie zum Innenhof und weitere gravierende Vorfälle sind für die Anwohnerschaft nicht länger tragbar. Das Quartier ist dadurch weder familienfreundlich noch lebenswert; es kommt vermehrt zu Wegzügen.

Zwar rückt die Polizei bei akuten Vorfällen aus, doch nachhaltige Konsequenzen bleiben aus. Wir fühlen uns von den zuständigen Behörden nicht ernst genommen und in unserem eigenen Wohnumfeld nicht mehr sicher. Die Rede ist von Menschenhandel, Förderung der Prostitution, Gewalt- und Drogendelikten. Unsere Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen die vulnerablen Sexarbeiterinnen, sondern gegen das System, das solche Zustände ermöglicht und toleriert: die Betreiber der Kontaktbar sowie die zuständigen Behörden und Ämter, die wegsehen und dieses rücksichtslose Treiben gewähren lassen.

Unverständlich ist für uns insbesondere, wie ein Sexbetrieb mitten in einem Wohnquartier – in unmittelbarer Nähe von Kindergarten und Altersheim – jede Nacht bis 6 Uhr morgens geöffnet sein kann und nebst Lärm und Gewalt, Abfall, Gestank sowie unhygienische Zustände verursacht. Die betriebsfreundliche Haltung einzelner Amtsstellen, insbesondere des Bau- und Gastroinspektorats, ist haarsträubend. Bereits 2019 wurde eine Beschwerde aus der Nachbarschaft nicht ernst genommen; bei einem offiziellen Begehungstermin erschien das zuständige Amt nicht mal.

Wir haben es satt, regelmässig nachts und frühmorgens die Polizei zu rufen, wenn es vor der La Perla wieder zu Gewaltausschreitungen kommt. Polizeirapporte über Einsätze in der La Perla, die unsere Aussagen belegen, existieren zuhauf. Alle Emissionen sind bekannt und trotzdem verändert sich nichts. Wie voll muss das Mass sein, damit der Kanton seine Verantwortung wahrnimmt?

Mehrere Verwaltungsstellen sind betroffen: Die Polizei sichert Beweise und leitet Verfahren ein, das Bau- und Gastroinspektorat verfolgt Verstösse der Betreiber, und das Amt für Umwelt und Energie ist für Lärm und Emissionen zuständig. Tatsache ist jedoch: Trotz Verfehlungen im Bereich Sexarbeit, Menschenhandel, Gewalt- und Drogendelikten sowie zahlreicher Anzeigen bleibt der Sexbetrieb unangetastet. Die Situation an der Sperrstrasse schadet unserem Sicherheitsgefühl im Wohnumfeld.

Hinzu kommt, dass der Betrieb über keine Umnutzungsbewilligung verfügt und es sich somit auch um eine Zweckentfremdung von dringend benötigtem Wohnraum im Kleinbasel handelt. Der ständige Wechsel von Sexarbeiterinnen, die jeweils nur kurzfristig in diesen Wohnungen untergebracht sind, verhindert ein nachbarschaftliches Zusammengehörigkeitsgefühl und erzeugt stattdessen ein Klima der ständigen Durchreise und Unruhe.

Basel beruft sich auf seine humanistische Tradition und sein fortschrittliches Selbstverständnis. Doch wie positioniert sich die Stadt im Jahr 2026 im Umgang mit Menschenhandel und organisierter Ausbeutung – Menschenhandel, der in unserer Strasse auf der anderen Seite der Hausmauer stattfindet? Die Situation an der Sperrstrasse schadet dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und dem Ansehen der Stadt.

Die Vielzahl der dokumentierten Vorfälle würde den Rahmen dieses Schreibens sprengen. Eine detaillierte Übersicht können Sie sicher intern via Polizeimeldungen, Lärmklagen (AUE) und Gastrobewilligungen einsehen. 


Wir fordern Sie eindringlich auf, die notwendigen Schritte einzuleiten und die rechtlichen Hebel in Bewegung zu setzen, um diesen Zuständen ein Ende zu bereiten.

Mit freundlichen Grüssen

Die Anwohnerschaft der Sperrstrasse und Betroffene aus der Umgebung

Wie die Unterschriften übergeben werden

Wir haben bereits einen Brief an Regierungsrätin Stephanie Eymann übergeben. Die gesammelten Unterschriften werden wir Ihr nach Abschluss dieser Petition überreichen.

4057 Basel, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2026-03-08 22:01:03 +0100

25 Unterschriften erreicht

2026-03-06 17:19:58 +0100

10 Unterschriften erreicht