An: • Das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen • Verantwortliche beim SEM • Ein Mitglied des Parlaments • Die Kirche
KU-Twannberg Twannberg 9 2516 Lamboing
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind eine Familie mit drei Kindern und leben seit vier Jahren in der Schweiz. Wir sind Iraker und wurden aufgrund meiner Tätigkeit als Sicherheitsbeamter verfolgt. Wir besitzen keine Bindungen zu Dominica. Unsere Kinder sind in der Schweiz integriert, und unsere Tochter lebt verheiratet hier. Ich habe einen Herzinfarkt erlitten und nehme vier Medikamente dauerhaft ein.
Trotz der Anerkennung, dass eine Rückkehr in den Irak unmöglich ist, bewertet das SEM ein Leben in Dominica fälschlicherweise als möglich und verweigert uns eine Anhörung. Die Wegweisung ist für den 22.12.2025 angesetzt.
Wir bitten um Neubewertung, Aufhebung des Entscheids und vorläufige Aufnahme bis zur endgültigen Entscheidung.
Warum ist das wichtig?
Im Falle einer Rückführung nach Dominica würden unsere Kinder ihre Schulbildung nicht fortsetzen können, obwohl sie bereits vier Schulstufen erfolgreich abgeschlossen haben und Freunde hier haben. Sie würden von ihrer älteren, verheirateten Schwester in der Schweiz getrennt und wären psychischem Stress ausgesetzt, da sie in ein ihnen unbekanntes Land abgeschoben würden, wo ihnen Obdachlosigkeit droht.
Ich selbst würde von der medizinischen Versorgung abgeschnitten, habe Herzprobleme und nehme vier Medikamente ein. Wir haben auf den dominikanischen Pass verzichtet und sind dabei, ihn endgültig aufzugeben. Dennoch droht uns bei Ankunft der Entzug der Staatsangehörigkeit, fehlender Schutz, kein Wohnraum, keine Schulbildung für die Kinder und keine medizinische Versorgung.
Zudem besteht die Gefahr, dass wir an die irakischen Behörden überstellt werden, wo mir wegen der Aufgabe meines Sicherheitsdienstes ein Militärgericht mit Anklage wegen Flucht droht.