An: Hochschulpräsidien

#Hochdruck - Wir fordern nachhaltige Hochschulen!

Hochschulen haben das Potential, gesellschaftlichen Wandel anzustoßen und selbst zu leben – auf diese und zukünftige Herausforderungen sind sie jedoch unzureichend vorbereitet.

Wir fordern deshalb mit #Hochdruck, dass Hochschulen wieder ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und ihren Teil zu einer nachhaltigen Veränderung beitragen.

Dazu haben wir konkrete Forderungen ausgearbeitet, die umgesetzt werden müssen, damit Hochschulen nicht nur selbst zum Vorbild einer sozial-ökologischen Transformation werden - sondern auch Multiplikator*innen ausbilden, die diese Themen in die breite Gesellschaft und Politik tragen.

1. Verpflichtende Module zu nachhaltiger Entwicklung und Klimanotlage
2. Credits für Engagement: Gremien-, Initiativenarbeit und außeruniversitäres Engagement muss in allen Studiengängen angerechnet werden können.
3. Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden um 25% bis Ende 2022 & 100 % Erneuerbare Energien bis 2030
4. Bis 2025 sind alle Hauptgerichte der Mensen pflanzlich.
5. Kostenloses bundesweites ÖPNV-Ticket für Studierende und Mitarbeitende bis 2022
6. Mehr Grün als Beton! Lebendige Hochschule – nach Schwammprinzip mit 40% entsiegelten Flächen und gutem Klima
7. Bezahlbares und nachhaltiges Wohnen für Studierende – 40% sozialer Wohnraum bei Neubau und netto Null in der Ökobilanz.
8. Bis spätestens 2025 sind alle Hochschulgremien mind. paritätisch von Studierenden besetzt.
9. Mind. 85% Grundfinanzierung und stabile transparente Finanzierung der Hochschulen durch das Land & Zweckbindung finanzieller Mittel an Klimaschutz- und Anpassung!
10. Divestment: Bis 2025 investieren Hochschulen nicht mehr in fossile Strukturen.

Warum ist das wichtig?

Wir brauchen radikale Veränderungen hin zu einer sozial-ökologisch gerechten Welt. Vor allem im deutschsprachigen Raum sind wir aber weit davon entfernt unserer Verantwortung dahingehend nachzukommen.

Hochschulen sollten Orte der Gestaltung, des Ausprobierens, des Wandels sein – gesellschaftliche Entwicklungen vordenken und vorleben. Aus der Geschichte lernen wir, welche Kraft (studentische) Bewegungen haben können. Viel wurde zum Beispiel während der 68er-Bewegung gefordert und einiges davon umgesetzt. Und heute? Heute stehen wir vor dieser riesigen existenziellen Herausforderung und der Großteil der Hochschulen schafft es nicht dieser Realität mit den notwendigen Entscheidungen und Handlungen zu begegnen.

Wir fordern mit #Hochdruck, dass sich Hochschulen dieser Herausforderung annehmen: Kein Schönreden, kein Zerreden, keine Ausreden. Mit Offenheit und Ehrlichkeit, Neugierde und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – weil wir es müssen, können und wollen. Wir, die Studierenden, sind der mit Abstand größte Stakeholder/die größte Gruppe an den Hochschulen. Wir sind jung, kritisch und voller Tatendrang – von uns muss diese Veränderung maßgeblich gestaltet und getragen werden. In eine klimagerechte Hochschullandschaft, in eine klimagerechte Gesellschaft.

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