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An: Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, Emir von Katar, und Scheich Chalid Bin Chalifa Bin Abdulaziz Al Thani, Premierminister und Innenminister von Katar

Fussball-WM 2022: Katar muss die Menschenrechte ihrer ArbeitsmigrantInnen respektieren

Sammelfrist abgelaufen

Fussball-WM 2022: Katar muss die Menschenrechte ihrer ArbeitsmigrantInnen respektieren

Der Schutz der Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Katar bleibt mangelhaft. Um diese Mängel dauerhaft zu beheben, fordern wir Sie dringend auf:

• die Todesfälle zu untersuchen, die sich im Rahmen der Vorbereitungen der Weltmeisterschaft ereignet haben; festzustellen, wer dafür die Verantwortung trägt; die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen und zu verurteilen; sowie den Familien der Opfer eine Entschädigung und eine gerechte und angemessene Wiedergutmachung zu gewähren;

• die Anzahl Kontrollen der Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die bei Privatpersonen oder Unternehmen (staatlich oder privat) angestellt sind, zu erhöhen, und eine verbindliche Ruhezeit einzuführen, die den klimatischen Bedingungen und der Art der durchgeführten Arbeit angemessen ist;

• von medizinischen Gutachtern die Ausstellung einer Bescheinigung zu verlangen, welche die genauen Ursachen der Todesfälle detailliert darstellt, und den entsprechenden internationalen medizinischen Normen in der Sache erfüllt – dies mit der Verpflichtung, bei verdächtigen oder plötzlichen Todesfällen oder solchen ohne feststellbare Ursache eine Autopsie durchzuführen;

• auf nationaler Ebene ein wirksames System zur Registrierung von Todesfällen und ihrer Ursachen einzurichten, mit der Verpflichtung, die gesammelten Informationen schnell an die betroffenen Familien in Katar oder im Ausland zu übermitteln.

Warum ist das wichtig?

Wir sind sehr besorgt über die Situation Tausender Ausländerinnen und Ausländer, die in Katar arbeiten – insbesondere derjenigen, die an der Errichtung der Fussball-Weltmeisterschaft 2022 arbeiten. Seitdem die Austragung dieser Veranstaltung an Katar vergeben wurde, sind Tausende von Arbeitnehmern, zum grossen Teil Ausländer, auf den Baustellen dieses Projekts gestorben. Die Gründe sind sehr harte Arbeits- und Klimabedingungen sowie mangelnder Schutz. Oft werden die Familien nicht über den Tod ihrer Angehörigen informiert oder dafür entschädigt. 2020 hat Katar das umstrittene «Kafala»-System abgeschafft. Diese Entscheidung ist zu begrüssen. Dennoch bleibt der Schutz der Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Katar mangelhaft.

Katar ist Vertragspartei des internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte und des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Diese Verträge verpflichten Katar, das Recht auf Leben jeder Person zu schützen, einschliesslich desjenigen ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, und ihnen würdige Arbeitsbedingungen und eine gesunde Umgebung zu garantieren. Diese Verträge verpflichten Katar auch, darauf zu achten, dass die Arbeitgeber diese Rechte garantieren und einhalten.

Neuigkeiten

2022-06-07 11:46:07 +0200

Petition ist mit 59 Unterschriften erfolgreich

2021-12-10 14:12:38 +0100

50 Unterschriften erreicht

2021-10-29 09:33:18 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-10-20 19:22:39 +0200

10 Unterschriften erreicht