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An: Kirchenrat der Ev.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich

Stopp klimaschädlicher kirchlicher Investments

Stopp klimaschädlicher kirchlicher Investments

«Für eine faire und nachhaltige Kirche – sofortiger Stopp klimaschädlicher Investments und Subventionen von Flugreisen»

Der Kirchenrat muss die berechtigten Klimaanliegen einer breiten Bevölkerungsgruppe endlich ernst nehmen – und in allen Handlungsfeldern eine sofortige und konsequente Umsetzung sozialer, ethischer und ökologischer Wertvorstellungen sicherstellen.

1. Im Anlagereglement der Landeskirche muss ein konkretes Ziel formuliert werden, als Investorin aktiv auf Firmen einzuwirken. Der entscheidende Punkt im Reglement fehlt.

2. Keine Investments in Firmen, deren Geschäftstätigkeit mit einem Erwärmungspotenzial über dem Minimalziel von 2 Grad des Pariser Klimaabkommens verbunden ist [basierend auf dem Rating von Globalance World [1]].

3. Der Kirchenrat hat Richtlinien zu erlassen, die sicherstellen, dass (a) Reisen der Gesamtkirchlichen Dienste bzw. von Kirchgemeinden (Aus- und Weiterbildung, Bildung, Kultur usw.) nicht mit klimaschädlichen Flugreisen erfolgen und (b) namentlich Vergünstigungen von solchen Reisen aus Steuermitteln ausgeschlossen sind.

4. Umsetzung der Klimaresolution: Aktive Unterstützung der Kirchgemeinden bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems mit dem Ziel der Optimierung des Ressourcenverbrauchs einschliesslich Schaffen von Anreizen (Beiträge, Innovationspreise, Information der Öffentlichkeit usw.)

Warum ist das wichtig?

Es genügt nicht, Mitglied von Ethos zu sein. Die Kirche ist Teil der Gesellschaft. Zivilgesellschaftliche Verantwortung kann man nicht delegieren. Der Kirchenrat wird an seinen Handlungen gemessen.

Aufs Ganze betrachtet sind die Wertschriften – Investitionsvolumen 8'944'917 Franken Ende 2019 – noch immer nicht bewusst nach sozialen, ethischen und ökologischen Massstäben angelegt. «Fairtrade» ist z. B. bei den Aktienanlagen kein Thema, genauso wie der Mikrofinanzbereich beharrlich ignoriert wird. Vorbildlich wäre anders!

So hält die Landeskirche beispielsweise 3000 Namenaktien Nestlé im Wert von mehr als 300'000 Franken. Es geht nicht an, dass Dieter Zaugg, Leiter Ressourcen der Evangelisch-reformierten Landeskirche Kanton Zürich, Nestlé öffentlich verteidigt. Zitat [Landbote, 4. Januar 2020]: «Wir sind der Meinung, dass Nestlé in Sachen Nachhaltigkeit auf einem guten Weg ist.» Doch das ist bei Nestlé ganz eindeutig nicht der Fall!

- Die Geschäftstätigkeit von Nestlé ist mit einem Klimaerwärmungspotenzial von 5,5 Grad verbunden – weit über dem Minimalziel einer globalen Erwärmung von 2 Grad im Pariser Klimaabkommen.
https://www.tagesanzeiger.ch/investoren-haben-jetzt-ihr-eigenes-google-earth-887034244204
- Die Water Division hat eine ziemlich unrühmliche Bekanntheit erlangt. Wegen Nestlé sitzt die Stadt Vittel bald auf dem Trockenen [SRF]
https://www.srf.ch/news/international/geschaeft-mit-dem-grundwasser-wegen-nestle-sitzt-vittel-bald-auf-dem-trockenen

Mit grossem Mehr stimmte die Kirchensynode vom 25. Juni 2019 einer Resolution zum «Handeln gegen den Klimawandel» [2] zu. Doch deren Botschaft, «es ist Zeit zu handeln und die Kirche muss ihren Beitrag leisten», ist nicht bei der Basis, den Kirchgemeinden, angekommen. Ein konkretes Umsetzungsprojekt ist nicht erfolgt.

[1] https://fe.globalanceworld.com/de/search
[2] https://www.zhref.ch/news/resolution-handeln-gegen-den-klimawandel

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Weil die Kirche Heuchelei betreibt.
  • Bewahrung der Schöpfung bedeutet auch, sein Portfolio entsprechend zu gestalten.
  • Der kommenden Generation zu liebe.

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2021-01-04 09:56:52 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2021-01-02 11:52:02 +0100

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2020-12-25 10:43:34 +0100

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2020-12-22 23:30:57 +0100

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2020-12-19 15:48:02 +0100

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2020-12-16 12:06:15 +0100

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