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To: Isabel García, Ex-GLP-Politikerin, neu FDP-Kantonsrätin

Isabel García, treten Sie zurück!

Sehr geehrte Frau García

Wer profitiert von Ihrem Wähler*innen-Betrug im Kanton Zürich?

Vielleicht hat die GLP Sie mehrmals enttäuscht. Oder vielleicht hat eine Standortbestimmung Ihre Bauchgefühle bestätigt und, obwohl zu einem merkwürdigen Zeitpunkt, war der Partei-Wechsel für Sie klar. Es kann sein, Frau García.

Aber Ihre Aktion hat gravierende Auswirkungen für den Kanton Zürich. Deswegen können wir diesen Parteiwechsel nicht als unschuldig stehen lassen und wir fordern, so wie viele Ihrer Wähler*innen, dass Sie sofort zurücktreten:

- Die Klima-Allianz ist kaputt: Was die Anti-Klima-Parteien nicht in den Urnen gewinnen konnten, wird jetzt wegen Ihnen “gratis” gewährleistet.
- Eine nachhaltige Zukunft wird weiter verhindert. Nötige Klimaschutz-Massnahmen werden nicht genehmigt.
- Wie Sie in Ihren Sozialen Medien als Reaktion auf Ihre Aktion lesen können, fühlen sich Ihre Wahler*innen betrogen. Der Wahlkreis II hat sich stark für progressive Kandidat*innen und Parteien entschieden. Die FDP hatte relativ wenig Wähler*innen-Anteile, es reichte für einen Sitz. Doch jetzt bekommt die konservative Partei Ihren Platz als “unerwartetes” Geschenk.

Die Mehrheit der Bevölkerung, welche am 12. Februar im Kanton Zürich ihre Stimme gegeben hat, will ein Kantonsparlament, das sich um die Umwelt und das Klima kümmert. Wegen Ihnen steht die Mehrheit der Klima-Allianz im Kantonsrat nicht mehr nur auf der Kippe. Nein, die Mehrheit ist gefallen und Klimaschutzanliegen werden blockiert. Sie wissen es. Wir wissen es. Die mächtigen Menschen, welche von Ihrem Wechsel profitieren, wissen es. Die Wähler*innen, die sich von Ihnen betrogen fühlen, auch.

In den nächsten Jahren wollen wir nicht an Sie denken, wenn eine Massnahme, um das Klima und die Umwelt zu schützen, gestoppt wird. Treten Sie jetzt zurück und beschädigen Sie bitte nicht unsere Demokratie weiter.

Why is this important?

Proporzwahlen widerspiegeln den Willen der Wähler*innen. Zwar werden Personen gewählt, doch in erster Linie erhalten sie Stimmen aufgrund der Parteien-Liste, auf der sie geführt werden. Das ist auch bei Ihnen der Fall, rund 5/6 der Stimmen, die Sie erhalten haben, stammen von der GLP-Liste. Wenn Sie Ihre Wähler*innen respektieren, dann treten Sie zurück.

Aktionen wie diese, erschüttern das Vertrauen in die Demokratie. Wie können sich Wähler*innen sicher sein, wen sie wählen sollen, wenn unklar ist, ob unmittelbar nach den Wahlen (oder auch später) Parteiwechsel vollzogen werden?
Zürich, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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