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An: Stadtrat Winterthur und Verwaltung

Hunde-Auslaufzonen in Winterthur - für ein besseres Miteinander von Mensch und Hund.

HW
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Gestartet von
Hundegruppe Winterthur
Hunde-Auslaufzonen in Winterthur - für ein besseres Miteinander von Mensch und Hund.

Winterthur wächst - und wie! In gewissen Quartieren in Winterthur entstanden in den letzten Jahren unzählige neue Überbauungen mit Platz für mehrere tausend neue Bewohnerinnen und Bewohner. Mit dem Bevölkerungswachstum in Winterthur einher geht auch ein massiver Anstieg von Haustieren - insbesondere Hunden. Die Corona-Pandemie hat dies zusätzlich beschleunigt. Noch nie sah man auf den Strassen und in den Parks von Winterthur so viele Hunde wie heute.

Diese Entwicklung führt dazu, dass immer mehr Menschen und Hunde auf derselben Fläche miteinander auskommen müssen. Viele Nicht-Hundehalter haben aber Mühe damit, dass an schönen Tagen nicht nur immer mehr Menschen die Stadt bevölkern, sondern auch Hunde. Konflikte sind vorprogrammiert, weshalb viele Hundehalter:innen in die umliegenden Wälder oder Landwirtschaftszonen ausweichen. Doch auch dort kommt es immer häufiger zu Konflikten, denn in den Naherholungsgebiete boomen Freizeitaktivitäten wie noch nie.

Freilauf ist ein Grundbedürfnis

Da Hunde Rudeltiere mit einem sehr sozialen Charakter sind, brauchen sie zwingend den regelmässigen Kontakt zu anderen Hunden - und zwar ohne Leine. Sie müssen ihren Spieltrieb ausleben können. Regelmässiges Rennen und Herumtollen mit Artgenossen ist für Hunde nicht einfach eine schöne Freizeitaktivität sondern ein Grundbedürfnis. Ohne den sozialen Kontakt mit anderen Hunden und Menschen verkümmert ein Hund. Auch der Schweizerische Bundesrat hat dies in der Schweizerischen Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 sehr klar formuliert: „Hunde müssen täglich ausreichend Kontakt mit Menschen und, soweit möglich, mit anderen Hunden haben.“ (Artikel 70, Sozialkontakt) und: „Hunde müssen täglich im Freien und entsprechend ihrem Bedürfnis ausgeführt werden. Soweit möglich sollen sie sich dabei auch unangeleint bewegen können.“ (Art. 71, Bewegung).

Bozen im Südtirol hat über 25 Hundeauslaufzonen auf dem Stadtgebiet

Im In- und Ausland entscheiden sich deshalb mehr und mehr Gemeinden und Städte, spezielle Hundeauslaufzonen einzurichten. Diese meist eingezäunten Grünflächen erlauben es Hunden, unbeschwert mit Artgenossen zu spielen, rennen oder auch voneinander zu lernen. In der Stadt Zürich wurden bereits solche Zonen erstellt. Viel weiter ist aber die Stadt Bozen im Südtirol, die eine vergleichbare Einwohnerzahl aufweist wie Winterthur. Bozen hat vor Jahren damit begonnen, auf dem ganzen Stadtgebiet Hundeauslaufzonen zu errichten. Mittlerweile gibt es in Bozen über 25 solche Zonen mit Flächen von jeweils mehreren hundert Quadratmetern! Gemäss Angaben der Stadt Bozen haben alle Hundeauslaufplätze einen Brunnen, sind umzäunt und mit Müllkübeln und Schaufeln für das Einsammeln des Hundekots ausgestattet. Genossenschaften werden für die Reinigung der Hundeauslaufzonen beauftragt. (Quelle: Klicken)

Auch der Kanton Zürich empfiehlt Hundezonen

Die Errichtung von Hundefreilaufzonen ist auch im Hundegesetz des Kantons Zürich vermerkt. Unter "A. Allgemeine Bestimmungen" steht unter Paragraph 2 folgendes: „Die Gemeinden sind zuständig für den Vollzug dieses Gesetzes. Sie erfüllen insbesondere folgende Aufgaben: (...) Sie können hundefreundliche Zonen signalisieren.“

Winterthur bisher zurückhaltend

Auf bisherige Anfragen bei der Stadt Winterthur reagierten die zuständigen Stellen jeweils zurückhaltend. Hundefreilaufzonen seien in Winterthur nicht geplant. Als Begründung schreibt Stadtgrün Winterthur, dass die Stadt ja einen sehr liberalen Umgang mit Hunden pflege. Es gebe keine generelle Leinenpflicht in Grünanlagen, und die Stadt sei von grosszügigen Naherholungsräumen und Waldrandzonen umgeben.

Doch kein verantwortungsvoller Hundehalter würde seinen Hund in einem Stadtpark frei mit anderen Hunden spielen lassen, wenn Menschen oder vor allem Kinder in der Nähe sind. Zudem gelten in den meisten Parkanlagen sowieso lokale Nutzungsregeln mit einer Leinenpflicht für Hunde.

Hundeauslaufzonen fördern ein besseres Miteinander

Erfolgsmodelle wie jenes in Bozen im Südtirol zeigen, dass alle profitieren, wenn spezielle Zonen geschaffen werden, in denen sich Hunde austoben können. Es verbessert die artgerechte Haltung von Hunden und trägt gleichzeitig dazu bei, dass sich weniger Menschen gestört fühlen. Wir sind überzeugt, dass es der Entspannung zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern dienen würde, wenn auch in Winterthur solche Zonen geschaffen würden, in denen Hunde miteinander spielen können, ohne dass sie dabei Menschen oder Kinder stören.

Deshalb fordern wir den Stadtrat Winterthur und die Verwaltung dazu auf, pro Stadtkreis mindestens eine eingezäunte Hundezone zu signalisieren.

Auf aufwendige Installationen kann zugunsten eines beschleunigten Vorgehens gerne verzichtet werden, denn ein Hund braucht keine hochglanzpolierte Anlage mit ausgeklügelten Geräten – für einen Hund ist es schon das grösste Glück auf Erden, wenn er auf einer unebenen Wiese in völliger Sicherheit an einem komplett durchnässten Stecken kauen darf.

Warum ist das wichtig?

- Es gibt immer mehr Menschen und somit auch immer mehr Hunde in Winterthur. Ein besseres Miteinander ist nötig und verhindert Konflikte.

- Hunde sind sehr soziale Rudeltiere - sie brauchen den unbeschwerten und spielerischen Kontakt mit anderen Hunden.

- Es ist ein Grundbedürfnis für Hunde, sich regelmässig zusammen mit Artgenossen austoben können.

- Das Schweizer Tierschutzgesetz fordert den täglichen Auslauf von Hunden ohne Leine - die Zersiedelung in der Schweiz verunmöglicht dies immer mehr.

- Der Kanton Zürich empfiehlt die Einrichtung von Hundezonen, aber die Stadt Winterthur unternimmt nichts.

Winterthur, Schweiz

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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