100 Unterschriften erreicht
An: Gemeinderat Flawil
Flawil: Neue Tarife für Kinderbetreuung sistieren!
Die überstürzte Einführung neuer Tarife für die Tagesstruktur in Flawil belastet die Eltern übermässig und nimmt ihnen die Planungssicherheit. Die Verwendung der bisherigen kantonalen Beiträge ist nicht transparent kommuniziert. Zudem eilt der Gemeinderat der Abstimmung über das kantonale Gesetz zur Familie- und schulergänzenden Betreuung voraus.
Die Unterzeichnenden dieser Petition fordern vom Gemeinderat Flawil
1. Die Umsetzung der neuen Tarife per 1.2.2026 auszusetzen
2. Die öffentliche Diskussion zu starten
3. Die Tarifstruktur im Interesse der Familien, Frauen und Kinder zu überarbeiten
Die Unterzeichnenden dieser Petition fordern vom Gemeinderat Flawil
1. Die Umsetzung der neuen Tarife per 1.2.2026 auszusetzen
2. Die öffentliche Diskussion zu starten
3. Die Tarifstruktur im Interesse der Familien, Frauen und Kinder zu überarbeiten
Die Fernverkehrsanschlüsse, das intakte Zentrum und die kostengünstigen Tagesstrukturen sind Standortvorteile der Gemeinde Flawil. Flexible und bezahlbare Tagesstrukturen waren bis anhin einer der Leuchttürme von Flawil im Wettbewerb. Mit der Erhöhung der Elternbeiträge um bis zu 200% mitten im laufenden Schuljahr torpediert die Gemeinde Flawil das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Wir fordern deshalb, die Umsetzung des neuen Tarifs auszusetzen, die öffentliche Diskussion zu starten und die Tarifstruktur im Interesse der Familien, Frauen und Kinder zu überarbeiten.
Warum ist das wichtig?
- Die Vorgehensweise der Gemeindebehörden überrumpelte die Eltern mitten im Schuljahr und entzog ihnen die Planungssicherheit.
- Familien müssen wieder rechnen, ob sich die zweite Erwerbstätigkeit lohnt. Die Erhöhung ist auch frauenfeindlich, denn in den meisten Fällen wird die Frau die Familienarbeit wieder übernehmen müssen.
- Damit die soziale Sicherheit der heutigen Generationen in der Zukunft gesichert werden kann, tragen die Familien bereits die finanziellen Lasten. Sie dürfen nicht noch zusätzlich belastet werden.
- Die massiven Tariferhöhungen treffen besonders Familien des Mittelstandes. Sie profitieren von keinem Sozialtarif, tragen aber mit der neuen Tarifstruktur den Hauptteil der Last.
- Mit ihren Steuern finanzieren die Eltern die Aufgaben der Gemeinde mit. Mit der Überwälzung von Mietkosten von gemeindeeigenen Liegenschaften werden sie für einen gesetzlichen Auftrag der Schule doppelt zur Kasse gebeten.
- Aufgrund eines vagen Zukunftsprojekt, im ehemaligen Spital eventuell eine Kindertagesstätte einzurichten, wird den Tagesstrukturen via Elternbeiträge 25'000 Franken als Anteil an einem Architekturwettbewerb zur Arealentwicklung verrechnet.
- Mehr Erwerbstätigkeit der Frauen erhöht das Steuersubstrat. Die Progression durch das Zweiteinkommen führt zu deutlichen Mehrerträgen für Bund, Kanton und Gemeinde. Die neuen Hürden durch die massiven Tariferhöhungen verhindern dies. Weil auch die erhöhten Elternbeiträge bei den Steuern abgezogen werden können, entstehen zudem zusätzliche Steuerausfälle.
Nach dem gültigen Gesetz erhalten die Gemeinden Gelder vom Kanton für familien- und schulergänzende Betreuungsangebote. Die Verwendung ist abschliessend definiert. Aber wohin flossen und fliessen diese Kantonsbeiträge tatsächlich?
Nach dem gültigen Gesetz erhalten die Gemeinden Gelder vom Kanton für familien- und schulergänzende Betreuungsangebote. Die Verwendung ist abschliessend definiert. Aber wohin flossen und fliessen diese Kantonsbeiträge tatsächlich?
Die Umsetzung des neuen Gesetzes über Beiträge für familien- und schulergänzende Kinderbetreuung verzögert sich, denn es gibt 2026 eine Volksabstimmung darüber. Der Ausgang ist völlig offen. Damit entfällt der Hauptgrund der Gemeindebehörden für die überstürzte Einführung der neuen Tarifstrukturen.