10,000 Unterschriften erreicht
An: Mitglieder des Nationalrates
Zugang zur Psychotherapie sichern – Hilfe statt Hürden
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Die Gesundheitskommission des Nationalrats will den Zugang zu psychologischer Psychotherapie erschweren.
Mit der Motion 26.4067 soll künftig vor Beginn einer Psychotherapie zwingend eine gesicherte Diagnose durch eine:n Psychiater:in vorliegen.
Das bedeutet: Wer psychotherapeutische Hilfe braucht, müsste zuerst einen zusätzlichen Facharzttermin mit eine:r Psychiater:in organisieren. Auch dann, wenn eine Psychotherapie bereits klar angezeigt ist. Das heisst: noch längere Wartezeiten als bis anhin schon.
Eine obligatorische psychiatrische Abklärung vor jeder Psychotherapie würde einen weiteren Engpass schaffen.
Seit 2022 können psychologische Psychotherapeut:innen auf ärztliche Anordnung selbstständig über die Grundversicherung abrechnen. Eine aktuelle Evaluation der ZHAW im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit zeigt: Die Umsetzung dieser Neuregelung ist mehrheitlich gelungen und der Zugang zur Psychotherapie hat sich verbessert. Gleichzeitig bestehen weiterhin relevante Versorgungslücken. Besonders schwierig bleibt der Zugang für Kinder und Jugendliche, Menschen in ländlichen Regionen und weitere unterversorgte Gruppen. Menschen mit grossem psychischem Leiden warten heute unvertretbar lange auf einen Behandlungsplatz. Niemand geht grundlos in Psychotherapie.
Eine obligatorische psychiatrische Abklärung vor jeder Psychotherapie würde einen weiteren Engpass schaffen.
Seit 2022 können psychologische Psychotherapeut:innen auf ärztliche Anordnung selbstständig über die Grundversicherung abrechnen. Eine aktuelle Evaluation der ZHAW im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit zeigt: Die Umsetzung dieser Neuregelung ist mehrheitlich gelungen und der Zugang zur Psychotherapie hat sich verbessert. Gleichzeitig bestehen weiterhin relevante Versorgungslücken. Besonders schwierig bleibt der Zugang für Kinder und Jugendliche, Menschen in ländlichen Regionen und weitere unterversorgte Gruppen. Menschen mit grossem psychischem Leiden warten heute unvertretbar lange auf einen Behandlungsplatz. Niemand geht grundlos in Psychotherapie.
Wir fordern die Mitglieder des Nationalrats auf:
Lehnen Sie die Motion 26.4067 ab.
Setzen Sie sich stattdessen für eine psychotherapeutische Versorgung ein, die
- zeitnah zugänglich ist,
- psychiatrische Ressourcen zweckmässig einsetzt,
- interprofessionelle Zusammenarbeit dort stärkt, wo sie fachlich notwendig ist,
- die Kostenentwicklung differenziert untersucht,
- und Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht mit zusätzlichen Hürden belastet
Warum ist das wichtig?
Psychologische Psychotherapeut:innen verfügen über ein abgeschlossenes Psychologiestudium und eine mehrjährige eidgenössisch anerkannte Weiterbildung in Psychotherapie. Diagnostik und die Behandlung psychischer Erkrankungen gehören zu ihren Kernkompetenzen.
Psychiatrische Expertise ist wichtig. Diese Zusammenarbeit sollte jedoch dort stattfinden, wo sie fachlich notwendig ist. Denn auch in der Psychiatrie bestehen bereits heute Versorgungsengpässe. Es ist deshalb wenig sinnvoll, die begrenzten psychiatrischen Kapazitäten mit unwirksamen Aufgaben zusätzlich zu belasten.
Wichtig ist: Psychotherapie verhindert erhebliche Folgekosten. Eine Studie der Universität Lausanne zeigt, dass ein in Psychotherapie investierter Franken einen wirtschaftlichen Nutzen von rund 1.50 bis 4.05 Franken erzeugt. Wer Kosten kontrollieren will, sollte deshalb Fehlversorgung gezielt angehen und nicht den Zugang zu wirksamer Behandlung weiter erschweren.
Unterschreibe jetzt und fordere den Nationalrat auf, den Zugang zur Psychotherapie nicht weiter zu erschweren.
Initiantinnen
Initiantinnen
Corinne Müller, Fachärztin Psychiatrie & Psychotherapie FMH
lic. phil. Andrea Leininger, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Stephanie Karrer, Psychologin und Psychotherapeutin i.A.
Erstunterzeichnende
Sarah Wyss, Nationalrätin Co-Präsidentin der parlamentarischen Gruppe psychische Gesundheit und Psychiatrie
Farah Rumy Vize-Präsidentin des Nationalrats, Dipl. Fachexpertin Pflege
Nina Schläfli, Nationalrätin
Mattea Meyer, Nationalrätin
Judith Schenk, Stadträtin Stadt Bern
Anna Rosenwasser, Nationalrätin
Gülsha Adilji, Journalistin/Podcasterin
Anja Knabenhans, Journalistin/Autorin
Anja Glover, Soziologin/Autorin
Valentina Achermann, eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Grossrätin Kanton Bern
Franziska Roth, Ständerätin
Gabriela Allemann, Pfarrerin
Martin Stäger, Mental Coach/ambulante psychiatrische Pflege
Stefan Beyeler, Geschäftsführer
Jasmin Grünenfelder, Kindergartenlehrperson
Kaan Kahraman, Sportlehrer
Prof. Dr. med. Matthias Jäger, Stiftungsratspräsident Pro Mente Sana
Muriel Langenberger Geschäftsleiterin Pro Mente Sana
Tiziana Perini Co-Präsidium FSP
Loris Rohrbach-Grandjean, Co-Präsidium FSP
Cathy Maret, Leiterin Berufspolitik und Kommunikation FSP
Muriel Brinkrolf, Direktorin FSP
Gabriela Rüttimann, eidg. anerkannte Psychotherapeutin, (ASP)
Urs Hassler, Abteilungsleiter Allgemeinbildung BSDPZ und Präsident des SBAP.
Eveline Estermann eidg. anerkannte Psychotherapeutin Co-Präsidentin im Verband Aargauer Psycholog:innen
Prof. Radek, PTAK Präsident Schweizerischen Vereinigung für Neuropsychologie
lic. phil. Christopher Schütz, eidg. anerkannter Psychotherapeut
Präsident der Schweizerischen Vereinigung Klinischer Psycholog:innen
Prof. Carlo Fabian, Fachpsychologe Gesundheitspsychologie FSP, Leiter Institut Soziale Arbeit und Gesundheit Hochschule für Soziale Arbeit (HSA)
Lisa Egger Wäger, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Paula Ritz, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Tamara Steiner,eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Nicole Jäger, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Christa Wyss-Boschung, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Noëlle Hirt, Psychologin und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin i.A.
Patricia Schönenberger, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Lara Barblan, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Pascale Müller eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Dipl.-Psych. Julia Wegmann eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Aleksandra Bratic Grunauer, Kinder- und Jugendpsychologie FSP
Peter Bührer, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
Julia Wegmann, Diplom-Psychologin
Eveline Estermann eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Co-Präsidentin im Verband Aargauer Psycholog:innen
Danica Widmer-Kölbener Eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Yvik Adler, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Armon Simonett, eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut
Jennifer Havranek, Psychologin FSP, Psychotherapeutin i. A.
Sebastian Zollinger Eidg. anerkannter Psychotherapeut Institutsleiter IPF Luzern
lic. phil. Stephanie Troxler, Eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Silvia Schmidlin, lic.phil., eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Laura Fischer, eid. anerkannte Psychotherapeutin
Stefanie Urech-Meyer, eidg. anerkannte Psychotherapeutin
Dominique André, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Präsident GPPSo
Dr. med. Joe Greisser. Entwickler der Burgmethode, Facharzt FMH für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neurodivergenz, Autor
Prof. em. Dr. med. Dipl.-Päd. Michael von Aster, Psychiater
Dr.med. Simone Zobrist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
Dr. med. Leonhard Funk, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Dr. med. Wolfgang Prinz, FMH Kinder-/Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Dr. med. Claudius Elsner, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. Dr. Janina Kowalski, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Lucas Krug, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie
Dipl. Arzt Michael Pokorny, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH
Hannes Zaczek, Assistenzarzt Psychiatrie
Pract. med. Werner Scharr, Kinder- Jugend- und Erwachsenenpsychiater
Dr. med. François Moll, FMH Psychiatrie und Psychotherapie
Monika Reber, Hausärztin und Co -Präsidentin Haus- und Kinderärzte Schweiz (mfe)
Dr. med. Edward Schober, Hausarzt/FMH Allgemeine Innere Medizin
Dr. med. Markus Baumann, Facharzt allgemeine innere Medizin
Dr. med. Denise Brencklé, Fachärztin Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Michael Schärer Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
Dr. med. Nadine Müller Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Dr. med. Oliver Adam Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Frau Simone Christine Affolter Fachärztin Allgemeine Innere Medizin FMH
Dr. med. Nicola Knauer-Martignoni, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin FMH
Simone Christine Affolter Fachärztin Allgemeine Innere Medizin FMH
Dr.med. Chiara Gallo, Hausärztin
Dr. med. Carol Iten-Rossiter, Hausärztin
Dr. med.Dirk Bareiss Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH und Nephrologie FMH
Martina Benker, Assistenzärztin für Allgemeine innere Medizin
Dr.med.Ruedi Brodbeck, Allgemeine Innere Medizin FMH
Varun Gupta, Facharzt Allgemeine Innere Medizin
Maya Rohner, Sozialarbeiterin
Noemi Hurtado, Heilpädagogin
Elena Retica, Fachperson ADHS/Autismus
Daniela Lieberherr, Betroffene
Daniela Iff, Peermitarbeiterin/Genesungsbegleiterin
Katharina Fischer, Job Coach
Sophie Ley, Pflegefachfrau
Lucia Mikeler, Hebamme/Landrätin BL