An: Die Weltwoche

Roger Köppel: Verantwortung statt Kreml-Narrative

Für eine verantwortungsvolle öffentliche Kommunikation über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine

Mit dieser Petition möchten wir unsere tiefe Besorgnis über die öffentliche Berichterstattung und Kommentierung von Roger Köppel zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Ausdruck bringen.

Roger Köppel ist eine einflussreiche Persönlichkeit in der Schweizer Medienlandschaft. Gerade deshalb trägt er eine besondere Verantwortung für eine faktenbasierte und sorgfältige öffentliche Debatte.

In den vergangenen Jahren hat Roger Köppel Russland mehrfach besucht und sich wiederholt öffentlich zu Themen rund um den Krieg in der Ukraine geäußert. Viele seiner Aussagen und Kommentare werden von zahlreichen Beobachtern als verharmlosend gegenüber der russischen Regierung oder als Übernahme russischer Argumentationsmuster wahrgenommen. Dies hat erhebliche Kritik ausgelöst.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine stellt einen schwerwiegenden Bruch des Völkerrechts dar. Zahlreiche unabhängige internationale Organisationen haben umfangreiche Belege für Kriegsverbrechen dokumentiert. Angesichts dieser Fakten erwarten wir von einflussreichen Medienschaffenden besondere journalistische Sorgfalt und eine klare Einordnung staatlicher Desinformation.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Meinungsfreiheit. Im Gegenteil: Die freie Meinungsäußerung ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Sie geht jedoch mit Verantwortung einher – insbesondere dann, wenn Aussagen ein Millionenpublikum erreichen.

Wir fordern Roger Köppel auf,

  • seine Berichterstattung und Kommentare konsequent an überprüfbaren Fakten auszurichten,
  • staatliche Propaganda aller Kriegsparteien kritisch einzuordnen,
  • die dokumentierten Kriegsverbrechen und das Leid der ukrainischen Bevölkerung angemessen zu berücksichtigen und
  • seiner Verantwortung als einflussreicher Journalist gerecht zu werden.

Unser Ziel ist eine faktenbasierte öffentliche Debatte, die Desinformation keinen Raum gibt und den Opfern dieses Krieges mit Respekt begegnet.


Warum ist das wichtig?

Der russische Angriff auf die Ukraine hat unermessliches Leid verursacht. Millionen Menschen wurden vertrieben, Zehntausende getötet oder verletzt, und zahlreiche internationale Organisationen haben Kriegsverbrechen dokumentiert.

Gerade in einer Demokratie tragen einflussreiche Medienschaffende eine besondere Verantwortung. Wenn Narrative verbreitet oder verharmlost werden, die den russischen Angriff relativieren oder die Verantwortung des Aggressors verwischen, kann dies die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen und Desinformation Vorschub leisten.

Mit dieser Petition geht es nicht darum, Meinungsfreiheit einzuschränken. Unterschiedliche Meinungen gehören zu einer freien Gesellschaft. Es geht vielmehr darum, Verantwortung einzufordern und für eine faktenbasierte Berichterstattung einzustehen.

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass öffentliche Persönlichkeiten sorgfältig mit Informationen über einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg umgehen sollten, unterstützen Sie diese Petition. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Wahrheit, journalistische Verantwortung und Solidarität mit den Opfern dieses Krieges.


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