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An: Zuger Stadtpräsident, Zuger Stadträtinnen, Zuger Stadträte

Offener Brief für mehr kulturelle Vielfalt in der Zuger Gastronomie

Offener Brief für mehr kulturelle Vielfalt in der Zuger Gastronomie

Sehr geehrter Stadtpräsident
Sehr geehrte Stadträtinnen, sehr geehrte Stadträte

Auf diesen Sommer wurde die Pacht der Zuger Männerbadi (Seebad Siehbach) neu vergeben. Die dreiseitige Konzeptvorgabe für die Männerbadi, verfasst von der Stadt Zug, überraschte äusserst positiv und hat Jonas Mehr, Kevin Horat und Peider Staub dazu bewogen, mit viel Herzblut ein Konzept zu erarbeiten und einzureichen. Sie sahen in der Konzeptvorgabe eine einzigartige Chance für die gastronomische und kulturelle Vielfalt der Stadt Zug. Insbesondere der tiefe Pachtzins ermöglicht Lösungen, die ohne grosses Startkapital auskommen und sich nicht in erster Linie den Finanzen, sondern den Menschen und der Kultur widmen. Eine Einladung, gängige Muster neu zu denken. Am Ende hat es nicht für den Zuschlag gereicht. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, mit der Stadt Zug in einen Dialog über künftige Möglichkeiten zur Erweiterung der gastronomischen und kulturellen Angebote in Zug zu treten.

Die Männerbadi-Vision von Jonas, Kevin und Peider hat vielen jungen und älteren Menschen aus dem Herzen gesprochen. Viele Leute sind bereit, ein Projekt dieser Art mitzutragen. Sie sind ebenso wie die drei Hauptinitianten bereit, Zeit, Energie, Engagement, Motivation und Hartnäckigkeit zu investieren, um eine solche Idee zu verwirklichen.

Um das Bild dieser Vision zu verdeutlichen, folgend drei essenzielle Eigenschaften eines Ortes, nach dem wir uns in der Stadt Zug sehnen:

Leben: Ein Ort, welcher nicht dem Druck zur Konstanz unterliegt, sondern wo Veränderung Teil des Konzeptes ist. Wo unkonventionelle Experimente stattfinden können, Hand in Hand mit einem dauerhaften Angebot.

Vielfalt: Ein Ort, der durch seinen Führungsstil, seine Preispolitik und sein (kulturelles) Angebot möglichst vielen Menschen offen steht, wo verschiedene Leute und Projekte eingebunden werden können und sollen.

Projekt vor Gewinn: Ein Ort, wo nicht der Mietzins das Konzept bestimmt, wo das Finanzielle generell weniger im Vordergrund stehen muss. Wo allfällige Gewinne vollständig in neue Ideen und Projekte investiert werden.

Der immense Zuspruch, den wir im Verlauf der Konzepterarbeitung erfahren haben, hat uns klar gezeigt: Die Vision von mehr gastronomischer und kultureller Vielfalt in Zug ist breit abgestützt und ihre Umsetzung ein dringender Wunsch. Wir sind nun mit viel Motivation bestrebt, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Gibt es in der Stadt Zug weitere Orte wie die Männerbadi, an denen Konzepte mit dem oben beschriebenen Kulturverständnis möglich wären? Ist die Stadt Zug bereit, Rahmenbedingungen für ein solches Projekt zu schaffen?

Gerne würden wir mit Ihnen, liebe Damen und Herren, in einen aktiven Dialog zu diesen Themen treten.

Im Namen aller Visionäre

Jonas Mehr, Kevin Horat, Peider Staub

Warum ist das wichtig?

Wir finden: gewisse Kulturformen kommen in der Zuger Gastronomie deutlich zu kurz. Oft dominieren wirtschaftliche Aspekte und Rahmenbedingungen, welche die oben genannten essentiellen Eigenschaften im Vornhinein verunmöglichen oder zumindest deutlich erschweren. In diesem Kontext fanden wir die Ausschreibung der Männerbadi einen Schritt in die richtige Richtung.

Vielfalt ist essenziell für den Zusammenhalt und das Gefüge einer Stadt - ein Ort kann nur davon profitieren. So erstaunt es nicht, dass in Strategiepapieren z.B. auch in der Charta «freiraum-zug» von Diversität die Rede ist. Von der Bedeutung, verschiedene soziale Schichten und Generationen anzusprechen und zusammenzubringen. Wir fänden es schön, wenn diese Werte noch stärker gelebt werden (könnten).

Wir wollen mit diesem offenen Brief zeigen, dass unser Anliegen breit und über alle Altersstufen hinweg in der Zuger Bevölkerung abgestützt ist.

Zug

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2019-07-03 21:56:05 +0200

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2019-07-03 17:07:33 +0200

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