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An: Candinas Martin und Giezendanner Benjamin
Unser Land – unsere Dörfer: Schluss mit dem ungebremsten Ausweichverkehr

Petition zum Schutz der Bevölkerung vor übermässigem Transit- und Ausweichverkehr
Unser Land, unser Kanton Graubünden und insbesondere unsere Gemeinden leiden zunehmend unter dem starken Verkehrsaufkommen auf den wichtigen Transitachsen.
An schönen Wochenenden, während Ferienzeiten und an Feiertagen kommt es auf den Autobahnen regelmässig zu massiven Verkehrsüberlastungen und kilometerlangen Staus. Die Folge ist bekannt: Navigationssysteme leiten den Verkehr von den Hauptachsen weg und durch unsere Dörfer, Wohnquartiere und über Nebenstrassen. Mittlerweile sind selbst abgelegene Ortschaften und Bergregionen von diesem Ausweichverkehr betroffen.
Für die einheimische Bevölkerung ist diese Situation zunehmend unzumutbar.
Es kann nicht sein, dass Einwohnerinnen und Einwohner an stark frequentierten Wochenenden bereits am Mittag überlegen müssen, ob sie ihr Zuhause überhaupt noch verlassen können, weil ungewiss ist, ob sie später in vernünftiger Zeit wieder zurückkehren können.
Unsere Dörfer und Nebenstrassen dürfen nicht länger als Ausweichrouten für den internationalen und überregionalen Transitverkehr dienen.
Wir fordern deshalb:
Bund, Kanton und Gemeinden sollen gemeinsam wirksame Massnahmen ergreifen, um die einheimische Bevölkerung vor übermässigem Transit- und Ausweichverkehr zu schützen.
Dazu gehören insbesondere:
- wirksame Massnahmen, damit Transitverkehr bei Stau auf den dafür vorgesehenen Hauptverkehrsachsen bleibt und nicht durch Dörfer und Wohngebiete ausweicht;
- die Prüfung temporärer Durchfahrtsbeschränkungen, Verkehrslenkungen oder anderer geeigneter Massnahmen an besonders belasteten Tagen;
- eine bessere Koordination zwischen Bund, Kanton, Gemeinden und Polizei;
- die Prüfung finanzieller Lenkungsmassnahmen für den Transitverkehr, damit sich dieser angemessen an den Kosten und Belastungen beteiligt, die er verursacht;
- die Entwicklung einer langfristigen Verkehrsstrategie, welche die Interessen und die Lebensqualität der betroffenen Bevölkerung stärker berücksichtigt.
Die Schweiz liegt im Herzen Europas und ist auf funktionierende Verkehrsverbindungen angewiesen. Wir stellen den notwendigen Personen- und Warenverkehr nicht grundsätzlich infrage.
Wir verlangen jedoch, dass die Interessen der eigenen Bevölkerung ebenso ernst genommen werden.
Wer unsere Verkehrswege lediglich zur Durchfahrt nutzt, darf nicht dazu führen, dass ganze Dörfer blockiert werden und die einheimische Bevölkerung ihre Bewegungsfreiheit und Lebensqualität verliert.
Unsere Strassen verbinden Europa – unsere Dörfer dürfen dabei aber nicht zu Ausweichrouten werden.
Wir fordern die zuständigen politischen Behörden auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene auf, gemeinsam zu handeln und konkrete, wirksame Lösungen vorzulegen.
Warum ist das wichtig?
Es ist wichtig, diese Petition zu unterstützen, weil sich die Verkehrssituation auf unseren Hauptverkehrsachsen und insbesondere in den betroffenen Dörfern seit der Corona-Zeit spürbar verschärft hat.
An schönen Wochenenden, Feiertagen und während der Ferienzeiten gehören kilometerlange Staus und massiver Ausweichverkehr mittlerweile beinahe zum Alltag. Trotz dieser seit Jahren bekannten Problematik hat die betroffene Bevölkerung den Eindruck, dass sich an der Situation kaum etwas verbessert.
Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass ganze Dörfer regelmässig mit Ausweichverkehr überflutet werden und die einheimische Bevölkerung dadurch in ihrer Bewegungsfreiheit und Lebensqualität eingeschränkt wird.
Es braucht jetzt konkrete und wirksame Massnahmen – und genau deshalb unterstütze ich diese Petition.