An: An die Leitungen von Pflegeverand und Gewerkschaften

Für einen nationalen Pflegestreik

Wir Pflegende und Gesundheitsfachleute sind empört, wie die nationale Politik den politischen Willen des Stimmvolks bei der Umsetzung der Pflegeinitiative missachtet und die Pflegenden im Regen stehen lässt. Die Pflege braucht bessere Arbeitsbedingungen, und das darf und muss auch etwas kosten!
Jetzt muss etwas geschehen: Wir plädieren für einen nationalen Pflegestreik. Das Ziel: Hunderttausende Menschen aus der ganzen Bevölkerung machen mit und streiken mit uns und für uns.  Mögliches Datum: Freitag, 27. November 2026, weil es dann  fünf Jahre her ist, seit die Pflegeinitiative durch den Souverän angenommen wurde. 
Wir fordern unsere Berufsverbände und Gewerkschaften  SBK,  VPOD und Unia auf, sich aktiv für einen solchen Pflegestreik einzusetzen. Applaudiert wurde genug!

Warum ist das wichtig?

Die Situation in der Gesundheitsversorgung und insbesondere in der Pflege ist besorgniserregend. Wegen belastender Arbeitsbedingungen verlassen viele Berufsleute das Berufsfeld, was den Personalmangel verstärkt, worauf der Stress nochmals zunimmt, worauf noch mehr Berufsleute aussteigen. Das ist schlecht für all diese Kolleg:innen, und es ist auch schlecht für die Patient:innen und alle, die auf instituionelle Pflege und Betreuung angewiesen sind. 
Das sieht auch die Stimmbevölkerung so. Am 28. November 2021 hat sie mit einer Mehrheit von 61 Prozent die Pflegeinitiative angenommen und damit die nationale Politik beauftragt, für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Doch geschehen ist betreffend der Arbeitsbedingungen auf nationaler Ebene bisher nichts - und neu sollen sogar die minimalen Umsetzungs-Vorschläge des Bundesrates vom Tisch gewischt werden. Jetzt braucht es den Druck der Strasse, und unsere Verbände und Gewerkschaften sollen dies an die Hand nehmen.  

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